Fazit des zweites Semesters (Part 10)

Die vergangenen Wochen haben mir wertvolle Einblicke in mein persönliches Selbstbranding und meine Positionierung auf Social Media gegeben. Zu Beginn des Prozesses habe ich analysiert, wie mein aktueller Außenauftritt wirkt und welche Botschaften ich durch meine Inhalte vermittle. Dabei ging ich zunächst davon aus, dass mein bestehendes Branding meine Persönlichkeit und Arbeitsweise bereits gut widerspiegelt.

Im Laufe meiner Umfrage wurde jedoch deutlich, dass die Wahrnehmung anderer Menschen teilweise von meinem bisherigen Selbstbild abweicht. Viele Teilnehmende beschrieben mich und meine Arbeit als deutlich bunter, experimenteller und kreativer, als es mein aktueller Social-Media-Auftritt vermittelt. Diese Erkenntnis zeigte mir, dass mein bestehendes Branding nicht vollständig mit der Wirkung übereinstimmt, die ich tatsächlich nach außen ausstrahle. Daraus ergibt sich die Aufgabe, mein visuelles Erscheinungsbild künftig stärker an diese Eigenschaften anzupassen.

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Recherche war die Auseinandersetzung mit Reels und deren Bedeutung für die Reichweite auf Social Media. Dabei konnte ich verschiedene Strategien und Formate kennenlernen, die für den Aufbau einer persönlichen Marke relevant sind. Eine wichtige Frage bleibt jedoch weiterhin offen: In welcher Sprache sollen meine Inhalte künftig veröffentlicht werden? Da sich diese Entscheidung auf Reichweite, Zielgruppe und Authentizität auswirkt, wird dies eines meiner zentralen Themen für den Sommer sein.

Zusätzlich habe ich mich mit der Gestaltung von Captions beschäftigt. Entgegen meiner bisherigen Annahme zeigte sich, dass längere und inhaltlich stärkere Bildunterschriften häufig positive Auswirkungen auf die Reichweite und Interaktion haben können. Diese Erkenntnis möchte ich künftig gezielter in meiner Content-Strategie berücksichtigen.

Insgesamt hat mir dieser Prozess gezeigt, dass erfolgreiches Selbstbranding nicht nur davon abhängt, wie man sich selbst sieht, sondern auch davon, wie man von anderen wahrgenommen wird. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung meines Auftritts und helfen mir dabei, meine Persönlichkeit, meine Werte und meine kreative Arbeitsweise authentischer nach außen zu kommunizieren.

Tschüß ✋

Die Welt des Analogen (Part 9)

Nachdem die Umfrage aus meinem vorherigen Blogpost gezeigt hat, dass die meisten Menschen mich entweder mit einer Kombination aus digitalen und analogen Techniken oder ausschließlich mit analogen Arbeitsweisen verbinden, wollte ich mich in diesem Semester verstärkt mit analogen Methoden auseinandersetzen. Mein Ziel war es, Techniken zu finden, die sich später für mein persönliches Branding, Visitenkarten oder andere gestalterische Projekte eignen könnten.

Eine der ersten Techniken, die ich ausprobiert habe, war die Herstellung von Druckplatten mit dem 3D-Drucker. Die gedruckten Platten erinnerten optisch an Linolschnitte und wurden anschließend mit Acrylfarbe auf Papier gedruckt. Daraus entstanden Postkarten, die später beim Funzine Festival verkauft wurden und dort auf großes Interesse stießen.

Besonders spannend fand ich die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Texturen und Oberflächen zu experimentieren. Gleichzeitig zeigte sich, dass diese Technik gewisse Grenzen hat: Sehr feine Details lassen sich nur schwer umsetzen, und auch die Anzahl der verwendeten Farben sollte eher reduziert bleiben, um ein sauberes Druckergebnis zu erzielen.

Ein weiteres Experiment wurde durch das OpenPress Project inspiriert, auf das ich während meiner Recherche im Internet gestoßen bin. Da ich schon lange ein großer Fan von Blindprägungen bin, wollte ich diese Technik selbst ausprobieren. Dabei testete ich sowohl reine Blindprägungen als auch Blindprägungen in Kombination mit Farbe. Für mich persönlich funktionierte die reine Blindprägung am besten. Die Ergebnisse wirkten überraschend hochwertig und erinnerten an professionelle Druckerzeugnisse aus einer Druckerei.

