#10 – Reflexion und Fazit

Insgesamt habe ich meine Ziele weitgehend erreicht: Ich wollte Color Grading nicht nur theoretisch verstehen, sondern praktisch an einem eigenen Video lernen, und genau das ist mir gelungen. Besonders wichtig war für mich dabei, dass ich am Ende nicht nur ein fertiges Video habe, sondern auch deutlich besser nachvollziehen kann, was die einzelnen Einstellungen im Bild bewirken.

Was ich gelernt habe

Am meisten gelernt habe ich darüber, wie stark einzelne Einstellungen die Wirkung einer Videodatei verändern können. Vor allem Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Farbstimmung sind für mich jetzt viel greifbarer als vorher. Ich verstehe jetzt besser, dass kleine Änderungen große Auswirkungen haben können und dass man beim Grading sehr bewusst arbeiten muss.

Ein besonders wichtiger Lernschritt war für mich auch die Waveform. Am Anfang war sie für mich eher verwirrend, aber inzwischen verstehe ich viel besser, wie ich sie lesen und für meine Korrekturen nutzen kann. Dadurch arbeite ich nicht mehr nur nach Gefühl, sondern kann meine Entscheidungen viel genauer kontrollieren.

Zusätzliche Fähigkeiten

Neben dem eigentlichen Color Grading habe ich auch organisatorisch und technisch dazugelernt. Ich bin sicherer im Umgang mit Schnitt und Vorbereitung geworden und weiß jetzt besser, wie wichtig ein sauberer Workflow ist. Auch das genaue Beobachten von Bildwirkung, Licht und Farbzusammenhang ist für mich viel stärker geworden.

Außerdem habe ich gelernt, geduldiger mit einem Projekt umzugehen. Gerade am Anfang wollte ich zu viel auf einmal ausprobieren, was zwar interessant war, aber auch viel Zeit gekostet hat. Durch diese Erfahrung habe ich verstanden, dass kreative Arbeit nicht nur aus Experimenten besteht, sondern auch aus klaren Entscheidungen.

Was ich heute anders machen würde

Wenn ich das Projekt heute noch einmal beginnen würde, würde ich mir früher einen klaren Plan machen und dann auch konsequent dabei bleiben. Genau dieses viele Hin und Her hat mich am meisten Zeit gekostet. Ich habe zwar dadurch viel ausprobiert, aber ich habe auch gemerkt, dass zu viele Richtungswechsel den Arbeitsprozess unnötig erschweren.

Heute würde ich also früher entscheiden, welche Story ich erzählen will, welchen Look ich anstrebe und wie ich das Projekt technisch umsetzen möchte. Dann würde ich diesen Plan auch durchziehen, statt immer wieder neu anzufangen. Das würde mir wahrscheinlich mehr Ruhe geben und das Ergebnis noch klarer machen.

Nächste Schritte

Als Nächstes möchte ich mich noch tiefer mit Color Grading beschäftigen. Besonders spannend finde ich für mich die Idee, eigene Color Themes oder bewusstere Looks zu entwickeln. Ich möchte lernen, wie man bestimmte Stimmungen gezielter aufbaut und nicht nur technisch korrekt arbeitet, sondern auch stilistisch sicherer wird.

Außerdem möchte ich mich insgesamt mehr trauen. Durch dieses Projekt habe ich gemerkt, dass Color Grading nicht nur aus Regeln besteht, sondern auch viel mit persönlichem Geschmack und kreativen Entscheidungen zu tun hat. Genau da möchte ich weiterkommen: mutiger werden, mehr ausprobieren und gleichzeitig ein besseres Gefühl für Wirkung entwickeln.

Persönliches Fazit

Für mich war dieses Semesterprojekt sehr wertvoll, weil ich nicht nur ein Thema bearbeitet, sondern wirklich etwas gelernt habe, das ich in zukünftigen Projekten weiterverwenden kann. Ich sehe jetzt Farben, Bildwirkung und technische Zusammenhänge viel bewusster. Vor allem habe ich verstanden, dass gutes Color Grading aus Geduld, Beobachtung und klaren Entscheidungen besteht.

Auch wenn am Anfang vieles chaotisch war, war dieser Prozess für mich wichtig. Ich habe Fehler gemacht, Zeit verloren und viel ausprobiert, aber genau daraus habe ich am meisten gelernt. Am Ende nehme ich vor allem mit, dass ich mich im Bereich Color Grading deutlich weiterentwickelt habe und dass ich jetzt eine viel bessere Grundlage habe, um weiterzumachen.

#9 – Das fertige Video

Nachdem ich das Video fertiggestellt hatte, war für mich besonders spannend zu sehen, wie sich die gesamte Arbeit vom ersten Konzept bis zum finalen Ergebnis zusammenfügt. Das fertige Video ist ein einfacher Vlog geworden, der meinen Morgen und meinen Weg in die FH zeigt. Genau diese Schlichtheit war für mein Projekt wichtig, weil ich nicht nur ein Video machen wollte, sondern vor allem das Color Grading an einem alltagstauglichen Material lernen und ausprobieren wollte. Der fertige Look unterstützt diese Idee gut, weil das Video ruhig, persönlich und unaufgeregt wirkt.

Vorstellung des fertigen Videos

Mein fertiges Video zeigt keine große Geschichte im klassischen Sinn, sondern begleitet mich durch einen normalen Ausschnitt aus dem Alltag. Es beginnt mit morgendlichen Szenen und führt dann weiter auf den Weg in die FH. Gerade weil das Video nicht überladen ist, wirkt es nahbar und authentisch. Für mich war das ein guter Rahmen, weil ich mich dadurch stärker auf Bildwirkung, Farbgestaltung und Stimmung konzentrieren konnte.

Ich habe mich bewusst für diese einfache Form entschieden, weil ein Vlog Raum für Beobachtung lässt. Die Kamera begleitet den Alltag, statt ihn komplett neu zu erfinden. Dadurch entsteht eine ruhige Atmosphäre, die gut zu meinem Semesterprojekt passt. Das Video soll nicht spektakulär sein, sondern ehrlich und visuell stimmig.

Analyse des Color Gradings

Beim Color Grading habe ich versucht, einen natürlichen und eher zurückhaltenden Look zu entwickeln. Das Bild wirkt nicht extrem bearbeitet, sondern eher sauber, ausgeglichen und leicht filmisch. Genau das war mein Ziel, weil ein zu starker Look bei einem Alltags-Vlog schnell unpassend wirken kann. Stattdessen wollte ich die vorhandene Stimmung leicht betonen, ohne sie künstlich zu verändern.

Besonders wichtig war mir, dass das Bild nicht zu bunt oder zu hart wirkt. Die Farben bleiben insgesamt ruhig und angenehm, während Kontrast und Helligkeit dem Bild mehr Klarheit geben. Dadurch wirkt die Szene nicht flach, aber auch nicht überstilisiert. Ich finde, dass gerade diese Zurückhaltung dem Video gut tut, weil sie den dokumentarischen Charakter des Materials unterstützt.

Auch die Lichtstimmung spielt eine große Rolle. Die Aufnahme wirkt durch das Grading bewusst klar und kontrolliert. Helle Bildbereiche sind sichtbar, aber nicht überstrahlt, und dunklere Bereiche behalten ihre Form. Das sorgt dafür, dass das Bild trotz seiner Einfachheit professioneller wirkt. Für mich war genau das ein wichtiges Ziel: ein Look, der nicht auffällt, weil er extrem ist, sondern weil er gut zum Inhalt passt.

