#3 – Planung des Videoprojekts

Am Anfang meines Semesterprojekts war ich mir nicht sofort sicher, wie mein Videoprojekt genau aussehen soll. Ich wusste nur, dass ich das Color Grading praktisch lernen möchte und dafür ein kleines eigenes Video drehen will. Während der Planung habe ich mich ungefähr viermal umentschieden, weil ich einerseits möglichst viel ausprobieren wollte, andererseits aber auch realistisch bleiben musste. Das Projekt sollte in einem Rahmen bleiben, der sich in diesem Semester tatsächlich umsetzen lässt.

Idee des Videos

Meine ursprüngliche Idee war es, ein kleines persönliches Video zu drehen, das nah an meinem Alltag ist. Am Ende habe ich mich für einen simplen Vlog entschieden, der meinen Morgen zeigt: vom Aufstehen bis zu meinem Weg in die FH. Diese Entscheidung fand ich passend, weil das Material dadurch alltäglich, ehrlich und gleichzeitig vielseitig genug ist, um mit Farben und Stimmung zu experimentieren.

Ich wollte bewusst kein großes, kompliziertes Projekt machen, sondern etwas, das ich gut selbst umsetzen kann. Gerade bei einem Semesterprojekt ist es für mich wichtig, dass die Idee nicht nur kreativ klingt, sondern auch praktisch machbar bleibt. Ein Vlog bietet dafür einen guten Rahmen, weil ich mit einfachen Alltagsszenen trotzdem verschiedene filmische Wirkungen ausprobieren kann.

Storyboard oder Konzept

Auch wenn ich kein klassisches, streng durchgeplantes Storyboard gemacht habe, hatte ich doch ein klares Grundkonzept. Ich wollte eine kleine Bewegung vom privaten Raum in den öffentlichen Raum zeigen: zuerst das Aufstehen, dann das Fertigmachen und schließlich der Weg zur FH. Diese kleine Struktur gibt dem Video eine Art Anfang, Mitte und Ende, ohne zu kompliziert zu werden.

Während der Planung habe ich gemerkt, dass ich eher in Bildern und Stimmungen denke als in einer starren Abfolge. Deshalb habe ich mein Konzept mehr als flexible Orientierung verstanden. Ich wollte genug Freiheit haben, um beim Drehen spontan zu reagieren, aber trotzdem einen roten Faden behalten.

Welche Stimmung das Video vermitteln soll

Für mich sollte das Video eine ruhige, persönliche und leicht beobachtende Stimmung haben. Der Morgen ist oft ein Moment zwischen Müdigkeit und Aktivwerden, und genau diese Atmosphäre wollte ich einfangen. Das Video sollte also nicht übertrieben dramatisch wirken, sondern eher ehrlich und nah am Alltag sein.

Gleichzeitig war es mir wichtig, dass das Video nicht langweilig oder rein dokumentarisch aussieht. Durch das Color Grading wollte ich versuchen, aus alltäglichen Bildern etwas Gestalterisches zu machen. Die Stimmung sollte deshalb ruhig bleiben, aber trotzdem visuell interessant sein.

Welche Farben und welchen Look ich anstrebe

Bei den Farben wollte ich vor allem mit einem Look arbeiten, der natürlich bleibt, aber nicht komplett neutral wirkt. Ich habe mich dabei für einen Stil interessiert, der eher weich, leicht kühl und etwas filmisch aussieht. Gerade Morgenszenen geben dafür gute Möglichkeiten, weil Licht und Farben je nach Uhrzeit schon eine eigene Wirkung haben.

Mir war wichtig, dass der Look nicht zu bunt oder zu stark bearbeitet wirkt. Ich wollte eher mit subtilen Veränderungen arbeiten, also mit Kontrast, Farbstimmung und Lichtwirkung. Besonders spannend fand ich den Kontrast zwischen den ruhigen Innenaufnahmen am Morgen und dem Weg nach draußen, wo das Licht und die Umgebung automatisch mehr Dynamik bringen.

Planung der Drehorte

Die Drehorte waren eigentlich relativ einfach, weil ich mich für eine sehr alltägliche Route entschieden habe. Ein Teil des Videos spielt bei mir zuhause, der andere Teil auf dem Weg zur FH. Genau diese Mischung hat mir gefallen, weil sie nah an meinem Alltag liegt und trotzdem verschiedene Bildsituationen bietet.

Für mich war wichtig, dass die Orte nicht perfekt oder aufwendig sein müssen. Gerade durch die Einfachheit entsteht ein ehrlicher Charakter. Außerdem konnte ich so mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen arbeiten, was für das spätere Grading spannend war. Innenräume, Straßen, Gehwege und die Umgebung der FH geben jeweils andere Farben und Kontraste.

Vorbereitung der Kameraeinstellungen

Bei den Kameraeinstellungen habe ich schon vor dem Dreh überlegt, wie ich das Material möglichst gut für das spätere Color Grading aufnehme. Ich wollte bewusst darauf achten, dass die Aufnahmen genug Bildinformationen enthalten und nicht schon zu stark „fertig“ aussehen. Das war mir wichtig, weil ich beim Grading möglichst viel selbst gestalten wollte.

Außerdem habe ich versucht, die Einstellungen so konstant wie möglich zu halten, damit das Material später besser zusammenpasst. Gerade wenn man verschiedene Orte und Lichtstimmungen filmt, ist es hilfreich, auf eine einheitliche Basis zu achten. Für mein Projekt war das besonders relevant, weil ich nicht nur ein schönes Video machen wollte, sondern auch das Lernen und Ausprobieren im Vordergrund stand.

Was ich bei der Planung gelernt habe

Die Planung hat mir gezeigt, dass ein Videoprojekt nicht nur aus dem eigentlichen Filmen besteht. Schon vorher muss man viele Entscheidungen treffen: Was will ich erzählen? Wie viel kann ich realistisch umsetzen? Welche Stimmung passt zu meinem Thema? Und wie kann ich das so planen, dass ich später beim Color Grading genug Spielraum habe?

Gerade mein Hin und Her bei der Storyline war am Ende nicht nur anstrengend, sondern auch hilfreich. Ich habe dadurch gemerkt, dass ich am liebsten vieles ausprobieren würde, aber trotzdem eine klare Grenze brauche, damit das Projekt fertig wird. Genau diese Balance zwischen Experiment und Struktur war für diesen Schritt am wichtigsten.

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