Gleichzeitig stellte sich die Frage, wie gut diese Technik mit farbigem Papier funktionieren würde. Für ein optimales Ergebnis muss das Papier vor dem Prägen angefeuchtet werden, was bei manchen farbigen Papieren möglicherweise zu Problemen führen könnte.

Außerdem beschäftigte ich mich mit dem Risodruck. Im Vergleich zu den anderen Techniken bietet er deutlich mehr gestalterischen Spielraum und eignet sich besonders gut für die Produktion größerer Auflagen. Trotz des technischen Druckverfahrens behalten die Ergebnisse eine handgemachte und experimentelle Ästhetik, die mich sehr anspricht. Allerdings ist Risodruck für mich derzeit eher eine Technik, die ich in Werkstätten oder Druckstudios nutzen würde, da die Anschaffung eines eigenen Risographen mit hohen Kosten verbunden ist.

Die Auseinandersetzung mit diesen unterschiedlichen analogen Verfahren hat mir gezeigt, dass jede Technik ihre eigenen Möglichkeiten und Einschränkungen mit sich bringt. Gleichzeitig haben die Experimente neue Ideen für zukünftige Projekte eröffnet und mir geholfen, besser zu verstehen, welche analogen Elemente langfristig Teil meiner gestalterischen Handschrift werden könnten.

Was Menschen denken? (Part 8)

Hey!

Wie ihr euch vielleicht noch erinnern könnt, habe ich vor einiger Zeit eine Umfrage verschickt, um herauszufinden, wie andere Menschen mich als Person und Gestalterin wahrnehmen. Zuerst einmal: Danke an alle, die sich die Zeit genommen haben, mitzumachen! Die Antworten waren teilweise sehr überraschend, teilweise bestätigend und insgesamt unglaublich spannend zu lesen.

Da Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen meines Lebens teilgenommen haben – Studium, Arbeit, Praktikum und Privatleben – war ich besonders neugierig, ob sich ein gemeinsames Bild ergeben würde.

Bei der Frage, ob ihr mich eher als Künstlerin oder Designerin wahrnehmt, wurde am häufigsten „Künstlerin“ gewählt. Viele von euch haben aber auch geschrieben, dass meine Arbeiten irgendwo zwischen Design und Kunst liegen oder beides gleichzeitig sind. Einige sehen mich eher als Designerin. Besonders spannend fand ich die Antwort einer Person, die meinte, ich sei noch auf dem Weg und deshalb nicht eindeutig einzuordnen. Mehrere von euch haben außerdem geschrieben, dass meine Arbeiten für sich selbst sprechen – ein Kommentar, über den ich mich besonders gefreut habe.

Auch bei den persönlichen Eigenschaften haben sich einige klare Tendenzen gezeigt. 86,7 % von euch haben mich als freundlich beschrieben. 64,3 % verbinden mit mir die Eigenschaften fähig, selbstsicher und vertrauenswürdig. Ebenfalls häufig genannt wurden witzig, verlässlich und komplex (jeweils 57,1 %).

Eine Erkenntnis, die mich besonders gefreut hat: 71,4 % von euch verbinden mit mir als Person und mit meinen Arbeiten sehr ähnliche Gefühle. Die Begriffe Freiheit, Stärke und Freude kamen dabei immer wieder vor. Das zeigt mir, dass viele von euch meine Persönlichkeit und meine kreative Arbeit als etwas Zusammengehöriges wahrnehmen.

Auch bei den Farben gab es ein überraschend klares Bild. Blau wurde am häufigsten mit mir verbunden, generell aber auch kräftige, leuchtende Farben. Was dabei auffällt: Keine einzige Person hat Pastellfarben genannt. Offenbar werde ich eher mit starken Kontrasten und ausdrucksstarken Farben assoziiert.

