Blog: Bewertung und Analyse Masterarbeit

1_ Vorstellung der Masterarbeit

Für diesen Task habe ich mir die Masterarbeit „Geschichte im Podcast – (zeit-)historisches Podcasting in Theorie und Praxis“, welche im Jahr 2021 von Maximilan Brockhaus an der Universität Wien im Rahmen seines interdisziplinären Masterstudiums „Zeitgeschichte und Medien“ verfasst wurde.

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Potenzialen (zeit-)historischer Podcasts für Forschungs- und Anwendungsbereiche von Wissenschaftskommunikation und Public History und dokumentiert einen auf Basis der theoretischen Überlegungen erarbeiteten Praxisteil. Dieser wurde. in Form von Konzeption und Produktion eines studentischen Podcastprojekts umgesetzt. Dieses Projekt ist Teil einer Lehrveranstaltung an der Universität Wien und trägt den Titel Geschichtspolitik der Bundesländer 1918-2021 – „Das Erbe der Erinnerung“. Aus dem Podcastkonzept setzte der Autor die Folge „Franz Murer – Ein Urteil über eine ganze Nation“ als Beispielepisode auf.

2_ Bewertung der wissenschaftlichen Qualität der Masterarbeit

(1) Gestaltungshöhe
Nachdem die Arbeit grundsätzlich nicht von einem Designstudierenden verfasst wurde, entspricht sie in ihrer Gesamtgestaltung eher einer klassischen Masterthesis. Sie ist also nicht visuell gestaltet, was aber im Kontext mit dem Studiengang möglicherweise auch nicht die Aufgabe war bzw. es dazu eventuell gar nicht die Möglichkeit gab. Aus diesem Grund würde ich davon absehen, den Gestaltungsaspekt des Layouts etc. zu bewerten und mich mehr auf die inhaltlichen und strukturellen Komponenten zu fokussieren. Formal und strukturell wurde gut gearbeitet, der Aufbau ist schlüssig.

(2) Innovationsgrad
Die Arbeit weist einen hohen Innovationsgrad auf, da nicht nur das Thema Podast, sondern das sehr spezifische Thema des (zeit-)geschichtlichen Podcasts erarbeitet wird, welches dann im Bildungskontext und im Rahmen eines realen Projektes eine praktische Ausführung findet. Die Aktualität ist definitv gegeben und auch die verwendeten Mittel sind zeitgemäß und eröffnen eine neue Möglichkeit der Wissenschaftskommunikation im geschichtlichen Kontext.

(3) Selbstständigkeit
Die Eigenständigkeit des Autors ist deutlich spürbar und die Umsetzung des Werkstückes erfolgte erkennbar selbstständig und im aktiven Austausch mit relevanten Partner:innen.

(4) Gliederung und Struktur
Die Gliederung und Struktur der Arbeit ist nachvollziehbar und schlüssig. Alle relevanten Teilbereiche werden analysiert und erklärt und führen die Leser:innen von der Erläuterung des Forschungsvorhabens über die Definition von zentralen Begriffen hin zu Methodik, Theorie und Analysematerial worauf wiederum die Ausführungen des Praxisprojektes folgen.

(5) Kommunikationsgrad
Die Darstellung ist nachvollziehbar, die Sprache schlüssig und gut lesbar, wichtige Begriffe werden angemessen erläutert und der Lesefluss bleibt durchgehend bestehen.

(6) Umfang der Arbeit
Die Arbeit weist mit rund 80 Seiten einen angemessenen Umfang auf und nutzt auch eine Vielzahl an Literatur und weiterführenden Quellen.

(7) Orthographie sowie Sorgfalt und Genauigkeit
Die Sorgfalt in der Orthografie lässt leider etwas zu wünschen übrig – immer wieder sind Grammatik- und Rechtschreibfehler vorhanden. außerdem wird nicht einheitlich gegendert – an und für sich wird das Gendersternchen (*) verwendet, jedoch wird wiederholt davon abgewichen.

(8) Literatur
Das Literaturverzeichnis ist grundsätzlich sehr ausführlich und bezieht sehr viele verschiedene Quellen mit ein, jedoch gibt es auch hier ein paar Auffälligkeiten:
Alle Internetquellen werden mit „abgerufen 30.4.2021“ genannt, was mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht den tatsächlichen Daten entspricht und damit vermuten lässt, dass der Autor die Zugriffe nicht entsprechend dokumentiert hat. Außerdem wird eine Quelle doppelt genannt. Eine andere Quelle hat im Literaturverzeichnis immer noch das Kürzel „Vgl.“ stehen.
Etwas verwirrend ist auch die Gliederung in „Literaturverzeichnis“ und „Quellenverzeichnis“, zweiteres bezieht sich ausschließlich auf die analysierten Podcasts.

Positiv fällt jedoch die gute Dokumentation und detaillierte Auflistung sämtlicher referenzierten und analysierten Werke auf. Auch der Anhang ist sehr zufriedenstellend, da er sowohl das Podcast-Konzept als auch das Manuskript enthält und auch innerhalb dieser die genutzten Quellen referenziert. Auch das Curriculum, in welchem das Podcastprojekt umgesetzt wurde, wird zur Verfügung gestellt und auch Informationen zu technischen Komponenten, Hard- und Software sind enthalten.

3_ Bewertung des Werkstücks

Die visuelle Ästhetik des Werkstücks ist schwierig zu bewerten, da das finale Werk ein auditives Produkt in Form einer Podcastepisode ist. Das Konzept sowie das Skript für die Folge sind im Anhang der Arbeit zu finden, diese sind logisch aufbereitet und ausführlich erklärt. Jedoch war es nicht möglich, die Audiodatei anzuhören, da die in der Arbeit verlinkte Datei nicht mehr vorhanden ist, wodurch eine Bewertung von Klangqualität, Schnitt und Gesamtaufbereitung schlichtweg nicht möglich ist.
Positiv hervorzuheben ist die Dokumentation des Werkstückes und die Verbindung von Theorie und Praxis. Basierend auf den zunächst erforschten theoretischen Aspekten sowie der Analyse anderer Podcasts aus dem Bereich erfolgt die Erläuterung der Idee, Konzeption sowie Umsetzung der Podcastepisode, deren Entstehung, Dokumentation und inhaltlichen Aspekte durch die Dokumentation sowie ausführlichen Dokumente im Anhang detailliert ergänzt werden.

4_ Abschließendes Fazit/Feedback

Die Arbeit widmet sich einem aktuell relevanten Thema mit großem Zukunftspotenzial und schafft es, im Rahmen eines doch eher geisteswissenschaftlichen Studiums einen interessanten Zugang für die Kommunikation der Inhalte zu finden. In Umfang und Struktur ist die Arbeit absolut einwandfrei, jedoch führen die Ungenauigkeiten in der Orthografie und die Auffälligkeiten im Literatur- und Quellenverzeichnis dazu, dass die Arbeit für mich persönlich insgesamt an Glaubwürdigkeit verliert. Vielleicht ist das ein persönliches Empfinden und entspricht auch nicht völlig den Tatsachen, trotzdem lässt es mich vermuten, dass der Autor in manchen Bereichen nicht sorgfältig gearbeitet hat und dadurch möglicherweise auch in anderen Bereichen Fehler gemacht hat, die jetzt auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind. Wäre ich die Beurteilende dieser Arbeit würde es mich die Hintergründe der Quellen etc. um einiges kritischer und aufmerksamer überprüfen lassen als eine orthografisch weitestgehend einwandfreie Arbeit mit vollständig korrektem Literatur- und Quellenverzeichnis. Die Analyse dieser Arbeit hat mir nochmal deutlich vor Augen geführt, wie schade es ist, wenn diese Faktoren nicht angemessen erfüllt sind, da die Arbeit eigentlich ein tolles Thema und nachvollziehbare Ausführung hat, beim Lesen und Bewerten jedoch immer wieder diese kleinen Fehler auffallen und damit die gesamte Leistung geschmälert wird.

Trotzdem widmet sich die Arbeit (soweit für mich beurteilbar ob des fehlenden Zugangs zum tatsächlichen Werkstück) einem spannenden Thema und erfüllt, wenn auch mit einigen Fehlern, auch die Anforderungen an eine wissenschaftliche Abschlussarbeit.

