#4 – Der Videodreh

Der Videodreh war für mich der Moment, in dem sich gezeigt hat, wie schnell aus einer Idee ein praktisches Problem werden kann. Am Anfang hatte ich vor allem Schwierigkeiten mit den Kameraeinstellungen, weil mir ein kleiner, aber sehr wichtiger Fehler passiert ist: Ich dachte, ich hätte meine Nachtszenen in Log gefilmt, aber das war nicht der Fall.

Ablauf des Drehs

Zu Beginn wollte ich eigentlich verschiedene Szenen ausprobieren, vor allem auch Nachtaufnahmen. Das hat aber nicht so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt hatte, weil ich erst später gemerkt habe, dass die Einstellungen nicht so gespeichert waren, wie ich dachte. Dadurch musste ich viel Zeit damit verbringen, zu verstehen, was genau schiefgelaufen war.

Als ich den Fehler endlich gefunden hatte, war klar, dass ich die Kamera nicht mehr lange behalten konnte. Genau deshalb habe ich mich dann für die Vlog-Idee entschieden. Das war für mich die praktischste Lösung, weil ich so schneller drehen konnte und nicht erst bis spät am Abend auf gutes Licht oder Nachtszenen warten musste. Ich konnte also direkt loslegen und trotzdem genug Material für mein Projekt sammeln.

Kameraeinstellungen

Die Kameraeinstellungen waren am Anfang die größte Herausforderung. Ich wollte bewusst in einem Format filmen, das sich später gut für das Color Grading eignet, aber genau da ist mir der Fehler passiert. Ich hatte angenommen, dass die Aufnahmen in Log aufgenommen wurden, obwohl das nicht so war.

Gerade bei einem Projekt, bei dem man später mit Farbe arbeiten will, ist das natürlich ein Problem. Erst durch langes Nachforschen und Kontrollieren ist mir aufgefallen, was falsch eingestellt war. Das hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, die Kameraeinstellungen vor jedem Dreh noch einmal genau zu überprüfen, statt sich auf die Erinnerung zu verlassen.

Lichtverhältnisse

Die Lichtverhältnisse waren sehr unterschiedlich, je nachdem, welche Szene ich drehen wollte. Die Nachtszenen wären für mein ursprüngliches Konzept eigentlich spannend gewesen, weil sie eine andere Stimmung erzeugen. Gleichzeitig sind sie aber auch schwieriger zu kontrollieren, vor allem wenn man wenig Zeit hat und noch nicht ganz sicher mit den Kameraeinstellungen ist.

Mit dem Vlog wurde das Ganze einfacher, weil ich nicht mehr auf einen bestimmten Zeitpunkt am Abend angewiesen war. Ich konnte Szenen am Morgen und unterwegs filmen, also unter Lichtbedingungen, die natürlicher und flexibler waren. Das war für mich hilfreich, weil ich mich dadurch mehr auf das eigentliche Drehen konzentrieren konnte und weniger auf technische Probleme.

Probleme beim Filmen

Das größte Problem beim Filmen war definitiv mein Fehler mit den Einstellungen. Ich dachte zuerst, ich hätte alles richtig vorbereitet, und genau deshalb habe ich den Fehler nicht sofort bemerkt. Als ich dann merkte, dass die Nachtszenen nicht wie geplant aufgenommen wurden, war das natürlich frustrierend.

Trotzdem war dieser Fehler am Ende auch ein wichtiger Lernmoment. Ich habe gemerkt, dass man beim Filmen nicht nur kreativ denken muss, sondern auch sehr genau arbeiten muss. Ein kleiner Fehler kann später große Auswirkungen auf das ganze Projekt haben, besonders wenn es um Color Grading geht.

Warum gutes Ausgangsmaterial wichtig ist

Für Color Grading ist gutes Ausgangsmaterial extrem wichtig, weil man beim Grading nicht alles retten kann. Wenn das Bild schon falsch aufgenommen wurde, fehlen oft wichtige Bildinformationen oder die Szene wirkt später schwerer bearbeitbar. Genau deshalb ist die Qualität des Rohmaterials so entscheidend.

Ich habe durch meinen eigenen Fehler besonders stark gemerkt, wie sehr die Vorbereitung über das spätere Ergebnis entscheidet. Wenn Kameraeinstellungen, Licht und Aufnahmeformat stimmen, hat man im Grading viel mehr Möglichkeiten. Wenn das Material aber schon vorher Probleme hat, wird die Nachbearbeitung schnell komplizierter.

Was ich beim nächsten Dreh anders machen würde

Beim nächsten Dreh würde ich auf jeden Fall noch genauer kontrollieren, ob alle Einstellungen wirklich so gespeichert sind, wie ich sie brauche. Vor allem würde ich mich nicht darauf verlassen, dass ich etwas „eh schon richtig“ eingestellt habe. Eine kurze Kontrolle vor dem Dreh wäre für mich in Zukunft Pflicht.

Außerdem würde ich mir wahrscheinlich früher ein einfaches und realistisches Konzept überlegen, damit ich nicht zu viel Zeit mit zu vielen Varianten verliere. Der Wechsel zum Vlog war am Ende zwar hilfreich, aber er kam auch erst, nachdem ich schon einiges ausprobiert und wieder verworfen hatte. Beim nächsten Mal würde ich schneller auf eine praktikable Idee setzen, damit mehr Zeit fürs eigentliche Drehen und später fürs Grading bleibt.

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