Meinen kreativen Stil haben 78,6 % von euch als expressiv beschrieben. Viele sehen ihn außerdem als experimentell sowie von einer Mischung aus analogen und digitalen Arbeitsweisen geprägt (jeweils 57,1 %).

Besonders neugierig war ich auf die Frage: „Wenn meine Arbeiten eine Person wären – wie wäre diese Person?“ Die Antworten reichten von konkreten Persönlichkeiten wie Dalí oder Vivienne Westwood bis zu Beschreibungen wie „nicht zu übersehen :)“ oder „ein Weißclown: scheinbar ruhig, aber tiefgründig und voller Überraschungen“. Allein diese Antworten zu lesen hat unglaublich viel Spaß gemacht.

Auf die Frage, was an mir besonders authentisch wirkt, wurden meine Art und mein Auftreten am häufigsten genannt. Mehrere von euch haben außerdem meine mutigen Farbkombinationen erwähnt. Eine Antwort ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Dass ich meine Haltung und Persönlichkeit nicht von meiner kreativen Arbeit trenne und dadurch das Gefühl entsteht, dass das, was ich gestalte, wirklich zu mir gehört.

Ein Feedback, das sich durch viele Antworten gezogen hat, war, dass ich mein Selbstbewusstsein noch stärker zeigen könnte. Das fand ich interessant, weil gleichzeitig auch Selbstsicherheit häufig als Eigenschaft genannt wurde. Vielleicht bedeutet das einfach, dass noch mehr davon sichtbar sein darf.

Zum Schluss noch ein kleiner Fun Fact: Bei der Frage nach Musik, Filmen oder Objekten, die an mich erinnern, haben viele von euch sehr persönliche Insider genannt, die wahrscheinlich nur wir verstehen. Daneben wurden aber auch Filme wie „Alice in Wonderland“ von Tim Burton, „Volver“ von Pedro Almodóvar oder „Ronja Räubertochter“ genannt. Damit hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Noch überraschter war ich bei „Rachmaninow“. Falls die Person, die das geschrieben hat, das hier liest: Ich würde wirklich gerne wissen, was die Gedanken dahinter waren haha

Insgesamt fand ich es unglaublich spannend zu sehen, welche Gemeinsamkeiten sich durch die Antworten gezogen haben und welche Aspekte von mir offenbar besonders stark wahrgenommen werden. Danke euch allen fürs Mitmachen und für eure ehrlichen, kreativen und teilweise sehr schönen Antworten!

✋ au revoir

Umfrage (Part 7)

In meiner weiteren Auseinandersetzung mit Selfbranding habe ich eine Umfrage entwickelt, um meine eigene Wahrnehmung von außen zu ergänzen und zu hinterfragen.

Die bisherigen Beiträge haben bereits gezeigt, dass Selfbranding nicht nur eine visuelle Entscheidung ist, sondern stark davon abhängt, wie andere eine Person lesen und interpretieren. Genau an diesem Punkt setzt die Umfrage an.

Selbstwahrnehmung ist immer gefiltert. Man sieht die eigene Arbeit, die eigene Persönlichkeit und den eigenen Stil aus einer sehr persönlichen Perspektive. Genau deshalb wollte ich bewusst eine Außenperspektive einholen: Wie sehen mich Menschen, die mich kennen – und welche Assoziationen entstehen dabei?

Die Umfrage ist so aufgebaut, dass sie verschiedene Ebenen der Wahrnehmung abfragt:
Zum einen geht es um den Kontext der Beziehung – also wie und in welchem Umfeld man mich kennt. Zum anderen um die emotionale Wirkung: Welche Gefühle verbinden Menschen mit mir oder meiner Arbeit?

Außerdem interessiert mich die Frage nach meiner kreativen Positionierung: Wirke ich eher wie eine Designerin oder eine Künstlerin? Welche visuelle Sprache wird mir zugeschrieben? Und sogar so konkrete Dinge wie Typografie oder die Form meines Namens können Hinweise darauf geben, wie Identität visuell und sprachlich gelesen wird.