Masterarbeit: https://phaidra.univie.ac.at/api/object/o:1396570/download

Bewertung der Masterarbeit “Form, Movement, and Narrative in Hybrid Animation: The 2D/3D Interplay in Spider-Man: Into the Spider-Verse”

Die analysierte Masterarbeit wurde von Ashraf B. Odeh an der Palestine Polytechnic University verfasst. Der Titel der Arbeit lautet „Form, Movement, and Narrative in Hybrid Animation: The 2D/3D Interplay in Spider-Man: Into the Spider-Verse“ und wurde im Jahr 2025 veröffentlicht. Die Arbeit beleuchtet den Film Spiderman: Into the Spider-Verse und fokussiert sich dabei auf hybride Animationstechniken im 2D- und 3D Bereich und wie diese das Storytelling und emotionalen Impakt beeinflussen. Sie setzt sich aus fünf Teilen zusammen:

  1. Der Einführung
  2. Theoretisches Framework
  3. Methodik
  4. Analyse und Funde anhand Szenen aus dem Film, mit anschließender Diskussion

Das Werkstück ist eine Guideline zum Analysieren von Hybridästhetik als narrative Funktion. Sie basiert auf Panofsky’s ikonografischen Modell.

Gestaltungshöhe

Aus formaler Sicht ist die Arbeit korrekt und übersichtlich gestaltet. Leider wurden aus visueller Sicht keine designtechnischen Entscheidungen getroffen.

Innovationsgrad

Die Arbeit ist durchaus innovativ. Hybridanimation ist ein Thema, dass immer mehr erforscht wird. Weitestgehend wird in bisherigen Arbeiten allerdings mehr auf die technischen Aspekte eingegangen und selten auf die narrative Seite geschaut. Der Autor setzt sich sehr ausführlich mit dem Thema Hybridanimation auseinander und welche narrativen Vorteile daraus gezogen werden können. Dafür sucht er sich elf Szenen aus, die er genaustens untersucht. Als Basis wird Panofsky’s Modell benutzt um Bilder auf vorikonigrafischen, ikonografischen und ikonologischen Level zu analysieren. Um das Modell auf bewegte Bilder zu transferieren, geht der Autor einen Schritt weiter. Es werden drei eigene Level für die Analyse festgelegt:

  1. Formale Kodierung (z. B. Panel-Aufteilung, Halbtonbilder, räumliche Schichtung)
  2. Kinetische Kodierung (z. B. Modulation der Bildfrequenz, Verschwommene Bilder, Squash und Stretch)
  3. Thematische Kodierung (z. B. Identitätskrise, Bruch, Transformation)

Zusätzlich werden weitere Perspektiven von drei Autoren in die Analyse miteingeschlossen. 

Selbständigkeit

Der Autor zeigt eine deutliche eigene Handschrift. Er nutzt vorhandene Methoden, Quellen und Perspektiven, aber macht diese zu seinen eigenen, um seine Forschungsfrage zu unterstreichen.

Gliederung/Struktur

Zu Beginn befasst sich der Autor akribisch mit der Theorie des Themas. Dadurch schafft er für sich und den Leser eine ausreichende Grundlage, um das Thema zu verstehen und mit in seine Analyse einzutauchen. Anschließend werden die Struktur und Hintergrund der Analyse offengelegt, bevor die offizielle Analyse beginnt und Ergebnisse präsentiert werden. Als Abschluss wird nochmal auffassend das Forschungsthema aufgegriffen und die Ergebnisse interpretiert und reflektiert, sowie auch die Struktur der Analyse selbst.

Kommunikationsgrad

Die Arbeit ist sehr verständlich und sauber aufbereitet. Der Autor macht zu Beginn klar, was die Intention dieser Arbeit ist, und nimmt einen Schritt für Schritt mit. Auch für Leser, die thematisch neu einsteigen werden passend an das Thema herangeführt. Er drückt sich belesen, aber einfach verständlich aus. Seine Überlegungen und Herangehensweisen werden aufgefächert erklärt und sind dadurch gut nachzuvollziehen.

Umfang der Arbeit

Die Arbeit ist sehr umfangreich. Trotzdem wirkt sie nicht unnötig umfassend. Er steigt ausführlich mit der Theorie ein. Es wirkt nicht wie eine einfache Zusammenfassung der Literatur, sondern es werden aus der Literatur eigene Schlüsse gezogen, um an die Analyse heranzuführen. Ebenfalls die Analyse ist sehr ausführlich aufbereitet. Aber auch hier wird sauber gearbeitet und es ist nachvollziehbar, warum der Autor genau diese elf Szenen aus dem Film gewählt hat und diese in die Analyse einfließen.

Orthografie/Sorgfalt/Genauigkeit

Wie schon erwähnt arbeitet der Autor sehr sorgfältig in dieser Arbeit. Die Sprache ist auf einem hohen Level, bleibt aber trotzdem leicht verständlich und es fällt nicht schwer dem Inhalt zu folgen. Auch bei Zitation arbeitet er durchgehend mit dem APA Stil. Abbildungen werden sauber vor Beginn der Arbeit aufgelistet und auch Tabellen und sonstige Verzeichnisse sind korrekt angegeben.

Literaturverzeichnis

Die Arbeit hat ein sehr umfassendes Literaturverzeichnis, was darauf hindeutet, dass sich der Autor ausgiebig mit dem Thema seiner Arbeit beschäftigt hat. Was hier allerdings passend wäre, ist eine Aufteilung in ein analoges und digitales Literaturverzeichnis. Damit wäre ein leichterer Überblick verschafft.

Zusammenfassende Bewertung

Zusammenfassend ist die Arbeit sehr gut aufgebaut und inhaltlich umfassend. Sie beleuchtet das Thema Hybridanimation von einer interessanten Seite und legt auch für zukünftige Recherchen und Analysen einen Grundbaustein. Es ist sehr einfach und thematisch interessant der Arbeit zu folgen, allerdings hat die Arbeit zwei große verbesserungswürdige Punkte. Zum einen ist die Arbeit zwar formal korrekt gestaltet, aber die Designersicht wurde komplett ignoriert. Es wurde weder farbliche noch sonstige gestalterische Elemente genutzt, um die Arbeit zum Beispiel aufzuteilen oder visuell ansprechender zu machen.

Der nächste Punkt ist, dass im Prinzip kein Werkstück vorhanden ist. Es wird von Beginn an klar gemacht, dass die Arbeit als Leitfaden für zukünftige Analysen im angesprochenen Bereich dienen soll. Aufgrund dessen wäre eine Art Anleitung angemessen. Der Vorgang der Analyse geht zwar klar aus der Arbeit heraus, allerdings wäre ein zusätzliches Dokument oder Ähnliches wünschenswert gewesen.

Nutzen für meine Masterarbeit

Für meine Masterarbeit bietet diese Arbeit nicht nur eine gute theoretische Grundlage, sondern auch eine interessante Sicht auf Hybridanimation im Allgemeinen. Ich werde mich ebenfalls mit dem Thema Hybridanimation beschäftigen, auch hinsichtlich auf 2D- und 3D Animation bezogen. Zusätzlich wird sich der Kern meiner Arbeit voraussichtlich darum drehen welche Möglichkeiten aus der Kombination von 2D- und 3D Animation zu schöpfen sind und welchen Einfluss das auf den Zuschauer nehmen kann. Dafür eignet sich die angewendete Analyse der einzelnen Szenen gut als Grundlage. Wie gesagt finde ich die Arbeit sehr gut theoretisch und umfassend aufgebaut, allerdings ist für mich ein wichtiger Punkt auch genug Zeit und Arbeit in das visuelle Konzept, sowie das Werkstück, der Arbeit zu stecken.

Masterarbeit:

https://scholar.ppu.edu/bitstreams/dd528275-9b56-47c7-a854-e6ae7e4dd27c/download

IMPULSE 01: Daniel Bauers Feedback

We talked about what I expect from my future, and I was honest: not much. I just want to have a job, preferably in design, and do what I’m told. But then I mentioned my “dream,” which, to me, is not a realistic goal: working in a game studio. Daniel Bauer said to chase this dream, that I might not have the skills now but will sooner or later. Obviously, that’s probably what he tells everyone, but it kind of hit a chord in me.

