kein fancy Name (yet) Part 2

Diese Woche habe ich meinen Instagram-Account genauer unter die Lupe genommen, um herauszufinden, welche Inhalte bei meinem Publikum am besten ankommen.

Mein Account hat aktuell 380 Follower. In den letzten 30 Tagen wurden über 9.000 Aufrufe erzielt – 71 % davon stammen von Menschen, die mir noch nicht folgen. Das zeigt, dass meine Inhalte nicht nur mein bestehendes Publikum erreichen, sondern auch neue Menschen auf meine Arbeit aufmerksam machen.

In meiner Analyse habe ich die drei Videos untersucht, die mir die größte Reichweite gebracht haben.

Das erfolgreichste Video hat über 20.000 Aufrufe erreicht und zeigt meinen Alltag im Designstudium – wie das Leben als Designstudentin aussieht. Dieses Video hat mir 174 neue Follower gebracht und wurde überraschenderweise am meisten in Indonesien gesehen, obwohl ich mir nicht erklären kann, warum.

Das zweite Video war eine Art Visitenkarte von mir, in der ich mich einfach vorgestellt habe. Es hat über 7.000 Aufrufe und 51 neue Follower gebracht. Die Farben in diesem Video sind wie immer bunt, aber besonders interessant war vermutlich die vielfältige Abfolge von Sequenzen, die fast alle möglichen Farben gesammelt hat. Ich kann dieses Format wahrscheinlich nicht oft wiederholen, aber es zeigt, dass die Leute visuell abwechslungsreiche Inhalte sehr ansprechend finden.

Das dritte Video entspricht eher dem typischen Format meines Accounts – Fashion Styling. Es hat über 2.000 Aufrufe erreicht. Zwar nicht so viele wie das erste Video, aber dennoch ein Erfolg! Besonders daran ist, dass sich das Video durch seine Stimmung und Performance von allen anderen Styling-Videos auf meinem Account unterscheidet: Ich habe das erste Mal vor der Kamera getanzt, und offenbar ist das bei meiner Audience positiv angekommen. Bei diesem Video kamen die meisten Betrachter*innen aus Deutschland und Österreich, obwohl das Video auf Englisch war.

Was mich jedoch überrascht hat, ist, dass Videos mit Voice-over deutlich weniger Interaktionen erzielt haben, obwohl viele „Expert*innen“ auf Instagram genau dieses Format empfehlen.

Eine mögliche Erklärung dafür ist die Sprache: Die Voice-over-Videos habe ich auf Deutsch gemacht, während meine Audience aktuell überwiegend englischsprachig zu sein scheint. Das könnte ein Grund sein, warum diese Inhalte weniger gut performen.

Diese Beobachtung bringt mich zu einer wichtigen Frage für mein weiteres Experiment:
Wer ist eigentlich meine Zielgruppe? Soll ich mich eher auf ein deutschsprachiges oder ein englischsprachiges Publikum konzentrieren?

Im weiteren Verlauf des Semesters möchte ich genau das gezielt testen und herausfinden, welche Sprache und Kommunikationsform besser zu meiner künstlerischen Identität und meiner Audience passt.

Oder die Menschen haben meinen slawischen Akzent nicht gefeiert, wer weiß haha 🥲