Vorher-Nachher-Vergleich

Der Unterschied zwischen dem Rohmaterial und dem fertigen Bild liegt vor allem in der technischen und visuellen Ordnung. Vor dem Grading wirkt Material oft unruhiger, flacher oder weniger zusammenhängend. Nach der Bearbeitung entsteht ein Bild, das klarer und bewusster gestaltet ist. Besonders bei einer Szene wie dieser sieht man, wie wichtig Helligkeit, Kontrast und Farbabstimmung für die Gesamtwirkung sind.

Der Vorher-Nachher-Vergleich zeigt für mich vor allem, dass Color Grading nicht nur „schöner machen“ bedeutet. Es geht darum, aus vorhandenem Material eine stimmige Bildwelt zu formen. Schon kleine Änderungen können viel ausmachen, wenn sie gezielt eingesetzt werden. In meinem Video sorgt das Grading dafür, dass die Szene ruhiger und kontrollierter wirkt, ohne dabei ihre Alltagstauglichkeit zu verlieren.

Was besonders gut gelungen ist

Besonders gut gelungen ist meiner Meinung nach die Balance zwischen Natürlichkeit und Gestaltung. Das Video sieht immer noch aus wie ein echter Alltag, aber es wirkt trotzdem bewusst bearbeitet. Genau diese Mitte war für mich wichtig, weil ich keinen übertriebenen Filmlook wollte. Das Endergebnis passt dadurch gut zu meinem Konzept eines einfachen Vlogs.

Auch die Bildkomposition trägt viel zur Wirkung bei. Die Person im Vordergrund, das Gebäude im Hintergrund und das klare Stadtbild ergeben eine ruhige, gut lesbare Szene. Dadurch entsteht ein Bild, das visuell ordentlich wirkt und gleichzeitig genug Raum für Stimmung lässt. Das Color Grading unterstützt diese Struktur, statt sie zu überdecken.

Was noch verbessert werden könnte

Trotzdem sehe ich im fertigen Video auch noch Dinge, die ich beim nächsten Mal verbessern würde. Ein Punkt wäre die noch genauere farbliche Angleichung zwischen den einzelnen Szenen. Gerade wenn man an verschiedenen Orten oder zu unterschiedlichen Lichtzeiten dreht, können kleine Unterschiede im Bild stärker auffallen. Mit noch mehr Feinarbeit könnte das Video insgesamt noch homogener wirken.

Außerdem würde ich beim nächsten Projekt vielleicht gezielter mit einzelnen Farbnuancen experimentieren, ohne den natürlichen Stil zu verlieren. Für dieses Video war die einfache Gestaltung richtig, weil sie zum Inhalt passt. Trotzdem habe ich beim Arbeiten gemerkt, dass im Bereich Color Grading immer noch mehr Tiefe möglich wäre, wenn man einzelne Details noch bewusster ausarbeitet. Das ist für mich aber kein Nachteil, sondern eher ein Hinweis darauf, wie viel man in diesem Bereich noch lernen kann.

Was ich aus dem Ergebnis mitnehme

Das fertige Video zeigt für mich sehr gut, wie wichtig es ist, dass Inhalt und Farbe zusammenpassen. Ein Vlog braucht keinen aufwendigen Look, sondern eine klare und stimmige Gestaltung. Genau das habe ich bei diesem Projekt gelernt. Das Grading soll den Inhalt nicht überdecken, sondern ihn unterstützen.

Für mich ist dieses Ergebnis deshalb ein wichtiger Schritt im Lernprozess. Ich habe gesehen, dass selbst ein schlichtes Video durch gezieltes Grading an Wirkung gewinnen kann. Gleichzeitig habe ich verstanden, dass es nicht darum geht, ein Bild maximal zu verändern, sondern es passend zu gestalten. Das fertige Video ist damit für mich nicht nur ein Abschluss eines Arbeitsschritts, sondern auch ein sichtbarer Lernfortschritt.

#8 – Probleme, Fehler und Lernprozess

Am Anfang meines Color-Grading-Projekts habe ich sehr viel ausprobiert, und genau das hat auch zu vielen Fehlern geführt. Ich habe mir von unterschiedlichen Tutorials ganz verschiedene Techniken abgeschaut, ohne zuerst zu prüfen, ob sie überhaupt zusammenpassen. Dadurch sahen manche Ergebnisse uneinheitlich aus oder ergaben farblich einfach keinen klaren Sinn.

Welche Fehler mir passiert sind

Der größte Fehler war für mich, zu viele unterschiedliche Vorgehensweisen gleichzeitig zu testen. Viele Tutorials arbeiten nämlich mit einer eigenen Logik, einer bestimmten Reihenfolge oder einem ganz eigenen Stil. Wenn man diese Methoden einfach mischt, ohne sie zu verstehen, kann das Bild schnell unruhig oder überladen wirken.

Ich habe dadurch gemerkt, dass Color Grading nicht nur aus einzelnen Effekten besteht. Es braucht ein klares Grundverständnis, damit die Bearbeitung zusammenhängend wirkt. Am Anfang habe ich oft eher nach Gefühl gearbeitet, statt systematisch vorzugehen.

Was nicht funktioniert hat

Nicht alles, was ich ausprobiert habe, hat am Ende gut funktioniert. Manche Looks waren zu stark, andere zu schwach, und manchmal passten die Farben einfach nicht zum Inhalt des Videos. Vor allem bei meinem Vlog war das wichtig, weil ein zu intensives Grading schnell künstlich wirkt.

Auch das ständige Wechseln zwischen verschiedenen Methoden hat nicht geholfen. Ich habe dabei gemerkt, dass man sich leicht verzetteln kann, wenn man zu viele Tutorials gleichzeitig nachmacht. Deshalb musste ich lernen, zuerst eine Richtung festzulegen und dann dabei zu bleiben.

Welche Tutorials mir geholfen haben

Besonders hilfreich waren für mich die Tutorials von Cullen Kelly auf YouTube. Seine Erklärungen haben mir geholfen, Farben und Bildanpassungen besser zu verstehen und nicht nur blind Einstellungen zu verändern. Ich fand gut, dass seine Herangehensweise ruhig, klar und technisch nachvollziehbar ist.

Auch manche Instagram-Beiträge von @marcoherbst.work waren für mich sehr hilfreich. Dort habe ich oft kurze, visuelle Beispiele gesehen, die mir gezeigt haben, wie bestimmte Farbentscheidungen wirken können. Gerade solche kurzen Inspirationen waren nützlich, weil ich dadurch schneller verstanden habe, wie ein Look insgesamt aufgebaut ist.

Wie sich meine Fähigkeiten verbessert haben

Mit der Zeit bin ich sicherer geworden. Am Anfang habe ich noch vieles ausprobiert, ohne wirklich zu wissen, warum ich etwas verändere. Später habe ich besser verstanden, dass jede Farbentscheidung eine bestimmte Wirkung hat. Dadurch bin ich bewusster mit Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Farbstimmung umgegangen.

Ich habe auch gelernt, geduldiger zu arbeiten. Statt sofort ein perfektes Ergebnis zu erwarten, habe ich begonnen, Schritt für Schritt vorzugehen. Das hat mir geholfen, meine Änderungen besser zu kontrollieren und Fehler schneller zu erkennen.