After thinking a lot about it, I had the idea of combining games with my master’s thesis – in the form of a card game. I’m not sure how realistic it is to make a good game, but I want to try. I want to 3D model or illustrate, which would work well for the illustrations on the cards.

I explained my topic to him, which is still very loose, and he first thought it was about “what happens after death,” but my topic is rather “how people deal with death.” One point I agree on is that it is more cultural studies than design. I’ll have to find my way around that by combining design with my topic.

One approach I already roughly mentioned is colors. Black is the universal color for death, except in some countries like in East Asia, where it is white.

He also mentioned I should look into the iconography of death: how death is depicted and what symbols cultures use when it revolves around death, like on papel picado during Día de los Muertos.

I should also look into local processions and see if there are any special ones. One example I found is in Cádiz, Spain, where All Saints’ Day takes on a more festive, carnival-like tone, with creative market displays and local traditions that differ from the usual quiet cemetery visits. The tradition began in 1876 when the city council tried to revive the Central Market by attracting shoppers before November 1. Over time, the market festival grew into a public celebration with decorated stalls, jokes, costumes, and prizes for the best displays. Today, Tosantos is especially family-oriented: children are central, and markets hand out seasonal fruit while stallholders create funny, creative scenes. The festival reflects Cádiz’s famous Carnival culture, where humor, local identity, and social satire are part of everyday expression.

One aspect I mentioned is the overwhelming spread of Halloween, which displaces many cultures. I could make that the topic I want to highlight.

His idea, which I probably won’t do but still want to write down here, was to create a short informational video introducing the festivities I picked out, with the help of an animated character that talks to the audience. It changes clothes to fit the customs and explains how everything works. I imagine it a bit like the Billa/Spar sticker books, but animated.

Tosantos: https://lasguiritanas.com/en/toussaint-tosantos-a-cadix/

Bewertung der Masterarbeit „Film im Vergleich der Kulturen“

Vorstellung der Masterarbeit

Die Masterarbeit „Film im Vergleich der Kulturen“ von Barbara Colette Zitturi wurde 2012 im Fach Soziologie an der Karl-Franzens-Universität Graz eingereicht. Sie fragt, wie sich kulturelle Unterschiede zwischen Südkorea und den USA in populären Filmen zeigen, vor allem in Beziehungsstrukturen, bei Individualismus und Kollektivismus und in Geschlechterbildern. Die Arbeit geht davon aus, dass Filme nicht nur unterhalten, sondern gesellschaftliche Werte, Wünsche und Konflikte abbilden und mitprägen. Sie besteht aus Kulturtheorie, Methodenkapitel, Filmanalyse und Fazit. Ein klassisches Werkstück gibt es nicht. Als praktischer Teil dient die Analyse von je drei südkoreanischen und US-amerikanischen Filmen der Jahre 2009 und 2010.

Bewertung der wissenschaftlichen Qualität

Gestaltungshöhe:
Da es kein gestaltetes Werkstück gibt, kann ich die Ästhetik des praktischen Teils nur eingeschränkt beurteilen. Positiv fällt auf, dass die Autorin viele Bilder und Szenenausschnitte einbindet. So ist der Moment oder die Figur, um die es gerade geht, auch visuell nachvollziehbar. Schade finde ich, dass Kamera und Musik gegenüber der Handlung kaum eine Rolle spielen, obwohl sie Beziehungen zwischen Figuren stark prägen. Die Analyse bleibt dadurch eher inhaltlich als ästhetisch.

Innovationsgrad:
Ich schätze die Arbeit als konventionell bis moderat innovativ ein. Qualitative Inhaltsanalyse, Sequenzprotokolle und vergleichende Filmanalyse sind bewährte Methoden und werden sauber angewendet. Technologisch aufgestiegene oder experimentelle Verfahren kommen nicht vor. Innovativ ist eher die Verbindung von Kulturdimensionen und Geschlechterdarstellung, etwa im Kapitel über Mode in den Filmen.

Umfang:
Mit rund 100 Seiten Haupttext ist der Umfang für eine Masterarbeit angemessen. Sechs Filme erlauben genaue Einzelanalysen, aber keine Verallgemeinerungen. Die Autorin sagt selbst, dass es um Tendenzen geht. Ich hätte mir trotzdem einen vierten Film pro Land gewünscht, damit einzelne Ausreißer weniger ins Gewicht fallen.

Selbstständigkeit:
Das ist die größte Stärke. Die Idee entstand während ihres Auslandssemesters in Seoul, dazu kamen Gespräche mit koreanischen Filmemachern und der Besuch des Busan International Film Festival. Die Filmauswahl nach Verkaufszahlen ist nachvollziehbar und Ausschlüsse, wie zum Beispiel reiner Animationsfilme, werden begründet. Kritisch sehe ich, dass die Gegenüberstellung von Individualismus und Kollektivismus aus der Literatur übernommen wird. Die Autorin hinterfragt sie zwar, entwickelt aber kein eigenes Gegenkonzept.

Gliederung/Struktur:
Der Aufbau ist logisch: Theorie, Methode, Analyse, Fazit. Die Kapiteltitel aus Filmtiteln und die persönlichen Einstiege machen die Arbeit lebendig. Vor allem der persönliche Einstieg hat mir sehr gut gefallen. Die Gewichtung jedoch finde ich etwas ungleich. Theorie und Filmvorstellungen nehmen viel Platz ein, während die Auswertung, in der die Ergebnisse entstehen, teils knapp wirkt. Gerade die Kapitel zu Beziehungsstrukturen und Geschlechterdarstellungen hätten mehr Raum verdient, weil sie die Forschungsfrage direkt beantworten.

Kommunikationsgrad:
Die Arbeit ist gut verständlich. Die Hauptfragestellung steht früh in der Einleitung und das Fazit fasst die Ergebnisse klar zusammen. Die persönlichen Erzählungen sind sprachlich vom wissenschaftlichen Text getrennt, sodass die Intention erkennbar bleibt. Manche Sätze sind lang und verschachtelt und einzelne Aussagen wiederholen sich. Die Konzepte sind aber plausibel und werden konsequent angewendet.

Orthografie/Sorgfalt/Genauigkeit:
Insgesamt sorgfältig, aber nicht fehlerfrei. Ein paar Rechtschreibfehler sind mir aufgefallen, aber nicht viele. Sollten leider nicht bei einer Abschlussarbeit passieren, aber passiert immer wieder. Außerdem sind es nicht groß Auffällige.

Literaturverzeichnis:
Mit über 60 Einträgen, deutschen wie englischen Quellen und einem eigenen Filmverzeichnis ist es umfangreich. Auch Online-Quellen wie Verkaufszahlen werden belegt und im Text wird gut zitiert.

Termintreue:
Da die Masterarbeit im April abgegeben wurde, gehe ich davon aus das sie Termintreu eingereicht wurde und alles pünktlich erledigt war.

Bewertung des Werkstücks

Forschungsfrage, Theorie und Umsetzung sind gut verbunden. Srubars Lebenswelttheorie begründet den Fokus auf Handlungen in Beziehungen und Fiskes Konzept des Populären, die Filmauswahl. Die Methode ist im Methodenkapitel nachvollziehbar dokumentiert, mit Beispiel für ein Sequenzprotokoll. Besonders überzeugend finde ich, dass die Autorin Film und Realgesellschaft gegenüberstellt, etwa wie bei Geschlechterrollen oder Familienformen. Ob die Dokumentation ausreicht, ist Ansichtssache. Das Vorgehen ist klar beschrieben, die ausführlichen Sequenzprotokolle sieht man aber nur als Beispiel. Für eine Masterarbeit reicht die Qualität meiner Meinung nach aus, auch wenn die Datenbasis klein ist.

Fazit

Stärken sind Selbstständigkeit, Verständlichkeit, nachvollziehbare Methodik und ein umfangreiches Literaturverzeichnis. Schwächen liegen in der schmalen Filmbasis, der ungleichen Gewichtung der Kapitel, der wenig innovativen Methodik und kleinen Flüchtigkeitsfehlern. Insgesamt bewerte ich die Arbeit als solide und eigenständig, mit Luft nach oben bei Tiefe und Innovation. Sie erfüllt die Anforderungen an eine Masterarbeit, schöpft ihr Potenzial aber nicht ganz aus.

