*12 Auswertung

Im heutigen blogpost geht es um die Auswertung der Umfrage: 


Der Großteil der Teilnehmer:innen waren Eltern mit 77,8%, 22;2% sind Großeltern und ebenfalls 22,2% Verwandte. Zusätzlich haben auch einige pädagogische Fachkräfte und Babysitter:innen teilgenommen. Die Kinder, über die berichtet wurde, waren überwiegend im Alter zwischen zwei und sieben Jahren, also genau die Altersgruppe, für die das Buch gedacht ist. 

Was das Leseverhalten betrifft, zeigt sich ein gemischtes Bild: Rund 40% der Befragten lesen täglich mit Kindern, etwa 20% mehrmals pro Woche und der Rest eher selten. Das hat mich daran erinnert, dass ein Buch auch dann funktionieren muss, wenn es nicht jeden Tag in die Hand genommen wird, es sollte also beim erneuten Aufschlagen sofort wieder einladen. 

Besonders interessant war die Frage, was ein Kinderbuch zu einem guten Buch macht. Hier kamen sehr ähnliche Antworten: Die Geschichte soll spannend sein, die Illustrationen ansprechend und die Sprache kindergerecht, aber nicht kindisch. Mehrere Personen betonen außerdem, dass das Buch auch für die vorlesenden Erwachsenen angenehm sein soll. Ein Punkt, der mich persönlich sehr gefreut hat, ist der Wunsch, dass Kinder als Publikum ernst genommen werden und der Text nicht übertrieben vereinfacht oder verniedlicht wird. 

Beim Thema Inklusion und Diversität war die Übereinstimmung besonders eindeutig. Ungefähr 75% der Befragten haben bereits Bücher zu diesem Thema genutzt oder kennen zumindest welche. Hier wurden Beispiel wie die Conny Geschichten genannt aber auch spezifische Bücher zu Körper, wie Jeder hat einen Popo, Familienformen wie das Mädchen mit den vier Namen oder Bücher über Beeinträchtigungen. Eine Sache die dabei am häufigsten positiv hervorgehoben wurde ist, dass Diversität in diesen Büchern als selbstverständlich vorkommt, ohne es jedes Mal explizit zu betont zu werden. Eine Person brachte es besonders gut auf den Punkt, denn wenn inklusive Details jedes Mal extra hervorgehoben werden müssen, verlieren sie ihre Normalität. Genau das ist auch mein Ansatz. 

Die am häufigsten genannten Themen, die Befragten für Kinder als besonders wichtig sehen, waren Gefühle und Emotionen, Beeinträchtigungen sowie Familienformen, diese Themen wurden jeweils von über 80% der Befragten angekreuzt. Auch Hautfarbe und Herkunft, Geschlechterrollen sowie Körper und Aussehen als ebenfalls wichtig eingestuft. Bei der Frage, ob Kindern selber über Unterschiede zwischen Menschen reden haben 88,9% mit Ja abgestimmt und 11,1% mit selten aber niemand mit Nein. Des Weiteren gaben 66,7% an, bereits Kinderbücher zum Thema Inklusion und Diversität zu kennen, 22,2% verneinten und 11,1% meinten, sie kennen nicht so wirklich welche.

Was Erwachsene für Kinder klar ablehnen, war ebenfalls sehr eindeutig, denn das Buch soll auf keinem Fall belehrend wirken. Nahezu alle Befragten sagten das als zentralen Kritikpunkt. Ein Buch zu diesem Thema soll kein Lehrbuch sein sondern eine Geschichte, wo Diversität einfach sichtbar ist und als normal gilt. Diese Rückmeldung hat meine Richtung für das Projekt klar bestätigt 

Bei den interaktiven Elementen war die Begeisterung besonders groß. Alle Befragten gaben an, diese Art von Büchern bereits zu kennen. Entscheidungsseiten, also Seiten auf denen Kinder selber wählen können wie die Geschichte weitergeht, sowie Klappseiten wurden am besten bewertet. Verschieden Texturen und Materialien, Spiegel- und Schiebelemente wurden als durchschnittlich gut bewertet und eher skeptisch waren viele gegenüber Pop-ups und 3D-Elementen. Die meisten Elemente wurden als gut bis sehr praktisch im Kindergartenalltag und Zuhause eingeschätzt, die diese als hinderlich beschrieben wurden. Das sind Wichtige Hinweise für die gestalterische Umsetzung