Vergleich der ersten und letzten Versuche

Wenn ich meine ersten Versuche mit den letzten vergleiche, sehe ich einen großen Unterschied. Die ersten Versionen wirkten oft unruhig, weil ich zu viele Dinge gleichzeitig verändern wollte. Die letzten Versuche waren dagegen viel ruhiger, klarer und stimmiger.

Vor allem habe ich gelernt, wann ich ein Bild besser nicht weiter überarbeite. Am Anfang dachte ich oft, mehr Veränderung würde automatisch zu einem besseren Ergebnis führen. Inzwischen weiß ich, dass Zurückhaltung oft sinnvoller ist, besonders bei einem einfachen Alltags-Vlog.

Was ich über Farben gelernt habe

Durch das Projekt habe ich gelernt, dass Farben nicht nur schön aussehen sollen, sondern eine Wirkung erzeugen. Sie beeinflussen, wie ruhig, warm, kalt, freundlich oder distanziert ein Bild wirkt. Selbst kleine Anpassungen können deshalb einen großen Unterschied machen.

Ich habe auch verstanden, dass Farben immer im Zusammenhang mit dem Inhalt gesehen werden müssen. Ein Look, der für einen Musikclip gut funktioniert, passt nicht automatisch zu einem Vlog. Genau diese Verbindung zwischen Bild, Stimmung und Inhalt war für mich eine der wichtigsten Erkenntnisse.

Was ich aus dem Prozess mitnehme

Der Lernprozess war für mich wichtig, weil ich nicht nur technische Fähigkeiten aufgebaut habe, sondern auch gelernt habe, Fehler als Teil des Arbeitens zu sehen. Gerade weil am Anfang vieles nicht funktioniert hat, habe ich am Ende besser verstanden, wie Color Grading wirklich funktioniert. Die Mischung aus Ausprobieren, Vergleichen und Korrigieren hat mir gezeigt, dass man mit jedem Versuch dazulernt.

Am meisten hat mir geholfen, dass ich mit der Zeit einen klareren Blick für Farben entwickelt habe. Ich sehe jetzt besser, wann ein Bild harmonisch wirkt und wann es noch Korrekturen braucht. Genau das war für mich der wichtigste Fortschritt in diesem Projekt.

#7 – Color Grading – Den Look entwickeln

Nachdem die technischen Korrekturen abgeschlossen waren, begann für mich der kreativere Teil: das eigentliche Color Grading. Dabei ging es nicht mehr nur darum, das Bild „richtig“ aussehen zu lassen, sondern darum, einen Look zu entwickeln, der zum Inhalt meines Videos passt. Da mein Projekt ein einfacher Alltags-Vlog ist, habe ich mich bewusst für einen eher zurückhaltenden Stil entschieden.

Entwicklung eines eigenen Looks

Bei der Entwicklung des Looks war mir wichtig, dass das Video nicht künstlich oder überladen wirkt. Ich wollte keinen starken Kinolook oder extreme Farbverfremdung, sondern einen ruhigen, natürlichen Stil. Das passte für mich besser zu einem Vlog, der einen normalen Morgen und den Weg in die FH zeigt.

Deshalb habe ich den Look eher schlicht aufgebaut. Mir ging es darum, dass das Bild angenehm aussieht und trotzdem eine klare Stimmung hat. Ich wollte die Realität nicht komplett verändern, sondern sie nur etwas bewusster gestalten.

Farbtheorie

Auch wenn ich meinen Look einfach gehalten habe, spielte die Farbtheorie trotzdem eine Rolle. Farben beeinflussen die Wirkung eines Videos stark, selbst wenn man nur kleine Anpassungen vornimmt. Schon minimale Veränderungen bei Farbton, Sättigung oder Kontrast können den Eindruck eines Bildes verändern.

Für mich war dabei wichtig zu verstehen, dass Farben nicht nur dekorativ sind. Sie lenken auch die Aufmerksamkeit und erzeugen eine bestimmte Atmosphäre. Deshalb habe ich mich nicht nur gefragt, welche Farben schön aussehen, sondern welche Farben zu meinem Video passen.

Warme und kalte Farben

Besonders interessant fand ich den Unterschied zwischen warmen und kalten Farben. Warme Farben wirken oft freundlicher, weicher und näher, während kalte Farben eher ruhig, sachlich oder distanziert wirken können. Für meinen Vlog wollte ich keinen extrem kalten oder extrem warmen Look, sondern etwas dazwischen.

Ich habe mich also eher für eine natürliche Balance entschieden. Das Video sollte alltagstauglich und ehrlich wirken, nicht zu künstlich oder dramatisch. Gerade bei einem persönlichen Vlog finde ich es passender, wenn die Farben den Moment unterstützen, statt ihn zu stark zu verändern.

Farbkontraste

Auch Farbkontraste spielen eine wichtige Rolle beim Grading. Sie helfen dabei, bestimmte Bildbereiche stärker hervorzuheben und das Bild interessanter zu machen. Trotzdem wollte ich diese Kontraste bei meinem Projekt nicht zu stark einsetzen.

Mein Fokus lag mehr auf einer ruhigen Gesamtwirkung als auf auffälligen Gegensätzen. Das bedeutet nicht, dass ich keine Kontraste benutzt habe, sondern dass ich sie eher dezent eingesetzt habe. So bleibt das Bild natürlich, aber trotzdem nicht langweilig.

Einsatz von LUTs

LUTs können beim Color Grading sehr hilfreich sein, weil sie schnell einen bestimmten Stil erzeugen oder als Ausgangspunkt dienen können. Für mein Projekt habe ich sie aber nicht als Hauptmittel verwendet, sondern eher als Orientierung oder Vergleich. Da ich meinen Look bewusst einfach halten wollte, war mir wichtig, dass das Ergebnis nicht zu stark von einer voreingestellten Stimmung abhängt.

Ich fand es interessant zu sehen, wie LUTs den Charakter eines Bildes sofort verändern können. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass ein Vlog nicht unbedingt einen großen Look braucht, um zu funktionieren. Manchmal ist eine einfache, saubere Farbgestaltung passender als ein stark bearbeitetes Bild.

Vergleich verschiedener Looks

Beim Ausprobieren habe ich verschiedene Looks miteinander verglichen. Dabei wurde schnell klar, dass nicht jeder Stil zu meinem Projekt passt. Manche Looks wirkten zu hart, zu kühl oder zu filmisch für die einfache Vlog-Struktur. Andere waren zu neutral und hatten zu wenig Stimmung.

Durch diesen Vergleich habe ich besser verstanden, wie stark der Look die Wirkung eines Videos beeinflusst. Ein und dieselbe Szene kann je nach Farbgestaltung ganz anders wirken. Genau deshalb war es für mich wichtig, bewusst einen Stil zu wählen, der zum Inhalt passt und nicht gegen ihn arbeitet.

Warum ich mich für diesen Stil entschieden habe

Ich habe mich schließlich für einen sehr einfachen, alltäglichen Look entschieden, weil das am besten zu meinem Video passt. Mein Projekt ist kein aufwendiger Kurzfilm, sondern ein Vlog aus dem Alltag. Deshalb wollte ich auch beim Grading keine künstliche Distanz schaffen, sondern die persönliche und echte Stimmung des Videos erhalten.