Nutzen für die eigene Abschlussarbeit

Ich nehme mit, wie wichtig ein persönlicher Zugang und eine klar begründete Auswahl des Materials sind. Ähnlich umsetzen möchte ich eine frühe, klare Fragestellung und eine nachvollziehbare dokumentierte Methode. Besser machen würde ich die Gewichtung der Kapitel, die Rolle gestalterischer Mittel und das sorgfältige Korrekturlesen. Außerdem würde ich Grundbegriffe kritischer hinterfragen, statt sie aus der Literatur zu übernehmen und eine größere Materialbasis wählen. So bleibt die Arbeit solide und wird auch innovativer.

Masterarbeit
https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/download/pdf/222075

Der Einfluss von Büchern auf die Filmwelt 

Fast 50% der englischen bzw. amerikanischen Dramaserien, die zwischen Jänner 2024 und Juni 2025 auf den Streamingplattformen Disney+, Netflix und Amazon Prime veröffentlicht wurden, waren Buchverfilmungen bzw. Buchadaptionen. Dabei ist dieses Genre kein Neues. Buch und Film stehen seit vielen (hunderten) Jahren in einer engen Beziehung zueinander. Literatur dient der Filmindustrie als Inspiration oder Grundlage für eine neue Produktion. Vor allem durch das große Aufkommen von Streamingplattformen und Social Media (siehe BookTok Beispiel im letzten Blogpost) hat die Anzahl an Buchverfilmungen und deren Bedeutungen zugenommen. Dabei beeinflussen sich Film und Buch in vielen Aspekten gegenseitig stark: Beispiele dafür sind Erzählformen, Inhalte, Leseverhalten oder Vorstellungen bzw. Fantasien. 

Statistiken 

Wie bereits in der Einleitung angemerkt, waren 48& der englischen bzw. amerikanischen Dramaserien, die zwischen Jänner 2024 und Juni 2025 auf den Streamingplattformen Disney+, Netflix und Amazon Prime veröffentlicht wurden, Buchverfilmungen. Außerdem waren fünf der Top zehn meistgeschauten TV-Dramas im Jahr 2024 Buchadaptionen. Die Einnahmen in Kinos waren bei Buchverfilmungen um 57% höher zwischen 2020 und 2024 als bei anderen Produktionen. Die letzten sechs BAFTA Best Film Gewinner:innen (Stand 11. März 2026) waren Literaturadaptionen. Diese waren: One Battle After Another von Paul Thomas Anderson, Conclave von Edward Berger bzw. Robert Harris (Autor), Oppenheimer von Christoper Nolan bzw. Kai Bird und Martin J. Sherwin (Autoren von American Prometheus), Im Westen nichts Neues von Edward Berger bzw. Erich Maria Remarque (Autor von All Quiet on the Western Front), The Power of the Dog von Jane Campion bzw. Thomas Savage (Autor des Romans) und Nomadland von Chloé Zhao bzw. Jessica Bruder (Autorin). Von Oktober 2024 bis Oktober 2025 waren 12% der gekauften Bücher von Leser:innen, die nur gelegentlich Bücher lesen, wurde wegen der Verfilmungen gekauft. 

Auch in Europa haben Buchverfilmungen in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Laut einem Report der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle, der im April 2026 veröffentlicht wurde, wurden zwischen 2015 und 2024 insgesamt fast 2.000 europäische Literaturadaptionen für das Fernsehen produziert. Das sind fast 15% der gesamten europäischen Fiction-Production. Kinoproduktionen, die Literaturadaptionen waren, gab es im selben Zeitraum 1.745, was 8% der europäischen Spielfilme entspricht. Bücher stellten aber in vielen weiteren Produktionen die wichtigste Informationsquelle dar: 72% der TV- und 75% der Kinoproduktionen verwenden Literatur als „Top Source Material“ für Filme.  

Wirtschaftliche Bedeutungen von Buchadaptionen in der Filmbranche 

Wie bereits angemerkt bietet Literatur schon seit viele Jahren eine wichtige Grundlage von Filmproduktionen. Doch welche wirtschaftliche Bedeutung spielen sie in der Industrie? Bereits erfolgreiche Bücher (beispielsweise auf BookTok) bringen meistens eine bereits bestehende Community mit sich. Das birgt natürlich viele Vorteile für Filmproduktionen mit sich. Sie können so besser einschätze, wie groß das Interesse und die Aufmerksamkeit für die Produktion mit potenziellen Zuschauer:innen sein wird. Im bereits erwähnten Report der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle wird angegebene, dass die Vertrautheit des Publikums mit bereits bekannten Geschichten ein wesentlicher Grund für Produzent:innen ist, dass Buchadaptionen weiterhin eine anhaltende Bedeutung und Zuverlässigkeit haben. 

Durch die Corona Pandemie entstand eine erhöhte Nachfrage nach literarischen Werken. Das wirkte sich auch auf den Filmmarkt aus. Beispielweise erwarb die Creative Artists Agency CAA im Jahr 2020 rund 175 Buchrechte für Filmproduktionen. Das war ca. fünfmal so viel, wie im Jahr zuvor. 

In einem vergangenen Blogpost ging es bereits genauer um den Einfluss, den Social Media und BookTok auf Filmadaptionen haben. Für Produktionen bietet BookTok den Vorteil, bereits vor einer Verfilmung oder startenden Produktion das Interesse der potenziellen Zielgruppe einzuschätzen und danach zu handeln. Mittlerweile geht es so weit, dass Filmrechte noch vor der Veröffentlichung eines Buches erworben werden. Das perfekte, aktuelle Beispiel dafür ist Amazon Prime Video (bzw. Amazon MGM Studios). Die Streamingplattform nutzt die große Popularität von Liebesromanen durch BookTok und die Fancommunity, die sie mit sich bringen. Das erfolgreichste Beispiel dafür ist die neue Serie „Off Campus“. Laut einigen Berichten hatte die Serie den dritterfolgreichsten Start in der Geschichte der Streamingdienste. Mittlerweile geht die Verbindung zwischen Buch und Film noch viel weiter: Es gibt Merchandise und Veranstaltungen, die weit darüber hinausgehen und einen medienübergreifenden Markt schaffen. 

Wechselwirkung 

Nicht nur Bücher beeinflussen die Filmindustrie, sondern auch umgekehrt. Adaptionen oder Filme können auch das Interesse an den ursprünglichen Büchern steigern. Dafür wurde eine Analyse bzw. Arbeit gestartet, die die Zusammenhänge zwischen drei literarischen Werken untersucht. Dafür werden Nutzeraktivitäten auf Plattformen wie Goodreads, LiberaryThing und Amazon analysiert. Das Ergebnis: Die Aktivitäten im Zusammenhang mit Büchern rund um eine neue Filmveröffentlichung nahmen deutlich zu. Außerdem wurden, wie bereits im Statistikkapitel erwähnt, rund 12% der Bucheinkäufe von „Gelgenheits-Leser:innen“ von Oktober 2024 bis Oktober 2025 aufgrund von Filmadaptionen getätigt. 

Quellen:

ELYSIAN. (o. D.). How streaming platforms are bringing literature to life. https://readelysian.com/how-streaming-platforms-are-bringing-literature-to-life/

Faughnder, R. (6. Oktober 2020). Hollywood has gobbled up book rights during the pandemic. Here’s why. Los Angeles Times. https://www.latimes.com/entertainment-arts/business/story/2020-10-06/hollywood-books-pandemic-caa

Graham, M. (6. November 2025). Booked and busy: How studios turn bestsellers into blockbusters. Boardroom. https://boardroom.tv/book-adaptation-movie-film-studios-bestsellers-blockbusters/

Mariana. (18. Mai 2026). The rise of book to screen adaptations. MSc Publishing – Edinburgh Napier University. https://publishingdegree.co.uk/2026/05/18/20226/

Montesi, M., & Esteban Aragoneses, M. (o. D.). Does a film adaptation of a novel influence reading behavior? The answer is on the web. https://www.researchgate.net/profile/Michela-Montesi-2/publication/267762549_Does_a_film_adaptation_of_a_novel_influence_reading_behavior_The_answer_is_on_the_web/links/5459f8300cf2bccc4912eca2/Does-a-film-adaptation-of-a-novel-influence-reading-behavior-The-answer-is-on-the-web.pdf

Publishers Association. (11. März 2026). Books on screen: Book adaptations’ importance to the UK’s creative industries and reading for enjoyment. https://www.publishers.org.uk/publications/books-on-screen/

Schneeberger, A. (April 2026). Adaptations in film and audiovisual fiction production in Europe: 2015–2024 figures. European Audiovisual Observatory. https://rm.coe.int/adaptations-av-fiction-production-2015-2024-figures-april-2026-a-schne/48802b7aec

Wong, A. (15. Juli 2026). How Amazon is turning the BookTok boom into hit TV. The Wall Street Journal. https://www.wsj.com/arts-culture/television/amazon-prime-obsessed-fest-off-campus-romance-c7132eb8

Dieser Text wurde von ChatGPT korrigiert. Alle Inhalte wurden von mir selbst auf Richtigkeit und Relevanz überprüft und der Text selbst wurde von mir erstellt. Das Literaturverzeichnis wurde ebenfalls von ChatGPT erstellt. 