Im letzten Abschnitt der Umfrage ging es um konkrete Wünsche und Anregungen. Hier zeigte sich, dass sich die Befragten vor allem Lebensnähe wünschen. Kindern sollen Situationen und Figuren begegnen, mit den sie sich identifizieren können, Geschichten erleben die ihre Realität Wiederspiegeln und Dialoge hören die sie selbst anwenden können. Mehrere Personen wünschen sich außerdem, dass Stereotypen aktiv gebrochen werden und eine Vielfalt an Lebensformen, Körpern und Familienformen ganz selbstverständlich abgebildet wird. Eine Antwort hat mich dabei besondre zum Nachdenken gebracht: „Wenn alle Bücher etwas von der Norm abweichen würden und unterschiedliche Familienkonstellationen, Körper etc. abbilden, wären extra Diversitätsbücher nicht notwendig…“ Das ist letztendlich auch da Ziel, ein Buch zu machen, das irgendwann gar nicht mehr als besonders gilt, weil das was es zeigt längst selbstverständlich ist. 


Ingesamt hat mir die Umfrage ein sehr klares Bild gegen, was für diese Zielgruppe passend und gewünscht wird: Ein Buch, was Kinder begeistert und das Vielfalt ganz selbstverständlich gezeigt werden soll, ohne den gesamten Fokus darauf zu legen. Mit diesen Erkenntnissen kann ich jetzt in den gestalterischen Teil des Projekts starten. 

*11 Umfrage Erstellung

In diesem Semester möchte ich mich darauf fokussieren zu recherchieren und vor allem zu testen, wie ich ein Kinderbuch gestalten kann, das für Kinder interaktiv sowie ansprechend und spannend ist. Zudem soll das Buch gleichzeitig Themen wie Inklusion und Diversität für Kindergartenkinder auf eine altersgerechte Art und Weise präsentieren. Die zentrale Frage dieses Semesters ist daher, was brauchen Kinder in diesem Alter wirklich und was interessiert sie überhaupt. Um das heraus zu finden, habe ich zu Beginn des Projekts eine Umfrage erstellt, die an Eltern, Großeltern, Verwandte und pädagogische Fachkräfte gerichtet ist. Also an all jene die tagtäglich mitbekommen, was Kinder begeistert, was sie beschäftigt und welche Themen in ihrem Alltag eine Rolle spielen. Ihre Perspektive ist für mein Projekt besonders wichtig, weil sie nicht nur wissen, was Kinder mögen, sondern auch, was im Alltag wirklich funktioniert. 

Der Einstieg der Umfrage ist bewusst allgemein gehalten, um ein Gefühl für die Zielgruppe zu bekommen. Daher startet die erste Frage mit: „Welche Rolle hast du im Leben eines Kindes? Direkt gefolgt von der Frage nach dem Alter des Kindes. Denn ein Buch, das für einen Dreijährigen funktioniert, sieht ganz anders aus als eines für Sechsjähriger, sowohl inhaltlich als auch gestalterisch. Wo das eine Kind noch klar Bilder und kurze Sätze braucht, kann das andere schon komplexeren Gesichten folgen, Witze verstehen oder Rätsel lösen. Deshalb war es mir wichtig, von Beginn an zu wissen, über welche Altersgruppe die Befragten sprechen.

Von dort aus werden die Fragen etwas konkreter wie beispielsweise: „welche Themen sind im Alltag mit Kinder präsent?“ oder „Was macht ein Kinderbuch zu einem Guten?“. Außerdem wollte ich wissen, was Eltern und Pädagogen:innen bei schon bestehenden Büchern gefällt und was ihnen fehlt. Denn bestehende Bücher können zeigen, wo Lücken sind und wo es vielleicht schon viele Angebote gibt. Beides ist für mein Projekt seht wichtig, denn was fehlt zeigt mir, wo ich ansetzten kann und and dem was bereits gut funktioniert, kann ich mich orientieren.