Mein Ziel ist es, aus diesen Antworten ein besseres Verständnis für meine eigene Position im Designkontext zu entwickeln. Nicht im Sinne einer festen „Marke“, sondern eher als ein offenes Bild davon, wie ich bereits wahrgenommen werde – und wie sich das mit meiner eigenen Selbstwahrnehmung überschneidet oder unterscheidet.

Die Umfrage dauert ungefähr 5–25 Minuten, je nachdem, wie ausführlich die Antworten sind. Jede Teilnahme hilft mir sehr bei meinem Projekt.

Hier ist der Link zur Umfrage:

https://forms.gle/W8KrUXzUsS7sRB4h9

Danke an alle, die sich Zeit nehmen und mir ihre Perspektive geben!!!

Die analoge Welt (Part 6)

Da mir im letzten Beitrag klar geworden ist, dass viele meiner Arbeiten auf analogen Prozessen basieren und mir das sehr viel Spaß macht, möchte ich versuchen, mein Self-Branding darauf aufzubauen. Mein Ziel ist es, eine analoge Technik zu finden, die ich in Zukunft sowohl digital (Website, Social Media) als auch analog (Visitenkarten etc.) verwenden kann.

In diesem Beitrag erzähle ich über die erste Technik, die ich ausprobiert habe: 3D-Linoldruck. Was ist das eigentlich? Das Prinzip der Erstellung des finalen Bildes ist ähnlich wie beim echten Linoldruck: Man hat mehrere Farben, also mehrere Druckplatten, und druckt sie nacheinander übereinander.

Der Unterschied ist aber, dass ich nicht mit echtem Linol gearbeitet habe, sondern die Druckplatten digital erstellt und anschließend als 3D-Objekte produziert habe. Dadurch entsteht eine Mischung aus analogem Look und digitalem Prozess — genau diese Kombination finde ich gerade besonders spannend.

Was mir daran gefällt, ist, dass die Ergebnisse nicht perfekt aussehen. Kleine Verschiebungen, sichtbare Strukturen und Fehler machen das Ganze menschlicher. Gerade in einer Zeit, in der so viele Designs sehr glatt und KI-generiert wirken, fühle ich mich mehr zu solchen unperfekten und greifbaren Prozessen hingezogen.

Screenshot

+ Mir gefällt diese Technik, weil man im Vergleich zum klassischen Linoldruck viel mehr Spielraum mit Texturen hat.

+ Außerdem kann man Acrylfarben verwenden, was diese Technik für mich einfacher und günstiger macht.

Im Vergleich zum traditionellen Linoldruck steckt allerdings weniger Handarbeit darin, weil die Platten nicht per Hand ausgeschnitten werden. Trotzdem mag ich gerade diese Mischung aus digitalem und analogem Prozess sehr.

Für das Fanzine-Festival habe ich bereits Postkarten in diesem Stil produziert und bin gespannt, welches Feedback ich dazu bekommen werde!

Was haben meine Projekte gemeinsam? (Part 5)

Also, wie ich in vorherigen Blogposts schon überlegt habe, brauche ich sicher eine neue Website, die meine Zielgruppe besser ansprechen wird und meine Identität besser darstellen kann.

Aber was soll da alles rein? Ich habe mir überlegt, dass ich auf jeden Fall meine Poster zeigen will, die bereits an einigen Ausstellungen teilgenommen haben. Damit werde ich mich nicht nur als Designerin, sondern auch als Künstlerin präsentieren!

Zurzeit habe ich an sechs Poster-Ausstellungen teilgenommen, und die siebte wird unsere Master-Ausstellung sein. Meine Poster waren bereits in unterschiedlichen Ländern zu sehen, wie der Ukraine, Spanien, Österreich und der Türkei. Auf meiner Website möchte ich klar machen, dass ich nicht nur eine in Österreich basierte Designerin/Künstlerin bin, sondern auch gerne an internationalen Projekten teilnehme.

Die Themen, die meine Poster ansprechen, sind unterschiedlich, aber eines ist klar: Es geht immer um den Menschen. Das ist, was ich ausgesucht habe:

Dann habe ich mir gedacht, dass ich meine Bachelorarbeit unbedingt als künstlerisches Projekt integrieren möchte, weil ich sie sehr liebe und gerne an ähnlichen Projekten teilnehmen würde.