Death – The Game!

I thought about creating a card game about death. This would be perfect for my idea to make death less scary.

Idea 01: Bohnanza but with death

Bohnanza game instructions: Each player trades in beans, which they grow on their fields and then sell for as much profit as possible. The more beans of the same type a player has on a field, the higher the profit when that bean crop is sold. But unfortunately, a player is often forced to sell their bean harvest far too early at low prices. And sometimes a harvest brings no profit at all. The goal of the game is to earn the most coins through bean trading. (AMIGO Spiel + Freizeit GmbH, 1997)

Death version: Each player explores different cultures and their festive traditions, collecting the objects used in their celebrations. The more matching items a player gathers for a culture’s festival, the more points they can earn when the set is completed. But some items are needed in many traditions, making them harder to trade for, while others may be less useful and difficult to pass on. The goal of the game is to score the most points by discovering and trading objects from festivals around the world.

Example: Every player gets a card that shows all the combinations (like in Catan). In Dia de los Muertos it could be a sugar skull, candles, marigolds, Papel Picado, crucifix. The candles and the crucifix are used for multiple cultures, so it might be hard to trade them because others can get easy points for them, so you have to make the trade more interesting for person B. While other cards may not be interesting at all to Person B and they need to get rid of them.

Idea 02: Game of Death

In place of “The Game of Life” we play “Game of Death”. This is harder for me personally because I haven’t played the game yet, it might just be fun solely for the name.

The Game of Life Instructions: Hit the road for a roller-coaster life of adventure, family, unexpected surprises, and pets! Want to take the family path, start a career, or venture down a risky road? In this game, players can make their own exciting choices as they move through the twists and turns of life. Move the car token around the gameboard from Start to Retirement, and experience unexpected surprises related to family, career, and other milestones of life. Players can adopt pets in this version of The Game of Life game. The player with the most money at the end of the game wins! (Hasbro, 2017)

Death version: Each player begins as Clotho spins a thread of fate. Lachesis measures its length, setting the strength of the journey ahead. Players race through destiny, but random events and choices shorten or strengthen that thread. When Atropos cuts a player’s thread, they are out. The last player whose thread remains uncut, or the one with the highest fate score when all threads are measured, wins.

Idea 03: Risk but with death

Risk game instruction: Who will conquer the world? When 2–5 players aged 10 and up engage in a strategic battle on the game board, it’s time for RISK. In Risk, players place their armies tactically on the board to occupy territories strategically. But while they try to conquer more land, their opponents’ armies are already in position. With infantry, cavalry, and artillery, they march in and attack. A risky battle begins, and because fights are decided with dice, no one knows what unpredictable events will occur or who will ultimately lead their army to victory. (Hasbro, 2015)

Death version: Players lead doomed factions across a fractured map, fighting for control of cursed territories, lost cities, and fading borders. Every battle is decided by dice, and every roll could mean triumph, collapse, or total extinction. As alliances break and armies fall, only one power will remain standing when the world finally goes silent.

Source

AMIGO Spiel + Freizeit GmbH. (1997). Bohnanza: „Ich glaub’ es hackt!“ (3rd ed.). AMIGO Spiel + Freizeit GmbH. https://www.ggnf.de/spielanleitungen/bohnanza/bohnanza.pdf

Hasbro (2017). Das Spiel des Lebens: Spielanleitung. Hasbro https://instructions.hasbro.com/api/download/E4304_de-de_the-game-of-life-game.pdf

Hasbro (2015). Risiko: Regelbuch. Hasbro https://gzhls.at/blob/ldb/c/8/d/1/581db99c85c8ea1b9954633303aab0b50eaa.pdf

Was Künstliche Intelligenz mit Filmproduktionen macht 

Seit einigen Jahren schon erlebt nicht nur die gesamte Menschheit, sondern auch die Filmindustrie einen technologischen Wandel. Die zunehmende Entwicklung und Integration von künstlicher Intelligenz beeinflussten die Branche extrem (und immer mehr). Was vielleicht mal nur als Unterstützung beim Schreiben von Texten oder Überarbeiten von Drehbüchern war, reicht nun bis hin zur Postproduktion, Übernahme der Produktion (teilweise) und Gestaltung von audiovisuellen Inhalten. Dadurch wird der Prozess des Filmemachens zwar zeiteffizienter, wirft aber gleichzeitig auch viele Fragen auf: Moralische und zukunftsorientierte. Haben kreative Berufe noch eine Zukunft, was ist die Rolle des Menschens bei künstlerischen Schaffungsprozessen und was passiert mit dem Uhrheberrecht (das nicht anwendbar ist auf KI-generierte Inhalte – noch nicht). Künstliche Intelligenz ist über die Jahre mehr geworden als nur ein technisches Hilfsmittel. Viel mehr ist sie eine wirtschaftliche, gesellschaftliche und kreative Entwicklung, die auch die Strukturen der Filmbranche geändert hat und noch ändern wird. Aber wie sehr beeinflusst sie diese wirklich? Es gibt sowohl positive als auch negative Aspekte. Einerseits profitieren Produktionen von Kosten- und Zeitersparnissen, gleichzeitig ist die berufliche Zukunft der Filmschaffenden dadurch stark gefährdet. 

Einsatzmöglichkeiten von KI im Zuge einer Filmproduktion 

Wie bereits in der Einleitung angemerkt, betrifft die Entwicklung der KI mittlerweile alle Phasen einer Filmproduktion. In der Preproduction wird künstliche Intelligenz zur Analyse von Drehbüchern eingesetzt. Skripte werden so ausgewertet und gegebenenfalls die Erfolgschancen eines Films eingeschätzt. Außerdem können durch KI große Datenmengen – oder eben seitenlange Drehbücher – schneller und genauer ausgewertet werden, wo der Punkt der Kosten- und Zeitersparnisse wieder in den Vordergrund rückt. Allerdings basiert auch der KI-Algorithmus auf bereits erschaffenen Dingen, von denen die AI lernt. So besteht die Gefahr, dass jene Geschichten bevorzugt werden, die es bereits gibt und die erfolgreich waren. Dadurch können Innovationen, neue, andere Erzählformen oder ungewöhnliche oder kreative Ansätze verloren gehen.

Auch was das Casting und Location Scouting betrifft, kann die KI unterstützend eingesetzt werden. Wieder kommt die schnelle Analysefähigkeit der KI-Produktionen zu Gunsten: Charakterbeschreibungen, Gesichter, Stimmen, Drehorte, Bildmaterial, Wetterbedingungen und weitere Anforderungen und Merkmale können berücksichtigt und identifiziert werden. So wird nicht nur der organisatorische Aufwand tendenziell reduziert, sondern auch die Planung der Dreharbeiten erleichtert. 

Durch die generative KI gibt es aber auch ein neues Potenzial in Sachen Produktion und Postproduktion. Auf der Grundlage von bereits bestehenden audiovisuellen Daten können Videosequenzen (neu) erzeugt werden. Diese können dann für Tests oder Visualisieren von Ideen in der Vorproduktion genutzt werden. Allerdings entwickelt sich auch dieser Prozess sehr stark weiter und es gibt einige KI-generierte Videos, die schwer von “echtem” Material unterscheidbar sind. In der Postproduktion dient die KI auch der effizienteren Bearbeitung oder der Erstellung von Effekten. 