Außerdem war mir wichtig, dass der Look zum Lernprozess passt. Da ich Color Grading erst besser kennenlernen wollte, erschien mir ein reduzierter Stil sinnvoll. So konnte ich mich auf die Grundlagen konzentrieren, ohne mich in zu vielen Effekten oder komplizierten Farbrichtungen zu verlieren.

Was ich daraus gelernt habe

Durch diesen Schritt habe ich verstanden, dass ein guter Look nicht zwangsläufig auffallen muss. Manchmal ist gerade die Zurückhaltung die richtige Entscheidung. Für mein Projekt war es wichtiger, dass das Video stimmig wirkt, als dass es besonders spektakulär aussieht.

Ich habe außerdem gelernt, dass Color Grading immer auch mit dem Inhalt zusammenhängt. Ein Vlog braucht keinen übertriebenen Stil, sondern einen Look, der alltagstauglich und ehrlich bleibt. Genau deshalb habe ich mich für eine einfache Farbgestaltung entschieden, die das Video unterstützt, ohne im Vordergrund zu stehen.

#6 – Color Correction – Der technische Teil

Nachdem Schnitt und Vorbereitung abgeschlossen waren, ging es für mich an den technischsten Teil des Projekts: die Color Correction. In DaVinci Resolve habe ich dabei immer in einer ähnlichen Reihenfolge gearbeitet: zuerst die Helligkeit, dann den Kontrast, danach die Sättigung und erst danach die feineren Farbwerte. Diese Reihenfolge hat mir geholfen, strukturierter zu arbeiten und das Bild Schritt für Schritt zu verbessern.

Was Color Correction bedeutet

Color Correction ist für mich der Teil, in dem ein Bild erst einmal technisch „richtig“ gemacht wird. Es geht noch nicht um einen kreativen Look, sondern darum, dass die Aufnahme natürlich, ausgeglichen und einheitlich wirkt. Besonders bei verschiedenen Clips aus einem Vlog war das wichtig, weil nicht jede Szene unter denselben Bedingungen aufgenommen wurde.

Ich habe schnell gemerkt, dass Color Correction die Grundlage für alles Weitere ist. Wenn ein Bild zu dunkel, zu hell oder farblich unausgeglichen ist, wirkt auch das spätere Grading unruhig. Deshalb musste ich zuerst die technische Basis herstellen, bevor ich überhaupt an einen Look denken konnte.

Weißabgleich

Ein wichtiger erster Schritt war der Weißabgleich. Dabei habe ich darauf geachtet, dass Weiß wirklich weiß aussieht und keine ungewollte Farbstichigkeit im Bild bleibt. Gerade bei Aufnahmen mit unterschiedlichem Licht kann das schnell passieren, zum Beispiel wenn eine Szene wärmer und die andere kühler wirkt.

Für mich war der Weißabgleich besonders hilfreich, weil er das Bild sofort sauberer und natürlicher wirken lässt. Erst wenn die Grundfarbe stimmt, kann man das Material sinnvoll weiterbearbeiten. Sonst bleibt das Bild trotz guter Ideen immer leicht „falsch“ oder unausgeglichen.

Belichtung korrigieren

Danach habe ich die Belichtung angepasst. In DaVinci habe ich dafür zuerst die allgemeine Helligkeit überprüft und das Bild so eingestellt, dass es weder zu dunkel noch zu ausgebrannt wirkt. Gerade bei einem Vlog ist das wichtig, weil die Zuschauer die Szenen schnell und klar lesen können sollen.

Die Belichtung ist für mich einer der wichtigsten technischen Schritte, weil sie sofort Einfluss auf die Bildwirkung hat. Wenn ein Clip zu dunkel ist, gehen Details verloren. Wenn er zu hell ist, wirken Gesichter und Flächen schnell flach oder überbelichtet. Durch die Korrektur konnte ich meine Aufnahmen insgesamt viel ausgeglichener machen.

Kontrast anpassen

Nach der Helligkeit kam bei mir der Kontrast. Das war ein sehr wichtiger Schritt, weil Kontrast dem Bild Tiefe und Form gibt. Ohne Kontrast wirkt ein Bild oft flach oder leblos, selbst wenn die Farben eigentlich schon stimmen.

Ich habe beim Kontrast gemerkt, dass es oft nur kleine Veränderungen braucht, um das Bild klarer wirken zu lassen. Gerade bei Alltagsszenen kann ein bisschen mehr Kontrast schon helfen, damit das Bild definierter und filmischer aussieht. Gleichzeitig durfte ich es nicht übertreiben, weil das Material sonst schnell hart oder unnatürlich wirkt.

Highlights und Schatten

Ein weiterer wichtiger Bereich waren die Highlights und Schatten. Damit konnte ich feiner steuern, welche Bildteile heller und welche dunkler erscheinen. Das ist besonders nützlich, wenn man Details retten oder einzelne Bildbereiche gezielter hervorheben möchte.

Für mein Projekt war das hilfreich, weil manche Aufnahmen sehr unterschiedliche Lichtverhältnisse hatten. Durch die Anpassung von Highlights und Schatten konnte ich das Bild besser ausbalancieren und störende Unterschiede etwas reduzieren. So wurde das Material insgesamt harmonischer.

Waveform, Histogramm und Vectorscope

Bei der technischen Arbeit habe ich auch angefangen, mich stärker an den Scopes zu orientieren. Besonders wichtig waren für mich Waveform, Histogramm und Vectorscope, weil sie zeigen, was im Bild wirklich passiert, statt nur auf das eigene Auge zu vertrauen.

Die Waveform hilft dabei, Helligkeit und Bildverteilung zu kontrollieren. Sie zeigt mir, ob das Bild zu dunkel, zu hell oder ausgewogen ist. Das Histogramm gibt einen Überblick über die Verteilung der Tonwerte im Bild, also ob viele Bereiche eher dunkel, hell oder mittig liegen. Das Vectorscope ist vor allem bei Farben wichtig, weil es zeigt, wie stark die Farbsättigung ist und in welche Richtung die Farbtöne gehen.

Diese Werkzeuge fand ich am Anfang etwas kompliziert, aber sie waren sehr hilfreich, um objektiver zu arbeiten. Gerade wenn man mehrere Aufnahmen angleichen will, ist es besser, sich nicht nur auf das eigene Gefühl zu verlassen.

Waveform

Schwierigkeit beim Angleichen

Eine der größten Herausforderungen war das Angleichen verschiedener Aufnahmen. Obwohl die Szenen alle zu einem Projekt gehören, sehen sie nicht automatisch gleich aus. Unterschiedliche Lichtquellen, unterschiedliche Tageszeiten und verschiedene Kameraeinstellungen führen schnell dazu, dass Clips nicht zusammenpassen.

Ich habe gemerkt, dass das Angleichen nicht nur eine technische, sondern auch eine geduldige Aufgabe ist. Man muss sehr genau schauen, welche Unterschiede wirklich wichtig sind und welche man mit kleinen Anpassungen ausgleichen kann. Besonders bei einem Vlog ist das relevant, weil die einzelnen Szenen zwar zusammengehören, aber trotzdem an unterschiedlichen Orten und unter verschiedenen Bedingungen aufgenommen wurden.

Was ich dabei gelernt habe

Durch die Color Correction habe ich verstanden, wie wichtig eine saubere technische Grundlage ist. Erst wenn Helligkeit, Kontrast, Schatten, Weißabgleich und Sättigung stimmen, kann das eigentliche Grading funktionieren. In DaVinci hat mir die Reihenfolge geholfen, Schritt für Schritt vorzugehen und nicht alles gleichzeitig verändern zu wollen.