Damit ich mich auch als Designerin präsentieren kann, möchte ich zwei Projekte einbauen, die ich für echte Kund*innen umgesetzt habe. Eines davon ist das Kochbuch für das Caritas Marienstüberl, bei dem ich auch die Design Direction übernommen habe. Dabei ging es um Illustrationen, Layoutdesign und Druckvorbereitung.

Das letzte Projekt, das ich gerne in meinem Portfolio zeigen möchte, ist ein ganz frisches Projekt, das ich für die FH Joanneum beziehungsweise den Studiengang Nachhaltigkeitskommunikation und Klimajournalismus gestaltet habe. Dort habe ich mit dem Risodrucker gearbeitet und außerdem Layout- sowie Social-Media-Design umgesetzt.

Als ich mir alle meine Projekte gemeinsam angeschaut habe, bin ich draufgekommen, dass sie alle etwas verbindet: menschliches Leben und die Abwesenheit von KI. Viele Projekte wurden mit analogen Techniken umgesetzt oder sehen zumindest so aus, als wären sie analog gestaltet worden. Ich glaube, dass das eine gute Basis für mein Self-Branding ist, mit der ich weiterarbeiten kann.

who I am talking to?? 👀 (Part 4)

So jetzt geht’s in meine Zielgruppe…

Alter? Eigentlich egal. Ich habe gemerkt, dass ich meine Zielgruppe nicht wirklich über Alter definieren möchte.

Irgendwie fühlt es sich für mich falsch an zu sagen „meine Zielgruppe ist 25–35“ oder so, als wären alle Menschen in diesem Alter gleich. Das entspricht einfach nicht meiner Realität – weder in meinem Umfeld noch online.

Stattdessen interessiert mich viel mehr, wie Menschen denken, was sie fühlen und wofür sie sich interessieren.

Ich möchte Leute erreichen, die:

– offen für visuelle Experimente sind

– sich für Kunst, Design und Ästhetik interessieren

– sich inspirieren lassen wollen oder selbst kreativ sind

Und das hat meiner Meinung nach weniger mit Alter zu tun als mit Haltung.

Ich glaube auch, dass diese Art von Einteilung schnell in eine Richtung gehen kann, die eher einschränkend als hilfreich ist. Für mich fühlt es sich stimmiger an, meine Zielgruppe über gemeinsame Interessen und Werte zu definieren, statt über Zahlen.

Am Ende geht es für mich nicht darum, wie alt jemand ist, sondern darum, ob eine Verbindung entsteht.

Ich habe 3 personas definiert:

Persona 1: Alex (Designer/Künstler)

Alex ist selbst kreativ tätig und sucht ständig nach Inspiration, neuen visuellen Ansätzen und Menschen aus der Szene. Er nutzt Instagram aktiv, um andere Künstler:innen zu entdecken und sich weiterzuentwickeln.

Warum folgt er mich?

-Er findet meine Ästhetik spannend

-Er erkennt sich in meinem Prozess wieder

-Er könnte sich vorstellen, mit mir zu arbeiten

 Was spricht ihn an?

-Einblicke in meinen kreativen Prozess

-Experimente, mutige visuelle Entscheidungen

-Persönliche Gedanken über Design & Selbstfindung

Potential:

-Ein gemeinsames Projekt

Persona 2: Sophia (arbeitet im Büro)

Sophie ist keine Designerin, aber sie liebt ästhetische Inhalte und moderne Kunst. Sie folgt Künstler:innen, weil sie sich inspirieren lassen möchte und gerne visuell „eintaucht“.

Warum folgt sie mich?

-meine Inhalte sind visuell ansprechend

-Sie spürt eine gewisse Persönlichkeit dahinter

-Sie fühlt sich emotional oder ästhetisch angesprochen

Was spricht ihn an?

-Starke visuelle Posts (Farben, Stimmung, Ästhetik)

-Authentische, nicht zu perfekte Inhalte

-kurze, verständliche Einblicke

Potential:

-Sie liked, teilt und verbreitet meine Inhalte

-Könnte in Zukunft auch Kunst/Merch kaufen

Persona 3: Marie (Die Kuratorin / Galerie)

Marie ist ständig auf der Suche nach neuen, jungen Positionen in der Kunst- und Designszene. Sie entdeckt Künstler:innen oft über Social Media oder Websites.