Auch hier gibt es wieder positive und negative Seiten. Vor allem für neue, unabhängige und kleine Filmschaffende oder -produktionen gibt es mithilfe der KI neue Möglichkeiten. Sie profitieren am meisten davon, da ihre Budgets und Ressourcen oft deutlich kleiner bzw. zu klein sind. Durch die KI können hohe finanzielle und personelle Ressourcen gespart werden.

Die Auswirkungen der KI auf die Kreativität von Filmschaffenden 

Wie bereits angemerkt, beeinflusst die KI aber auch die Kreativität bzw. kreative Zukunft von Filmschaffenden. Mithilfe von KI kann jede:r Drehbücher, Filme, Musik oder audiovisuelle Inhalte erstellen, gestalten und veröffentlichen. Es entstehen neue Möglichkeiten, Ideen zu entwickeln, gestalterische Ansätze auszuprobieren (ohne Ressourcen zu verschwenden) oder komplexe, fiktionale Welten zu visualisieren. Allerdings stellt sich dabei die große Frage, wie kreativ eine künstliche Intelligenz wirklich sein kann. KI-generierte Inhalte basieren auf bereits vorhandenen Daten, Beispielen, Filmen und Informationen. Zwar kann sie daraus neue Sachen kombinieren, die als innovativ scheinen können, aber eine vollständig eigenständige, kreative Leistung kann nicht erbracht werden. Durch die vermehrte Nutzung entstehen aber oft wenige, nicht originelle und standardisierte Ergebnisse. Die individuelle Perspektive, emotionale Tiefe und die Kreativität eines Menschen sollten daher ein wesentlicher Bestandteil des Filmemachens bleiben. 

Die Filmgeschichte hat außerdem gezeigt, dass es immer wieder technologische Veränderungen gegeben hat, die nicht zwangsläufig schlecht für die Branche waren, sondern sie weiterentwickelt hat. Beispiele dafür sind die Einführung von Tonfilm oder die Entwicklung von computergenerierten visuellen Effekten. 

Wirtschaftliche Veränderungen 

KI reduziert die finanziellen und personellen Ressourcen um einiges. Für viele Filmschaffende ist dies ein großer und essenzieller Vorteil. Automatisierte Prozesse können Arbeitsabläufe verkürzen und beschleunigen. Vor allem für kleinere, unabhängige Filmschaffende ist dies von Vorteil. Gleichzeitig stehen dem Ganzen große Risiken gegenüber. Vor allem der Arbeitsmarkt leidet stark unter dem Aufkommen der KI. Was vorher Drehbuchautor:innen, Spezialsit:innen oder Cutter:innen übernommen haben, kann jetzt einfach die KI machen. Bestimmte Beschäftigungen gehen damit deutlich zurück. Besonders betroffen sind – wie so oft – neue Berufseinsteiger:innen. Außerdem kann die zunehmende, einfache Verfügbarkeit von KI zu einem übersättigten Filmmarkt führen. Es wird schwieriger hochwertige, qualitative und originelle Filme zu entdecken. Außerdem nimmt die Aufmerksamkeit für einzelne Filme ab, da es immer mehr Inhalte gibt, die um dieselbe Reichweite kämpfen. 

Weitere Herausforderungen 

Ein weiteres Problem, dass die KI mit sich bringt, ist die Frage des Urheberrechts. Die KI arbeitet mit bereits existierenden Inhalten, wodurch sich bereits da die Frage nach den Rechten der ursprünglichen Urheber:innen stellt. Außerdem ist bisher ungeklärt, unter welchen Voraussetzungen die KI-generierten Inhalte urheberrechtlich geschützt sind oder werden sollten. 


Gleichzeitig gibt es immer mehr Deepfakes. Durch künstliche Intelligenz können sehr realistische Video- und Audioaufnahmen erstellt werden, die nicht echt sind. Dabei werden Personen gezeigt, die Aussagen tätigen oder Handlungen ausführen, die so nie stattgefunden haben. Für die Filmbranche gibt es so zwar neue Möglichkeiten, allerdings bringt dies große Risiken und Gefahren in Sachen Datenschutz und Persönlichkeitsrechte mit sich. Vor allem Schauspieler:innen, Synchronsprecher:innen oder Stimmen/Personen des öffentlichen Lebens sind davon stark betroffen. Ihre Stimmen und Gesichter können leicht digital und ohne Zustimmung reproduziert werden. Italien hat deswegen Ende 2023 eine neue Regelung zur Verwendung bzw. dem Umgang mit Sprachaufnahmen veröffentlicht. 

Quellen:

Grove, E. (2024, 9. Juni). Artificial intelligence and filmmaking: Threats and features. Raindance. https://raindance.org/artificial-intelligence-and-filmmaking-threats-and-features/

Mastrangelo, L. (2024, 11. November). The impact of AI on the film industry. DLA Piper. https://www.dlapiper.com/en/insights/blogs/mse-today/2024/the-impact-of-ai-on-the-film-industry

Mello-Klein, C. (2024, 15. Oktober). Is AI going to destroy movies or is the panic overblown? A film historian says these fears are not new. Northeastern Global News. https://news.northeastern.edu/2024/10/15/ai-in-hollywood-impact/

Davenport, T. H., & Bean, R. (2023, 19. Juni). The impact of generative AI on Hollywood and entertainment. MIT Sloan Management Review. https://sloanreview.mit.edu/article/the-impact-of-generative-ai-on-hollywood-and-entertainment/

Dieser Text wurde von ChatGPT korrigiert. Alle Inhalte wurden von mir selbst auf Richtigkeit und Relevanz überprüft und der Text selbst wurde von mir erstellt. Das Literaturverzeichnis wurde ebenfalls von ChatGPT erstellt. 

Critical Analysis and Evaluation of the Master’s Thesis “An Anxious Artist’s Guide to Magic” by Mot Tuman

Mot Tuman’s MFA thesis in Illustration is a reflective companion text to the graphic novel An Artist at the End of the World. It explores why the author tells stories and how illustration can work as a kind of “magic” for people living with anxiety. The thesis opens with the author’s own history. Anxiety and creative block led to a recurring dream of a windowless room with endless walls, which made her realize how much avoidance was holding her back. She then traces her search for “magic” in art. As a teenager she believed it lay in technical craft and the flow state, a concept from Csikszentmihalyi. Over time she came to see story, intention and emotional impact as just as important. Theoretically, she draws on Aristotle’s catharsis, Tolkien’s idea of fairy stories, and Ursula K. Le Guin’s claim that fantasy speaks to the unconscious through symbol and archetype. She links this to Image Rehearsal Therapy, in which people rewrite recurring nightmares with positive endings. Humor, inspired by Taika Waititi, is meant to make difficult themes easier to approach. The graphic novel follows Ash, an anxious art student whose dreams turn apocalyptic after an attempted attack. Archetypal figures represent her psyche: the Business Man (fear of the future), Harpy (her childhood self and fear of the past) and a “text monster” made of anxious words. Ash eventually regains control by rewriting her dreams through drawing.

Evaluation Master’s Thesis

It doesn’t seem to be a master’s thesis that has the same rules as ours do. They use “I” and “me” the whole time, it revolves only around their work, and their thoughts on it. The design is outstanding, with very pretty artworks throughout it. The idea of depicting anxiety as a figure made of text is convincing. The author reflects on the ethical side of this decision, since the monster is based on a real male attacker. The idea of “illustration as magic” and the combination of anxiety research, fantasy theory and comics are original. Topic, practical work and argument clearly grow out of the author’s own experience. The structure follows a personal narrative logic rather than a scientific one. There is no table of contents, no research question and no methods chapter. The sequence of chapters is easy to follow, but the link between theory and practical work is often established only in retrospect. The text is lively, authentic and easy to read. For an academic audience, it lacks precision, for example in separating the perspective of a person affected from expert knowledge. The tone is at times very personal, which weakens the scholarly character. The reference list has 17 entries, including primary sources such as Tolkien, Le Guin and Aristotle, but also dictionary entries, YouTube videos. Current academic literature on anxiety disorders, nightmares or comics studies is largely absent.

Evaluation Werkstück

I could not find the finished work, even after contacting the artist, to no avail. I could only find a few pages posted here: https://publications.risd.edu/grad-show-2026/mot-tuman and https://www.mottuman.com/character-design.

