Da mir im letzten Beitrag klar geworden ist, dass viele meiner Arbeiten auf analogen Prozessen basieren und mir das sehr viel Spaß macht, möchte ich versuchen, mein Self-Branding darauf aufzubauen. Mein Ziel ist es, eine analoge Technik zu finden, die ich in Zukunft sowohl digital (Website, Social Media) als auch analog (Visitenkarten etc.) verwenden kann.
In diesem Beitrag erzähle ich über die erste Technik, die ich ausprobiert habe: 3D-Linoldruck. Was ist das eigentlich? Das Prinzip der Erstellung des finalen Bildes ist ähnlich wie beim echten Linoldruck: Man hat mehrere Farben, also mehrere Druckplatten, und druckt sie nacheinander übereinander.
Der Unterschied ist aber, dass ich nicht mit echtem Linol gearbeitet habe, sondern die Druckplatten digital erstellt und anschließend als 3D-Objekte produziert habe. Dadurch entsteht eine Mischung aus analogem Look und digitalem Prozess — genau diese Kombination finde ich gerade besonders spannend.

Was mir daran gefällt, ist, dass die Ergebnisse nicht perfekt aussehen. Kleine Verschiebungen, sichtbare Strukturen und Fehler machen das Ganze menschlicher. Gerade in einer Zeit, in der so viele Designs sehr glatt und KI-generiert wirken, fühle ich mich mehr zu solchen unperfekten und greifbaren Prozessen hingezogen.

+ Mir gefällt diese Technik, weil man im Vergleich zum klassischen Linoldruck viel mehr Spielraum mit Texturen hat.
+ Außerdem kann man Acrylfarben verwenden, was diese Technik für mich einfacher und günstiger macht.
– Im Vergleich zum traditionellen Linoldruck steckt allerdings weniger Handarbeit darin, weil die Platten nicht per Hand ausgeschnitten werden. Trotzdem mag ich gerade diese Mischung aus digitalem und analogem Prozess sehr.
Für das Fanzine-Festival habe ich bereits Postkarten in diesem Stil produziert und bin gespannt, welches Feedback ich dazu bekommen werde!