Für mich war dieser Teil des Projekts sehr lehrreich, weil ich gesehen habe, wie viel Einfluss kleine technische Anpassungen auf das gesamte Bild haben. Color Correction ist zwar weniger kreativ als Color Grading, aber ohne sie würde das Endergebnis nicht stabil wirken. Genau deshalb ist sie für mich der wichtigste technische Schritt vor dem eigentlichen Look.

#5 – Schnitt und Vorbereitung

Nachdem der Videodreh abgeschlossen war, ging es für mich an den Schnitt und an die Vorbereitung für das Color Grading. In diesem Schritt wurde mir noch einmal klar, dass das spätere Grading schon viel früher beginnt, nämlich direkt beim Ordnen, Schneiden und Vorbereiten des Materials. Je sauberer dieser Teil ist, desto leichter lässt sich später mit den Farben arbeiten.

Importieren des Materials

Zuerst habe ich alle Aufnahmen in mein Schnittprogramm importiert und mir einen Überblick über das gesamte Material verschafft. Das war wichtig, weil ich nur so sehen konnte, welche Szenen technisch brauchbar sind und welche ich eher nicht verwenden kann. Gerade bei einem kleineren Projekt ist es hilfreich, das Material von Anfang an ordentlich zu sammeln, damit man später nicht den Überblick verliert.

Beim Import war für mich besonders wichtig, die Clips sinnvoll zu benennen und direkt in passende Ordner oder Bereiche einzuteilen. So musste ich später nicht lange suchen und konnte schneller zwischen den einzelnen Aufnahmen wechseln. Schon hier merkt man, dass gute Organisation Zeit spart und den gesamten Workflow einfacher macht.

Videoschnitt

Im nächsten Schritt habe ich mit dem eigentlichen Videoschnitt begonnen. Dabei ging es mir zuerst nicht um Perfektion, sondern darum, eine erste Reihenfolge zu finden, die zum Vlog passt. Ich wollte den Ablauf vom Aufstehen bis zum Weg in die FH so zusammenstellen, dass er logisch wirkt und sich natürlich anschauen lässt.

Beim Schneiden ist mir aufgefallen, wie stark die Wirkung eines Videos von der Reihenfolge der Bilder abhängt. Selbst einfache Alltagsszenen bekommen eine andere Wirkung, wenn man sie anders anordnet oder länger bzw. kürzer stehen lässt. Genau deshalb war der Schnitt für mich nicht nur ein technischer Schritt, sondern schon ein erster kreativer Teil des Projekts.

Auswahl der besten Szenen

Nicht jede Aufnahme war automatisch gut genug für die Endversion. Deshalb habe ich aus dem Material die Szenen ausgewählt, die am besten zur Stimmung des Videos passen und technisch am stärksten sind. Dabei habe ich vor allem auf Bildruhe, Licht, Bewegungsfluss und Verständlichkeit geachtet.

Die Auswahl war auch deshalb wichtig, weil ich mein Material später farblich angleichen wollte. Wenn einzelne Szenen zu unterschiedlich oder zu schwach aufgenommen sind, wird das Grading schwieriger. Deshalb habe ich lieber weniger, aber bessere Szenen verwendet, statt möglichst viel Material einzubauen.

Projektorganisation

Ein großer Teil dieses Schrittes war die Organisation des Projekts. Dazu gehört für mich nicht nur das Sortieren der Dateien, sondern auch das bewusste Entscheiden, welche Clips ich im Projekt behalten will und welche nicht. Gerade bei mehreren Versionen oder Versuchen kann es schnell unübersichtlich werden.

Ich habe gemerkt, dass eine gute Projektstruktur später auch den kreativen Prozess verbessert. Wenn man weiß, wo welches Material liegt, kann man sich mehr auf den Inhalt konzentrieren. Das ist besonders wichtig, wenn man das Color Grading nicht nur als letzten Feinschliff versteht, sondern als Teil eines durchdachten Workflows.

Vorbereitung für das Color Grading

Bevor ich mit dem Grading beginne, muss das Material technisch vorbereitet sein. Das bedeutet für mich vor allem, dass die Schnittfassung schon steht und die grundlegende Reihenfolge der Szenen festgelegt ist. So kann ich mich später im Grading auf die Bildwirkung konzentrieren, statt ständig noch am Schnitt zu verändern.

Die Vorbereitung fürs Color Grading ist also eine Art Zwischenstufe: Das Video ist schon strukturiert, aber noch nicht final gestaltet. In diesem Zustand kann man sehr gut sehen, welche Szenen zusammenpassen und wo eventuell noch Anpassungen nötig sind. Für mich ist das wichtig, weil das Grading nur dann sinnvoll funktioniert, wenn die Grundlage stimmt.

Erste technische Korrekturen

Noch bevor ich an kreative Farblooks denke, habe ich erste technische Korrekturen vorgenommen. Dazu gehört zum Beispiel, dass ich Helligkeit, Kontrast und allgemeine Bildbalance prüfe. Solche Korrekturen sind wichtig, damit das Material überhaupt eine gute Ausgangsbasis für das eigentliche Grading bekommt.

Mir ist dabei besonders aufgefallen, dass man technische Korrekturen und kreatives Grading nicht miteinander verwechseln sollte. Erst wenn das Bild technisch sauber ist, kann man bewusst mit Farben, Stimmung und Stil arbeiten. Genau diese Reihenfolge macht den Prozess für mich logisch und nachvollziehbar.

Was ich dabei gelernt habe

Für mich waren diese Arbeitsschritte deshalb sehr wichtig, weil ich hier gemerkt habe, wie eng Schnitt und Farbgestaltung miteinander verbunden sind. Ein gut vorbereiteter Clip lässt sich später viel leichter graden als ein chaotisches oder schlecht strukturiertes Projekt. Genau deshalb sehe ich diesen Teil als eine der wichtigsten Phasen meines gesamten Semesterprojekts.

#4 – Der Videodreh

Der Videodreh war für mich der Moment, in dem sich gezeigt hat, wie schnell aus einer Idee ein praktisches Problem werden kann. Am Anfang hatte ich vor allem Schwierigkeiten mit den Kameraeinstellungen, weil mir ein kleiner, aber sehr wichtiger Fehler passiert ist: Ich dachte, ich hätte meine Nachtszenen in Log gefilmt, aber das war nicht der Fall.

Ablauf des Drehs

Zu Beginn wollte ich eigentlich verschiedene Szenen ausprobieren, vor allem auch Nachtaufnahmen. Das hat aber nicht so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt hatte, weil ich erst später gemerkt habe, dass die Einstellungen nicht so gespeichert waren, wie ich dachte. Dadurch musste ich viel Zeit damit verbringen, zu verstehen, was genau schiefgelaufen war.

Als ich den Fehler endlich gefunden hatte, war klar, dass ich die Kamera nicht mehr lange behalten konnte. Genau deshalb habe ich mich dann für die Vlog-Idee entschieden. Das war für mich die praktischste Lösung, weil ich so schneller drehen konnte und nicht erst bis spät am Abend auf gutes Licht oder Nachtszenen warten musste. Ich konnte also direkt loslegen und trotzdem genug Material für mein Projekt sammeln.