From what I could gather, the finished work is a comic about Ashley, an perpetually anxious college student. While many fantasize about the wondrous powers that come from the ability to lucid dream, Ash has learned first hand that lucid dreaming doesn’t stop the worries of the day from following you into the night. After a traumatic event causes Ash to lose all ability to control her conscious dreams, she begins to have a series of fantastical dreams about faceless attackers and the end of the world. This graphic novel follows Ash’s journey as she struggles with her waking dream to be an animator, and her night-time dream to stop the end of the world.

There is no explicit research question. The connection is nevertheless established through the characters. The archetypes (Business Man, Harpy) and the plot structure put Le Guin’s thesis on symbols into practice.

As an artistic position, the work is strong. As a scholarly companion text by CMSI standards, it is rather weak, because methodology, evaluation and systematic documentation are missing. With a finished practical work and user feedback it would be much more convincing.

Benefits for your own thesis

To be honest…None. It is very pretty and I could look into some of the archetypes, but other than that it doesn’t have any connection to my thesis. Reason for that, is that I was barely ably to find a thesis from another uni with a Werkstück.

Conclusion

Overall, the thesis is an artistically strong and very personal thesis, but it only partly meets the requirements of a scientific thesis by our standards. Its strengths are the outstanding design, the original idea of depicting anxiety as a figure made of text, and the author’s honest, reflective voice. Its weaknesses are the missing research question and methodology, the narrow and partly informal literature base, and the lack of evaluation. The practical work is also not fully accessible, which makes it hard to judge whether theory and practice really come together. I would rate it high for design quality and independence, but lower for structure, literature and documentation. With a finished work, user feedback and a clearer academic framework, it could be a much stronger thesis. I would give it, all things considering, a 4.

Master’s Thesis:

https://digitalcommons.risd.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=2619&context=masterstheses

Das Mysterium “BookTok”

Laut dem DWDS, dem digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, ist BookTok “das Genre bzw. Format auf der Plattform TikTok, bei dem Nutzer per Video Bücher besprechen und anderen Nutzern empfehlen”. Das Wort definiert sich durch seine Wortkreuzung aus dem englischen Wort für Buch und der Kurzform der Social Media Plattform “TikTok” eigentlich selbst. Über die letzten Jahre ist BookTok immer prominenter geworden und hat mittlerweile den Literaturmarkt vor allem in gewissen Genres revolutiioniert. 

Was ist BookTok? 

 “BookTok made me buy it” 

Social Media lebt von kurzen Videos – das ist klar. Auch gekaufte Produkte, wie eben beispielsweise Bücher, in diesen Videos zu bewerten, empfehlen und teilen ist nichts Neues und gibt es schon länger. 

BookTok war Anfangs nur ein Hashtag, unter dem Buch-Bewertungen gesammelt wurden. Mittlerweile ist es eine gesamte, riesige Community geworden. Dazu zählen nicht nur Leser:innen, sondern auch Autor:innen und Content Creators sowie Verläge (oder aber auch durch Buchverfilmungen Schauspieler:innen und die Filmbranche). Einige Influencer haben ihre Karriere erst durch TikTok gestartet und verdienen ihren Lebensunterhalt mit dem Reden über Bücher. 

Performed ein Buch gut in der BookTok-Community sind die Kauf- bzw. Erfolgschancen dieses stark gestiegen. Einige Autor:innen haben Social Media Plattformen und BookTok spezifisch dafür verwendet, ihr Buch zu promoten und so gegebenenfalls Verlagsdeals zu bekommen. 

Für jedes geschriebene Genre gibt es auf BookTok Creator, Influencer und eine Community. Allerdings gibt es einige Genres, die besser performen als andere. Die beliebtesten sind “Young adult fiction” und “Romantasy”. Dabei geht es auch oft nicht um die neuesten Bücher. Das beste Beispiel dafür ist “Wuthering Heights” von Emily Bronte, dass – nach der Buchverfilmung und dem Kinostart – wieder in den Trend kam. Dieses Beispiel zeigt auch, wie groß die Verbindung zwischen BookTok und der Filmindustrie ist. 

Die Geschichte von BookTok 

Niemand weiß genau, wer BookTok erfunden bzw. den Trend oder die Community gestartet hat. Seit 2019 gibt es Videos unter dem Hashtag. Vor allem während der Corona Lockdowns 2020 und 2021 stieg die Beliebtheit und die Zahl der Videos zu diesem Thema extrem an. 

Es gibt zwei Creator auf TikTok, die die Anfänge von BookTok prägten. Einer davon ist Cait Jacobs (@caitsbooks auf TikTok), die sich selbst als “accidental founder of booktok” beschrieben hat. Was für sie 2020 mit einem viralen Video startete, ist nun zu einem wahr gewordenen Traum gewachsen: Jacobs ist nun Autorin bei einem Verlag.

Unter dem Hashtag #BookTok sind auf TikTok 74 Millionen Posts zu finden (Stand März 2026). Auf Instagram ist diese Zahl sogar noch größer: Hier findet man unter dem #BookTok elf Millionen Posts und unter dem zweiten Hashtag #bookstagram bereits 124 Millionen Posts. 

Dabei gibt es BookTok in einer ähnlichen Form schon viel länger. Auf YouTube gibt es seit 2010 Videos, die sich nur mit den Bewertungen von Büchern beschäftigen. 

Wieso funktioniert BookTok so gut? 

Natürlich spielt der Algorithmus auf Social Media eine große Rolle und entscheidet viel darüber, was User:innen zu sehen bekommen. Allerdings spielt bei BookTok noch etwas anderes eine große Rolle: Storytelling. Bücher haben schon geschriebene, in Stein gemeißelte Stories. Geschichte machen viele Dinge mit Menschen und vor allem eines: Sie lasse sie alle Arten an Emotionen fühlen. Berührt das Ende eines Buchs ein:e Leser:in, ist es menschlich, diese Gefühle mit anderen zu teilen und darüber zu reden. Wurde dieses Buch bereits von mehreren Personen gelesen, ist es noch einfacher, darüber zu reden. So nimmt BookTok schnell seinen Lauf. 

Bereits 2021 war klar, dass BookTok den Büchermarkt revolutioniert hat. Auf der Bestseller Liste 2021 waren viele Bücher, die nicht neu erschienen sind. Normalerweise waren die Verkaufszahlen von Büchern direkt nach der Veröffentlichung am höchsten und nahmen danach mit der Zeit wieder ab. Verlage gingen der Sache 2021 auf die Spur und kamen zu dem Schluss, dass BookTok eine entscheidende Rolle bei den Verkaufszahlen von Büchern spielt. Das Verlagshaus “Bloomsbury” gab an nach dem Aufkommen von BookTok 220% mehr Profits zu haben als zuvor. Durch einen anfänglichen TikTok-Trend müssen Verlagshäuser und Marketingfirmen nun ihre Strategien überdenken. 

BookTok und Film 

Immer mehr Bücher, die beliebt auf BookTok sind wurden zu Filmen oder werden in (naher) Zukunft verfilmt. Einige Beispiele dafür sind: 

  • The Summer I turned pretty 
  • Off-Campus 
  • Heartstopper 
  • Fourth Wing 
  • The Love Hypothesis 
  • Maxton Hall 
  • Heated Rivalry 
  • Icebreaker 

und noch viele mehr. Allerdings sind Buchverfilmungen kein neues Konzept; es gibt diese schon seit vielen Jahren. Auch Fans haben schon lange eine große Rolle dabei gespielt, welche Bücher verfilmt werden. Beispiele dafür sind Twilight, Harry Potter oder The Hunger Games. Allerdings gibt es durch TikTok eine ganz neue Strategie, die Produktionen und Verlage verfolgen können. Bewertungen haben nun Zahlen und Gesichter. Social Media Videos lassen sich durch Views, Likes, Kommentare und Shares auswerten, belegen und analysieren. Durch BookTok können Filmproduktionen außerdem auf ganze Buchreihen zugreifen, die auf Social Media als erfolgreich gelten. 

Gleichzeitig gibt es auch negative Seiten von BookTok für die Filmbranche: Mitglieder der Community und Leser:innen haben viele Meinungen zu ihren Lieblingscharakteren. Vor allem Castings werden oft kritisiert oder unter einen großen Scheinwerfer gestellt. 