Warum interessiert sie sich für mich?

-meine Arbeiten haben eine klare visuelle Sprache

-meine Präsentation wirkt eigenständig und nicht generisch

-sie erkennt Potenzial für Ausstellungen oder Projekte

Was ist ihr wichtig?

-Klarheit in meiner künstlerischen Position

-Konsistenz in meinem visuellen Auftritt

-Professionalität (Website, Portfolio, Auftreten)

Potenzial:

-Einladung zu Ausstellungen

-Kooperationen

-Einstieg in die Kunstszene

Meine Zielgruppe ist für mich kein starres demografisches Konstrukt, sondern ein Zusammenspiel aus Interessen, Haltung und ästhetischer Wahrnehmung.

Im weiteren Verlauf meines Projekts möchte ich diese Definition nicht nur theoretisch festhalten, sondern durch meine Experimente auf Instagram und meiner Website weiter überprüfen und schärfen.

Am Ende geht es für mich nicht darum, wer genau zuschaut, sondern darum, ob eine Verbindung entsteht.

P.S. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich eher mit einer deutschsprachigen oder englischsprachigen Audience arbeiten möchte. Darüber werde ich mir noch Zeit nehmen, um nachzudenken!

Website ._. (Part 3)

Im Rahmen meines Self-Branding-Experiments habe ich begonnen, meine bestehende Portfolio-Website genauer zu analysieren. Nachdem ich mich im vorherigen Semester vor allem theoretisch mit dem Thema auseinandergesetzt habe, interessiert mich nun besonders die Frage, wie sich meine künstlerische Identität konkret in meinen eigenen Medien widerspiegelt – und ob diese auch für andere nachvollziehbar ist.

Meine Website dient aktuell als klassisches Portfolio und ist in mehrere Bereiche gegliedert. Die Startseite enthält grundlegende Informationen über mich, wie meinen Namen und meine Tätigkeit, bleibt dabei jedoch bewusst reduziert und eher kurz gehalten.

Ergänzend dazu gibt es eine ausführlichere About-Me-Seite, auf der ich näher auf meinen Hintergrund, meine Erfahrungen und Kontaktmöglichkeiten eingehe.

Den zentralen Teil bildet die Projektseite, auf der meine gestalterischen Arbeiten präsentiert werden – mit einem klaren Fokus auf Posterdesign, ergänzt durch weitere Projekte aus dem Designbereich.

Gestalterisch ist die Website eher minimalistisch und zurückhaltend aufgebaut. Sie wurde mit Wix umgesetzt (was man auch auf der website sieht, weil ich zu geizig war haha), was einerseits eine einfache Umsetzung ermöglicht hat, andererseits aber auch gewisse gestalterische und technische Einschränkungen mit sich bringt.

Meine bisherigen Webdesign-Kenntnisse sind eher grundlegend, was sich ebenfalls im Aufbau und in der visuellen Ausarbeitung widerspiegelt.

Trotzdem lassen sich bereits erste Ansätze einer eigenen gestalterischen Handschrift erkennen. Besonders die Verwendung der Schrift „Anton“, die ich bewusst gewählt habe, spiegelt meinen persönlichen Geschmack wider. Auch die insgesamt eher offene und informelle Stimmung der Website entspricht meinem Anspruch, mich nicht zu distanziert oder zu „perfekt“ zu präsentieren, sondern zugänglich zu bleiben.

Gleichzeitig wurde mir durch die Analyse klar, dass die Website in ihrer aktuellen Form noch nicht vollständig meine tatsächliche künstlerische Identität widerspiegelt. Der visuelle Ausdruck wirkt auf mich zu vorsichtig und „zu brav“, während meine Arbeiten und mein persönlicher Stil oft experimenteller, mutiger und lebendiger sind. Hier entsteht eine deutliche Diskrepanz zwischen dem, was ich gestalterisch ausdrücken möchte, und dem, was tatsächlich sichtbar wird.