Kameraeinstellungen

Die Kameraeinstellungen waren am Anfang die größte Herausforderung. Ich wollte bewusst in einem Format filmen, das sich später gut für das Color Grading eignet, aber genau da ist mir der Fehler passiert. Ich hatte angenommen, dass die Aufnahmen in Log aufgenommen wurden, obwohl das nicht so war.

Gerade bei einem Projekt, bei dem man später mit Farbe arbeiten will, ist das natürlich ein Problem. Erst durch langes Nachforschen und Kontrollieren ist mir aufgefallen, was falsch eingestellt war. Das hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, die Kameraeinstellungen vor jedem Dreh noch einmal genau zu überprüfen, statt sich auf die Erinnerung zu verlassen.

Lichtverhältnisse

Die Lichtverhältnisse waren sehr unterschiedlich, je nachdem, welche Szene ich drehen wollte. Die Nachtszenen wären für mein ursprüngliches Konzept eigentlich spannend gewesen, weil sie eine andere Stimmung erzeugen. Gleichzeitig sind sie aber auch schwieriger zu kontrollieren, vor allem wenn man wenig Zeit hat und noch nicht ganz sicher mit den Kameraeinstellungen ist.

Mit dem Vlog wurde das Ganze einfacher, weil ich nicht mehr auf einen bestimmten Zeitpunkt am Abend angewiesen war. Ich konnte Szenen am Morgen und unterwegs filmen, also unter Lichtbedingungen, die natürlicher und flexibler waren. Das war für mich hilfreich, weil ich mich dadurch mehr auf das eigentliche Drehen konzentrieren konnte und weniger auf technische Probleme.

Probleme beim Filmen

Das größte Problem beim Filmen war definitiv mein Fehler mit den Einstellungen. Ich dachte zuerst, ich hätte alles richtig vorbereitet, und genau deshalb habe ich den Fehler nicht sofort bemerkt. Als ich dann merkte, dass die Nachtszenen nicht wie geplant aufgenommen wurden, war das natürlich frustrierend.

Trotzdem war dieser Fehler am Ende auch ein wichtiger Lernmoment. Ich habe gemerkt, dass man beim Filmen nicht nur kreativ denken muss, sondern auch sehr genau arbeiten muss. Ein kleiner Fehler kann später große Auswirkungen auf das ganze Projekt haben, besonders wenn es um Color Grading geht.

Warum gutes Ausgangsmaterial wichtig ist

Für Color Grading ist gutes Ausgangsmaterial extrem wichtig, weil man beim Grading nicht alles retten kann. Wenn das Bild schon falsch aufgenommen wurde, fehlen oft wichtige Bildinformationen oder die Szene wirkt später schwerer bearbeitbar. Genau deshalb ist die Qualität des Rohmaterials so entscheidend.

Ich habe durch meinen eigenen Fehler besonders stark gemerkt, wie sehr die Vorbereitung über das spätere Ergebnis entscheidet. Wenn Kameraeinstellungen, Licht und Aufnahmeformat stimmen, hat man im Grading viel mehr Möglichkeiten. Wenn das Material aber schon vorher Probleme hat, wird die Nachbearbeitung schnell komplizierter.

Was ich beim nächsten Dreh anders machen würde

Beim nächsten Dreh würde ich auf jeden Fall noch genauer kontrollieren, ob alle Einstellungen wirklich so gespeichert sind, wie ich sie brauche. Vor allem würde ich mich nicht darauf verlassen, dass ich etwas „eh schon richtig“ eingestellt habe. Eine kurze Kontrolle vor dem Dreh wäre für mich in Zukunft Pflicht.

Außerdem würde ich mir wahrscheinlich früher ein einfaches und realistisches Konzept überlegen, damit ich nicht zu viel Zeit mit zu vielen Varianten verliere. Der Wechsel zum Vlog war am Ende zwar hilfreich, aber er kam auch erst, nachdem ich schon einiges ausprobiert und wieder verworfen hatte. Beim nächsten Mal würde ich schneller auf eine praktikable Idee setzen, damit mehr Zeit fürs eigentliche Drehen und später fürs Grading bleibt.

#3 – Planung des Videoprojekts

Am Anfang meines Semesterprojekts war ich mir nicht sofort sicher, wie mein Videoprojekt genau aussehen soll. Ich wusste nur, dass ich das Color Grading praktisch lernen möchte und dafür ein kleines eigenes Video drehen will. Während der Planung habe ich mich ungefähr viermal umentschieden, weil ich einerseits möglichst viel ausprobieren wollte, andererseits aber auch realistisch bleiben musste. Das Projekt sollte in einem Rahmen bleiben, der sich in diesem Semester tatsächlich umsetzen lässt.

Idee des Videos

Meine ursprüngliche Idee war es, ein kleines persönliches Video zu drehen, das nah an meinem Alltag ist. Am Ende habe ich mich für einen simplen Vlog entschieden, der meinen Morgen zeigt: vom Aufstehen bis zu meinem Weg in die FH. Diese Entscheidung fand ich passend, weil das Material dadurch alltäglich, ehrlich und gleichzeitig vielseitig genug ist, um mit Farben und Stimmung zu experimentieren.

Ich wollte bewusst kein großes, kompliziertes Projekt machen, sondern etwas, das ich gut selbst umsetzen kann. Gerade bei einem Semesterprojekt ist es für mich wichtig, dass die Idee nicht nur kreativ klingt, sondern auch praktisch machbar bleibt. Ein Vlog bietet dafür einen guten Rahmen, weil ich mit einfachen Alltagsszenen trotzdem verschiedene filmische Wirkungen ausprobieren kann.

Storyboard oder Konzept

Auch wenn ich kein klassisches, streng durchgeplantes Storyboard gemacht habe, hatte ich doch ein klares Grundkonzept. Ich wollte eine kleine Bewegung vom privaten Raum in den öffentlichen Raum zeigen: zuerst das Aufstehen, dann das Fertigmachen und schließlich der Weg zur FH. Diese kleine Struktur gibt dem Video eine Art Anfang, Mitte und Ende, ohne zu kompliziert zu werden.

Während der Planung habe ich gemerkt, dass ich eher in Bildern und Stimmungen denke als in einer starren Abfolge. Deshalb habe ich mein Konzept mehr als flexible Orientierung verstanden. Ich wollte genug Freiheit haben, um beim Drehen spontan zu reagieren, aber trotzdem einen roten Faden behalten.

Welche Stimmung das Video vermitteln soll

Für mich sollte das Video eine ruhige, persönliche und leicht beobachtende Stimmung haben. Der Morgen ist oft ein Moment zwischen Müdigkeit und Aktivwerden, und genau diese Atmosphäre wollte ich einfangen. Das Video sollte also nicht übertrieben dramatisch wirken, sondern eher ehrlich und nah am Alltag sein.

Gleichzeitig war es mir wichtig, dass das Video nicht langweilig oder rein dokumentarisch aussieht. Durch das Color Grading wollte ich versuchen, aus alltäglichen Bildern etwas Gestalterisches zu machen. Die Stimmung sollte deshalb ruhig bleiben, aber trotzdem visuell interessant sein.

Welche Farben und welchen Look ich anstrebe

Bei den Farben wollte ich vor allem mit einem Look arbeiten, der natürlich bleibt, aber nicht komplett neutral wirkt. Ich habe mich dabei für einen Stil interessiert, der eher weich, leicht kühl und etwas filmisch aussieht. Gerade Morgenszenen geben dafür gute Möglichkeiten, weil Licht und Farben je nach Uhrzeit schon eine eigene Wirkung haben.