Quellen: 

BBC Bitesize. (März 2026). What is BookTok and how did it start? https://www.bbc.co.uk/bitesize/articles/z9cgnk7

Deutsches Textarchiv & Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache. (22.10.2026). BookTok. DWDS. https://www.dwds.de/wb/Booktok

Raissa Sapardan. (2026, 18. Juni). From BookTok to the big screen: How readers have influenced Hollywood. Nyota Magazine. https://nyotamagazine.com/2026/06/18/from-booktok-to-the-big-screen-how-readers-have-influenced-hollywood/

Wiederhold, B. K. (2022). BookTok made me do it: The evolution of reading. Cyberpsychology, Behavior, and Social Networking, 25(3), 157–158. https://doi.org/10.1089/cyber.2022.29240.editorial

Das Literaturverzeichnis wurde mit der Hilfe von ChatGPT erstellt und von mir auf Richtigkeit geprüft.

Vom Buch zum Film: Eine Einführung 

„Adapting is a bit like redecorating” – Alfred Uhry 

Eine Verbindung zwischen Literatur und Film gibt es schon lange. Die allerersten Buchverfilmungen kamen bereits mit dem Aufkommen der Filmkamera in den 1890er Jahren. Das Verhältnis der beiden Medien ist intensiv diskutiert und stellt ein wichtiges Them der modernen Medienwissenschaften dar. 

Die Geschichte der Buchverfilmungen 

Das erste Buch wurde bereits 1895 verfilmt und handelte von dem Bestseller „Trilby“. Allerdings dauerte dieser „Film“ nur 45 Sekunden und das Filmmaterial ist über die Jahre verloren gegangen. 

Als erste bekannte Buchverfilmung gilt der 1899 von Georges Méliès veröffentlichte Stummfilm von Cinderella (bzw. Aschenputtel). Dieser basierte auf dem Märchen der Brüder Grimm. Noch im selben Jahr veröffentlichte Méliès bereits eine zweite Adaption: King John, was die erste bekannte Verfilmung eines Shakespear Werkes ist. Méliès verfilmte noch einige weitere bekannte Literaturwerke.

1936 erschien „Gone with the Wind“ nach dem gleichnamigen Buch von Margaret Mitchell. Diese Adaption hielt sich sehr trau an das literarische Werk. Mit über 1000 Seiten war dies jedoch ein ziemlich langes Buch, weshalb der Film fast vier Stunden lang geworden ist. Trotzdem ist „Gone with the Wind“ seiner Zeit weit voraus: Nicht nur durch die detailgetreue Adaption, sondern auch durch glamouröse Kostüme, Setdesign und Schauspieler:innen. 

Buchverfilmungen gibt es also schon lange. Aber auch heute noch werden vor hunderten Jahren geschriebene Bücher noch modern adaptiert. Ein Beispiel dafür ist einer der bekanntesten Romane der Welt: „Pride and Predjudice“ von Jane Austen. Das Buch ist klassische, englische Literatur, der Beginn der „Enemies-to-lovers-Trope“ und wurde bereits 1813 veröffentlicht. 1940 gab es davon die erste Verfilmung, damals noch in schwarz-weiß. 1980 brachte BBC eine Miniserie des Romans heraus; 15 Jahre später passierte dasselbe im britischen Fernsehen. Joe Wright verfilmte „Pride and Predjudice“ 2005 als Kinofilm und derzeit plant Netflix eine weitere Adaption des Romans. 

Ein weiteres Beispiel dafür sind die mehrfachen Verfilmungen des gleichnamigen, klassischen Romans „Little Women“. Zu den besten Verfilmungen von Büchern jemals zählen Harry Potter oder Fight Club.

Buchverfilmungen heute 

Auch wenn der Start der Verfilmung von Büchern schon viele Jahre zurückliegt, ist der Beliebtheitsgrad noch mehr gestiegen. In den vergangenen Jahren und auch in der nahen Zukunft soll es noch viele weitere Adaptionen geben.

Einige bekannte und beliebte Verfilmungen aus 2025 bzw. 2026 sind: 

  1. Project Hail Mary: Das gleichnamige Buch (bzw. auf Deutsch „der Astronaut“) wurde von Andy Weir geschrieben und 2021 veröffentlicht. Der Autor brachte bereits im Jahr 2014 ein Buch heraus, das verfilmt wurde: der Marsianer. Der Marsianer war mit zwei Golden Globes und sieben Oscar-Nominierungen ein voller Erfolg. Project Hail Mary kam 2026 in die Kinos und gewann bis jetzt bereits mehrere Auszeichnungen. Außer der langen Dauer von zwei Stunden und 36 Minuten war auch diese Buchverfilmung ein voller Erfolg. 
  2. Off-Campus: Die ebenfalls gleichnamige Buchreihe besteht aus fünf Büchern, die von der Autorin Elle Kennedy verfasst wurden. In der Buchreihe geht es um fünf Eishockeyspieler an einem amerikanischen College, die zwischen den viele Seiten ihre wahre Liebe suchen (und, Achtung Spoiler, finden). Auch wenn diese Serien den Büchern nicht 100%ig entspricht, war auch sie ein voller Erfolg. Das Publikum ging weit über die Leserschaft hinaus. 
  3. Maxton Hall: Maxton Hall basiert auf der „Save me“ Reihe von Mona Kasten und entspringt tatsächlich deutscher Natur. Trotzdem ist die Amazon Prime Serie ein internationaler Erfolg geworden. Tatsächlich gilt die Serie als die weltweit meistgestreamte internationale Original-Serie aller Zeiten auf Amazon Prime. Außerdem erreichte die Verfilmung in über 120 Ländern bzw. Regionen den ersten Platz der Charts. 
  4. The Love Hypothesis: The Love Hypothesis von Ali Hazelwood ist erst im September 2026 als Film veröffentlicht worden und damit ziemlich aktuell. Die Verfilmung ist ebenfalls auf Amazon Prime zu finden. Auch dieser Film war ein Erfolg, auch wenn die Kritiken als negativen Punkt anführen, dass wichtige Punkte des Buches bzw. der Storyline bei der Verfilmung weggelassen wurden. 
  5. IT: It bzw. „Es“ von Stephen King wurde bereits 1986 als Buch veröffentlicht. Es gibt bereits mehrere Verfilmungen des Buches: Die erste wurde bereits 1990 veröffentlicht. 2017 bzw. 2019 gab es dann den bekannten Kino-Zweiteiler und seit 2015 auch eine Prequel-Serie. Auch diese Verfilmungen gelten weitestgehend als erfolgreich. 

Zusammenfassung und Ausblick 

Im vorherigen Kapitel wurden nur einige wenige neue(re) Verfilmungen bzw. Serien-Adaptionen von Büchern genannt und kurz beschrieben. Allerdings gibt es unzählige weitere Beispiele: sowohl positive als auch negative. Vor allem bei den romantischen Verfilmungen von Büchern gibt es noch einen wichtigen Faktor, der eine große Rolle spielt: Booktok. Dies wird im nächsten Blogpost weiter erläutert und beschrieben. 

Quellen:

IMDb. (06.06.2024). „Maxton Hall“ ist erfolgreichste internationale Prime-Video-Original-Serie ever. https://www.imdb.com/de/news/ni64622113/

IMDb. (o. D.). Es.https://www.imdb.com/de/title/tt1396484/

IMDb. (o. D.). The Love Hypothesis. https://www.imdb.com/title/tt22526100/

IMDb. (o. D.). Der Marsianer: Rettet Mark Watney. Auszeichnungen. https://www.imdb.com/de/title/tt3659388/awards/

Kermode, M. (2017, 10. September). It review – enthusiastic, cine-literate retelling of Stephen King’s horror novel. The Guardian. https://www.theguardian.com/film/2017/sep/10/it-review-enthusiastic-cine-literate-stephen-king-adaptation

MotaWord. (2022, 18. August). Transformations of books all around the world: Film adaptations. https://www.motaword.com/de/blog/transformations-of-books-all-around-the-world-film-adaptations

Variety. (2026). Off campus review: Prime Video. https://variety.com/2026/tv/reviews/off-campus-review-prime-video-1236741630/