Im Verlauf des Semesters möchte ich meinen Lernprozess im Bereich Color Grading dokumentieren. Dabei geht es mir vor allem darum zu zeigen, was ich ausprobiere, was funktioniert und wo ich Probleme habe. Der Blog soll dabei helfen, meine Entwicklung Schritt für Schritt festzuhalten.
Mir ist es wichtig, dass man meinen Prozess gut nachvollziehen kann. Das bedeutet, dass ich nicht nur fertige Ergebnisse zeige, sondern auch Zwischenschritte, Fehler und Veränderungen. Gerade beim Color Grading kann sich ein Bild durch kleine Anpassungen stark verändern, und genau das möchte ich sichtbar machen. So kann ich selbst besser verstehen, was ich gemacht habe, und andere können sehen, wie sich ein Look entwickelt.
Ein großer Teil meines Projekts wird auch darin bestehen, Probleme zu erkennen und Lösungen zu finden. Am Anfang werde ich wahrscheinlich oft unsicher sein, zum Beispiel bei der richtigen Belichtung, bei Farben oder beim Umgang mit verschiedenen Tools in DaVinci Resolve. Auch das Arbeiten mit verschiedenen Clips, die nicht gleich aussehen, könnte schwierig werden. Besonders beim Shot Matching stelle ich mir vor, dass es herausfordernd sein wird, mehrere Einstellungen einheitlich wirken zu lassen. Diese Schwierigkeiten gehören für mich aber ganz klar zum Lernprozess dazu.
Um meine Fortschritte besser zu zeigen, möchte ich auch mit Vorher-Nachher-Vergleichen arbeiten. So kann man direkt sehen, was sich durch das Color Grading verändert hat. Das hilft nicht nur anderen beim Verstehen, sondern auch mir selbst, um meine Arbeit besser einschätzen zu können. Ich möchte außerdem versuchen, meine Entscheidungen kurz zu erklären, also warum ich bestimmte Farben verändert habe oder warum ich mich für einen bestimmten Look entschieden habe.
Ein weiterer wichtiger Punkt für mich ist, einen eigenen Workflow zu entwickeln. Am Anfang werde ich wahrscheinlich noch viel ausprobieren und nicht genau wissen, in welcher Reihenfolge ich arbeiten soll. Mit der Zeit möchte ich aber eine Struktur finden, die für mich funktioniert. Dazu gehört zum Beispiel, zuerst eine saubere Farbkorrektur zu machen und danach erst mit dem eigentlichen Look zu arbeiten. Auch der Umgang mit Nodes wird dabei eine große Rolle spielen, da ich damit noch wenig Erfahrung habe.
Ich denke, dass vor allem die technischen Aspekte am Anfang schwierig sein werden. Programme wie DaVinci Resolve bieten sehr viele Möglichkeiten, die schnell überfordernd wirken können. Auch Begriffe und Funktionen sind oft neu für mich. Besonders gespannt bin ich auf die Arbeit mit S-Log Footage, da ich das bisher noch nie gemacht habe. Ich vermute, dass es am Anfang nicht leicht sein wird, ein gutes Ergebnis zu bekommen, aber genau deshalb möchte ich es lernen.
Trotzdem sehe ich das Ganze nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance. Ich beschäftige mich bewusst mit einem Bereich, den ich bisher eher vermieden habe. Dadurch kann ich neue Fähigkeiten entwickeln und mich insgesamt verbessern. Color Grading ist ein wichtiger Teil der Filmproduktion, weil es die Stimmung und Wirkung eines Films stark beeinflusst. Genau das finde ich spannend und möchte ich besser verstehen.
Ein weiterer Fokus meines Projekts ist es, verschiedene Looks auszuprobieren. Ich möchte sehen, wie sich Farben auf die Wirkung eines Bildes auswirken und wie man gezielt bestimmte Stimmungen erzeugen kann. Dabei werde ich auch darauf achten, wie Farben zusammenwirken, zum Beispiel warme und kalte Töne oder starke Kontraste. So kann ich Schritt für Schritt ein Gefühl dafür entwickeln, wie ich Bilder bewusst gestalten kann.
Außerdem möchte ich meine theoretischen Kenntnisse ein bisschen in die Praxis umsetzen. Ich habe mich ja schon damit beschäftigt, dass Farben in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Bedeutungen haben. Jetzt interessiert mich, wie man solche Überlegungen auch im Color Grading anwenden kann. Das heißt, ich möchte nicht nur „schöne Bilder“ machen, sondern auch darüber nachdenken, welche Wirkung dahinter steckt.
Am Ende des Semesters hoffe ich, dass ich mich im Bereich Color Grading deutlich verbessert habe. Ich möchte sicherer im Umgang mit der Software werden und besser verstehen, wie ich einen bestimmten Look erreiche. Gleichzeitig ist es mir wichtig, dass ich meinen eigenen Lernprozess gut dokumentiert habe. Der Blog soll zeigen, wie ich gearbeitet habe, was ich gelernt habe und wie sich meine Fähigkeiten im Laufe der Zeit verändert haben.