Mir war wichtig, dass der Look nicht zu bunt oder zu stark bearbeitet wirkt. Ich wollte eher mit subtilen Veränderungen arbeiten, also mit Kontrast, Farbstimmung und Lichtwirkung. Besonders spannend fand ich den Kontrast zwischen den ruhigen Innenaufnahmen am Morgen und dem Weg nach draußen, wo das Licht und die Umgebung automatisch mehr Dynamik bringen.

Planung der Drehorte

Die Drehorte waren eigentlich relativ einfach, weil ich mich für eine sehr alltägliche Route entschieden habe. Ein Teil des Videos spielt bei mir zuhause, der andere Teil auf dem Weg zur FH. Genau diese Mischung hat mir gefallen, weil sie nah an meinem Alltag liegt und trotzdem verschiedene Bildsituationen bietet.

Für mich war wichtig, dass die Orte nicht perfekt oder aufwendig sein müssen. Gerade durch die Einfachheit entsteht ein ehrlicher Charakter. Außerdem konnte ich so mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen arbeiten, was für das spätere Grading spannend war. Innenräume, Straßen, Gehwege und die Umgebung der FH geben jeweils andere Farben und Kontraste.

Vorbereitung der Kameraeinstellungen

Bei den Kameraeinstellungen habe ich schon vor dem Dreh überlegt, wie ich das Material möglichst gut für das spätere Color Grading aufnehme. Ich wollte bewusst darauf achten, dass die Aufnahmen genug Bildinformationen enthalten und nicht schon zu stark „fertig“ aussehen. Das war mir wichtig, weil ich beim Grading möglichst viel selbst gestalten wollte.

Außerdem habe ich versucht, die Einstellungen so konstant wie möglich zu halten, damit das Material später besser zusammenpasst. Gerade wenn man verschiedene Orte und Lichtstimmungen filmt, ist es hilfreich, auf eine einheitliche Basis zu achten. Für mein Projekt war das besonders relevant, weil ich nicht nur ein schönes Video machen wollte, sondern auch das Lernen und Ausprobieren im Vordergrund stand.

Was ich bei der Planung gelernt habe

Die Planung hat mir gezeigt, dass ein Videoprojekt nicht nur aus dem eigentlichen Filmen besteht. Schon vorher muss man viele Entscheidungen treffen: Was will ich erzählen? Wie viel kann ich realistisch umsetzen? Welche Stimmung passt zu meinem Thema? Und wie kann ich das so planen, dass ich später beim Color Grading genug Spielraum habe?

Gerade mein Hin und Her bei der Storyline war am Ende nicht nur anstrengend, sondern auch hilfreich. Ich habe dadurch gemerkt, dass ich am liebsten vieles ausprobieren würde, aber trotzdem eine klare Grenze brauche, damit das Projekt fertig wird. Genau diese Balance zwischen Experiment und Struktur war für diesen Schritt am wichtigsten.

#2 – Recherche und Grundlagen des Color Gradings

Bevor ich mit meinem eigenen Videoprojekt angefangen habe, wollte ich zuerst verstehen, was Color Grading eigentlich genau ist. Mir war zwar klar, dass es etwas mit Farben im Film zu tun hat, aber je mehr ich mich damit beschäftigt habe, desto deutlicher wurde: Color Grading ist nicht nur „Farben schöner machen“, sondern ein eigener kreativer und technischer Schritt in der Postproduktion. Besonders wichtig war für mich auch die Unterscheidung zwischen Color Correction und Color Grading, weil beide Begriffe oft verwechselt werden, aber nicht dasselbe meinen.

Was ich über Color Grading recherchiert habe

Bei meiner Recherche habe ich gelernt, dass Color Grading im Grunde dazu dient, einen bestimmten Look oder eine Stimmung im Bild zu erzeugen. Es geht also nicht nur darum, Fehler zu korrigieren, sondern auch darum, Atmosphäre, Emotionen und einen visuellen Stil zu gestalten. In vielen Erklärungen wird betont, dass zuerst oft die technische Korrektur eines Bildes kommt und danach erst die kreative Gestaltung. Genau das hat mir geholfen, den Ablauf besser zu verstehen: erst ein neutrales, ausgewogenes Bild schaffen, dann bewusst mit Farben arbeiten.

Außerdem habe ich gemerkt, dass Color Grading stark mit dem Zuschauergefühl zusammenhängt. Warme Farben können Nähe, Licht oder Geborgenheit vermitteln, während kühle Töne eher Distanz, Ruhe oder Spannung erzeugen können. Das war für mich interessant, weil ich dadurch verstanden habe, dass Farben im Film nicht zufällig sind, sondern oft gezielt eingesetzt werden.

Geschichte des Color Gradings

Die Geschichte des Color Gradings ist eng mit der Entwicklung des Films selbst verbunden. Früher wurde die Farbgestaltung noch analog im Labor oder direkt bei der Filmbearbeitung beeinflusst, später kamen dann digitale Systeme dazu. Der große Unterschied war, dass man durch digitale Postproduktion viel mehr Kontrolle über einzelne Einstellungen und Bildbereiche bekam. Dadurch wurde Color Grading nicht nur präziser, sondern auch kreativer.

In älteren Workflows stand vor allem die technische Verbesserung des Bildes im Vordergrund. Heute geht es aber viel stärker um die bewusste Gestaltung eines filmischen Looks. Für mein Projekt ist das spannend, weil ich mich nicht nur auf Technik konzentriere, sondern auch auf die Frage, welche Wirkung mein Bild am Ende haben soll.

Wichtige Begriffe

Ein wichtiger Teil meiner Recherche waren die Grundbegriffe, die man im Zusammenhang mit Color Grading ständig hört. Dazu gehören vor allem LUTs, Log, Rec.709, Kontrast und Sättigung.

  • LUTs sind Farbumwandlungen oder Lookup Tables, die bestimmte Looks auf ein Bild anwenden oder Farben in ein anderes Farbsystem übersetzen.
  • Log bezeichnet ein flaches, kontrastarmes Kamerabild, das mehr Farbinformationen speichert und deshalb gut für die spätere Bearbeitung geeignet ist.
  • Rec.709 ist ein Standardfarbraum für Video, der oft als Ziel für die Ausgabe dient.
  • Kontrast beschreibt den Unterschied zwischen hellen und dunklen Bildbereichen und beeinflusst stark die Bildwirkung.
  • Sättigung meint, wie intensiv oder farbig ein Ton wirkt; geringe Sättigung wirkt oft grauer oder matter.

Besonders hilfreich fand ich auch die Grundlagen zu Helligkeit, Farbton und Sättigung. Diese drei Aspekte helfen dabei, Farben überhaupt systematisch zu beschreiben. Ohne dieses Verständnis wäre es für mich viel schwerer gewesen, mit dem Grading bewusst zu arbeiten.

Welche Tutorials und Kurse ich nutze

Für meinen Einstieg habe ich verschiedene Lernquellen angesehen. Besonders hilfreich waren kurze Tutorials auf YouTube und Instagram, weil sie die wichtigsten Begriffe direkt und verständlich erklären. Zusätzlich habe ich mir Einführungen und Grundlagenartikel angeschaut, die den Unterschied zwischen primärer und sekundärer Farbkorrektur erklären. Für das praktische Arbeiten ist es mir wichtig, nicht nur theoretisch zu lesen, sondern auch direkt zu sehen, wie andere Colorist:innen ihre Einstellungen aufbauen.