Ein besonders auffälliger Punkt ist die Startseite, die aktuell sehr reduziert ist und dadurch eher leer wirkt. Obwohl Minimalismus bewusst eingesetzt werden kann, fehlt hier aus meiner Sicht ein klarer visueller oder inhaltlicher Einstieg, der meine Persönlichkeit oder meine Arbeit stärker vermittelt. Dadurch geht ein wichtiger Moment verloren, in dem Besucher:innen eine erste Verbindung zu mir und meiner Arbeit aufbauen könnten.

Interessant ist jedoch, dass die Website trotz dieser kritischen Punkte bereits eine gewisse Funktion erfüllt: Sie wurde im Kontext einer Masterbewerbung akzeptiert. Das deutet darauf hin, dass die strukturelle und inhaltliche Basis funktioniert, auch wenn die visuelle und konzeptionelle Ausarbeitung noch Entwicklungspotenzial hat.

Im weiteren Verlauf meines Projekts möchte ich die Website daher nicht nur optimieren, sondern gezielt als Experimentierfeld für mein Self-Branding nutzen. Dabei interessiert mich vor allem, wie sich Veränderungen im Design, in der Bildsprache oder in der Art der Präsentation auf die Wahrnehmung meiner Person auswirken.

Ziel ist es, die Website von einem eher funktionalen Portfolio zu einer klar positionierten, persönlichen Plattform weiterzuentwickeln, die meine künstlerische Identität nicht nur zeigt, sondern auch erlebbar macht. Dabei werde ich verschiedene Ansätze testen, dokumentieren und reflektieren, um besser zu verstehen, welche gestalterischen Entscheidungen tatsächlich zu einer stärkeren und authentischeren Außenwirkung führen.

P.S. Ah ja und die Website existiert heutzutage nur für Desktop, das will ich auch im Zukunft ändern und sie für handy zu optimieren 🙂

kein fancy Name (yet) Part 2

Diese Woche habe ich meinen Instagram-Account genauer unter die Lupe genommen, um herauszufinden, welche Inhalte bei meinem Publikum am besten ankommen.

Mein Account hat aktuell 380 Follower. In den letzten 30 Tagen wurden über 9.000 Aufrufe erzielt – 71 % davon stammen von Menschen, die mir noch nicht folgen. Das zeigt, dass meine Inhalte nicht nur mein bestehendes Publikum erreichen, sondern auch neue Menschen auf meine Arbeit aufmerksam machen.

In meiner Analyse habe ich die drei Videos untersucht, die mir die größte Reichweite gebracht haben.

Das erfolgreichste Video hat über 20.000 Aufrufe erreicht und zeigt meinen Alltag im Designstudium – wie das Leben als Designstudentin aussieht. Dieses Video hat mir 174 neue Follower gebracht und wurde überraschenderweise am meisten in Indonesien gesehen, obwohl ich mir nicht erklären kann, warum.

Das zweite Video war eine Art Visitenkarte von mir, in der ich mich einfach vorgestellt habe. Es hat über 7.000 Aufrufe und 51 neue Follower gebracht. Die Farben in diesem Video sind wie immer bunt, aber besonders interessant war vermutlich die vielfältige Abfolge von Sequenzen, die fast alle möglichen Farben gesammelt hat. Ich kann dieses Format wahrscheinlich nicht oft wiederholen, aber es zeigt, dass die Leute visuell abwechslungsreiche Inhalte sehr ansprechend finden.

Das dritte Video entspricht eher dem typischen Format meines Accounts – Fashion Styling. Es hat über 2.000 Aufrufe erreicht. Zwar nicht so viele wie das erste Video, aber dennoch ein Erfolg! Besonders daran ist, dass sich das Video durch seine Stimmung und Performance von allen anderen Styling-Videos auf meinem Account unterscheidet: Ich habe das erste Mal vor der Kamera getanzt, und offenbar ist das bei meiner Audience positiv angekommen. Bei diesem Video kamen die meisten Betrachter*innen aus Deutschland und Österreich, obwohl das Video auf Englisch war.