Ich nutze vor allem Tutorials, die den Workflow Schritt für Schritt zeigen: zuerst Bild korrigieren, dann den Look gestalten und schließlich den Gesamteindruck anpassen. Das gibt mir eine gute Orientierung für mein eigenes Projekt, weil ich so nicht planlos in die Bearbeitung starte.

Am Anfang hatte ich vor allem diese Fragen:

  • Am Anfang hatte ich vor allem diese Fragen:
  • Was ist der Unterschied zwischen Color Correction und Color Grading?
  • Welche Rolle spielen LUTs wirklich?
  • Warum werden Log-Aufnahmen überhaupt verwendet?
  • Was bedeutet Rec.709 genau?
  • Wie viel muss man technisch verstehen, bevor man kreativ arbeiten kann?
  • Wann wirkt ein Grading natürlich, und wann wirkt es zu stark?

Diese Fragen waren für mich wichtig, weil sie zeigen, dass Color Grading nicht nur ein „Filter-Thema“ ist, sondern ein Zusammenspiel aus Technik, Wahrnehmung und Gestaltung. Je mehr ich dazu gelesen habe, desto klarer wurde mir, dass ich nicht sofort perfekte Ergebnisse erwarten sollte. Viel wichtiger war für mich, zuerst die Grundlagen zu verstehen und dann mit kleinen Schritten zu experimentieren.

Fazit für meinen Lernprozess

Die Recherche hat mir gezeigt, dass Color Grading ein sehr breites Feld ist, in dem Technik und Kreativität eng zusammenarbeiten. Ich habe gelernt, dass ein gutes Grading nicht einfach nur bunt oder filmisch aussieht, sondern bewusst eingesetzt wird, um eine bestimmte Wirkung zu erzeugen. Gerade für mein Semesterprojekt ist das eine gute Grundlage, weil ich jetzt weiß, worauf ich beim Filmen und beim späteren Bearbeiten achten muss.

Für mich ist dieser Blogbeitrag deshalb vor allem ein Zwischenstand: Ich habe die wichtigsten Begriffe verstanden, passende Lernquellen gefunden und erste Fragen formuliert, die ich in den nächsten Arbeitsschritten weiterverfolgen werde.

#1 – Ideenfindung

Im Verlauf des Semesters möchte ich meinen Lernprozess im Bereich Color Grading dokumentieren. Dabei geht es mir vor allem darum zu zeigen, was ich ausprobiere, was funktioniert und wo ich Probleme habe. Der Blog soll dabei helfen, meine Entwicklung Schritt für Schritt festzuhalten.

Mir ist es wichtig, dass man meinen Prozess gut nachvollziehen kann. Das bedeutet, dass ich nicht nur fertige Ergebnisse zeige, sondern auch Zwischenschritte, Fehler und Veränderungen. Gerade beim Color Grading kann sich ein Bild durch kleine Anpassungen stark verändern, und genau das möchte ich sichtbar machen. So kann ich selbst besser verstehen, was ich gemacht habe, und andere können sehen, wie sich ein Look entwickelt.

Ein großer Teil meines Projekts wird auch darin bestehen, Probleme zu erkennen und Lösungen zu finden. Am Anfang werde ich wahrscheinlich oft unsicher sein, zum Beispiel bei der richtigen Belichtung, bei Farben oder beim Umgang mit verschiedenen Tools in DaVinci Resolve. Auch das Arbeiten mit verschiedenen Clips, die nicht gleich aussehen, könnte schwierig werden. Besonders beim Shot Matching stelle ich mir vor, dass es herausfordernd sein wird, mehrere Einstellungen einheitlich wirken zu lassen. Diese Schwierigkeiten gehören für mich aber ganz klar zum Lernprozess dazu.

Um meine Fortschritte besser zu zeigen, möchte ich auch mit Vorher-Nachher-Vergleichen arbeiten. So kann man direkt sehen, was sich durch das Color Grading verändert hat. Das hilft nicht nur anderen beim Verstehen, sondern auch mir selbst, um meine Arbeit besser einschätzen zu können. Ich möchte außerdem versuchen, meine Entscheidungen kurz zu erklären, also warum ich bestimmte Farben verändert habe oder warum ich mich für einen bestimmten Look entschieden habe.

Ein weiterer wichtiger Punkt für mich ist, einen eigenen Workflow zu entwickeln. Am Anfang werde ich wahrscheinlich noch viel ausprobieren und nicht genau wissen, in welcher Reihenfolge ich arbeiten soll. Mit der Zeit möchte ich aber eine Struktur finden, die für mich funktioniert. Dazu gehört zum Beispiel, zuerst eine saubere Farbkorrektur zu machen und danach erst mit dem eigentlichen Look zu arbeiten. Auch der Umgang mit Nodes wird dabei eine große Rolle spielen, da ich damit noch wenig Erfahrung habe.

Ich denke, dass vor allem die technischen Aspekte am Anfang schwierig sein werden. Programme wie DaVinci Resolve bieten sehr viele Möglichkeiten, die schnell überfordernd wirken können. Auch Begriffe und Funktionen sind oft neu für mich. Besonders gespannt bin ich auf die Arbeit mit S-Log Footage, da ich das bisher noch nie gemacht habe. Ich vermute, dass es am Anfang nicht leicht sein wird, ein gutes Ergebnis zu bekommen, aber genau deshalb möchte ich es lernen.

Trotzdem sehe ich das Ganze nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance. Ich beschäftige mich bewusst mit einem Bereich, den ich bisher eher vermieden habe. Dadurch kann ich neue Fähigkeiten entwickeln und mich insgesamt verbessern. Color Grading ist ein wichtiger Teil der Filmproduktion, weil es die Stimmung und Wirkung eines Films stark beeinflusst. Genau das finde ich spannend und möchte ich besser verstehen.

Ein weiterer Fokus meines Projekts ist es, verschiedene Looks auszuprobieren. Ich möchte sehen, wie sich Farben auf die Wirkung eines Bildes auswirken und wie man gezielt bestimmte Stimmungen erzeugen kann. Dabei werde ich auch darauf achten, wie Farben zusammenwirken, zum Beispiel warme und kalte Töne oder starke Kontraste. So kann ich Schritt für Schritt ein Gefühl dafür entwickeln, wie ich Bilder bewusst gestalten kann.

Außerdem möchte ich meine theoretischen Kenntnisse ein bisschen in die Praxis umsetzen. Ich habe mich ja schon damit beschäftigt, dass Farben in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Bedeutungen haben. Jetzt interessiert mich, wie man solche Überlegungen auch im Color Grading anwenden kann. Das heißt, ich möchte nicht nur „schöne Bilder“ machen, sondern auch darüber nachdenken, welche Wirkung dahinter steckt.

Am Ende des Semesters hoffe ich, dass ich mich im Bereich Color Grading deutlich verbessert habe. Ich möchte sicherer im Umgang mit der Software werden und besser verstehen, wie ich einen bestimmten Look erreiche. Gleichzeitig ist es mir wichtig, dass ich meinen eigenen Lernprozess gut dokumentiert habe. Der Blog soll zeigen, wie ich gearbeitet habe, was ich gelernt habe und wie sich meine Fähigkeiten im Laufe der Zeit verändert haben.