Was mich jedoch überrascht hat, ist, dass Videos mit Voice-over deutlich weniger Interaktionen erzielt haben, obwohl viele „Expert*innen“ auf Instagram genau dieses Format empfehlen.

Eine mögliche Erklärung dafür ist die Sprache: Die Voice-over-Videos habe ich auf Deutsch gemacht, während meine Audience aktuell überwiegend englischsprachig zu sein scheint. Das könnte ein Grund sein, warum diese Inhalte weniger gut performen.

Diese Beobachtung bringt mich zu einer wichtigen Frage für mein weiteres Experiment:
Wer ist eigentlich meine Zielgruppe? Soll ich mich eher auf ein deutschsprachiges oder ein englischsprachiges Publikum konzentrieren?

Im weiteren Verlauf des Semesters möchte ich genau das gezielt testen und herausfinden, welche Sprache und Kommunikationsform besser zu meiner künstlerischen Identität und meiner Audience passt.

Oder die Menschen haben meinen slawischen Akzent nicht gefeiert, wer weiß haha 🥲

Ich bin’s wieder! (Part 1)

Im vorherigen Semester habe ich mich bereits theoretisch mit dem Thema Self-Branding im künstlerischen Kontextbeschäftigt. In diesem Semester möchte ich den Fokus auf praktische Experimente legen und untersuchen, wie sich eine künstlerische Identität aktiv entwickeln und kommunizieren lässt.

Der experimentelle Teil meines Projekts besteht aus mehreren Elementen:

Ein wichtiger Schritt ist die Analyse meines bestehenden Instagram-Accounts. nstagram ist für viele junge Künstler:innen eine der wichtigsten Plattformen, um ihre Arbeiten zu präsentieren, Kontakte zu knüpfen und eine eigene visuelle Identität aufzubauen. Deshalb möchte ich zunächst den aktuellen Stand meines Accounts analysieren.

Dabei werde ich untersuchen, welche Inhalte ich bisher poste, wie sie visuell aufgebaut sind und wie sie von meinem Publikum wahrgenommen werden. Besonders interessieren mich Fragen wie: Welche Beiträge bekommen die meisten Reaktionen? Welche Art von Content funktioniert besser – zum Beispiel fertige Arbeiten, Einblicke in den Prozess oder persönliche Inhalte? Außerdem möchte ich analysieren, wie konsistent meine visuelle Sprache ist und ob mein Profil bereits eine klare künstlerische Identität vermittelt.

Auf Basis dieser Analyse plane ich, verschiedene Content-Formate und Präsentationsweisen auszuprobieren. Das kann zum Beispiel bedeuten, unterschiedliche Arten von Posts zu testen, neue visuelle Strategien zu entwickeln oder stärker Einblicke in meinen kreativen Prozess zu geben. Durch diese Experimente möchte ich beobachten, wie sich meine Online-Präsenz verändert und welche Formen der Darstellung besonders positiv aufgenommen werden.

Zusätzlich möchte ich Gespräche bzw. kleine Interviews mit Menschen führen, die mich aus unterschiedlichen Kontexten kennen. Ziel ist es herauszufinden, wie andere meine Persönlichkeit und meine kreative Arbeit wahrnehmen. Dadurch möchte ich besser verstehen, ob meine Außenwirkung mit meinem eigenen Selbstbild übereinstimmt.

Durch diese Experimente möchte ich untersuchen, wie Self-Branding praktisch funktioniert und welche Strategien jungen Künstler:innen helfen können, ihre Arbeit sichtbarer zu machen.

Ein weiterer Teil des Projekts sind Gespräche mit Menschen aus meinem Umfeld, die mich aus unterschiedlichen Kontexten kennen. Ziel ist es herauszufinden, wie andere meine Persönlichkeit und meine kreative Arbeit wahrnehmen. Dadurch möchte ich besser verstehen, ob meine Außenwirkung mit dem Bild übereinstimmt, das ich selbst von mir habe.

Bis dann 🫲

UPD: Falls DU Gedanken oder Feedback hast, kannst sie gerne in die Kommentare schreiben 🙂 Oder mir auch persönlich sagen, ich freue mich! 🐝