Der dritte Schwerpunkt liegt auf Inklusion und Diversität. Mit diesen fragen wie: „Welche Fragen Rund um Inklusion und Diversität findest du für Kinder besonders wichtig“ oder „Sprechen Kinder von sich aus über Unterschiede zwischen Menschen“ wollte ich herausfindend, welche Inhalte besonders präsent sind und ob es für mich hilfreiche Referenzmaterialien gibt. Denn das Ziel dieses Projektes ist es, eine Geschichte zu schaffen, die Inklusion und Diversität nicht als belehrendes Thema verpackt, sonder als selbstverständlichen Teil der Handlung. Kinder sollen nicht das Gefühl haben, dass ihnen etwas erklärt wird, sondern sie sollen eine Geschichte erleben in der Vielfalt ganz normal ist. 

Der vierte Abschnitt fokussiert sich auf interaktive Elemente. Mein Ziel ist es, ein Buch zu machen, das nicht nur gut ausschaut, sondern eines, das wirklich begeistert und funktioniert, eines das Kinder neugierig macht, Gesprächsstoff bietet und das im Alltag einfach praktisch ist. 

Im letzten Abschnitt geht die Umfrage noch auf Wünsche und Anregungen ein und drauf was ein Buch auf keinem Fall machen sollte. Mit den Ergebnissen habe ich einen guten Überblick über das Thema gewonnen und kann mit dem gestalterischen Teil  des Projekts starten. 

Umfrage (Part 7)

In meiner weiteren Auseinandersetzung mit Selfbranding habe ich eine Umfrage entwickelt, um meine eigene Wahrnehmung von außen zu ergänzen und zu hinterfragen.

Die bisherigen Beiträge haben bereits gezeigt, dass Selfbranding nicht nur eine visuelle Entscheidung ist, sondern stark davon abhängt, wie andere eine Person lesen und interpretieren. Genau an diesem Punkt setzt die Umfrage an.

Selbstwahrnehmung ist immer gefiltert. Man sieht die eigene Arbeit, die eigene Persönlichkeit und den eigenen Stil aus einer sehr persönlichen Perspektive. Genau deshalb wollte ich bewusst eine Außenperspektive einholen: Wie sehen mich Menschen, die mich kennen – und welche Assoziationen entstehen dabei?

Die Umfrage ist so aufgebaut, dass sie verschiedene Ebenen der Wahrnehmung abfragt:
Zum einen geht es um den Kontext der Beziehung – also wie und in welchem Umfeld man mich kennt. Zum anderen um die emotionale Wirkung: Welche Gefühle verbinden Menschen mit mir oder meiner Arbeit?

Außerdem interessiert mich die Frage nach meiner kreativen Positionierung: Wirke ich eher wie eine Designerin oder eine Künstlerin? Welche visuelle Sprache wird mir zugeschrieben? Und sogar so konkrete Dinge wie Typografie oder die Form meines Namens können Hinweise darauf geben, wie Identität visuell und sprachlich gelesen wird.

Mein Ziel ist es, aus diesen Antworten ein besseres Verständnis für meine eigene Position im Designkontext zu entwickeln. Nicht im Sinne einer festen „Marke“, sondern eher als ein offenes Bild davon, wie ich bereits wahrgenommen werde – und wie sich das mit meiner eigenen Selbstwahrnehmung überschneidet oder unterscheidet.

Die Umfrage dauert ungefähr 5–25 Minuten, je nachdem, wie ausführlich die Antworten sind. Jede Teilnahme hilft mir sehr bei meinem Projekt.

Hier ist der Link zur Umfrage:

https://forms.gle/W8KrUXzUsS7sRB4h9

Danke an alle, die sich Zeit nehmen und mir ihre Perspektive geben!!!

Die analoge Welt (Part 6)

Da mir im letzten Beitrag klar geworden ist, dass viele meiner Arbeiten auf analogen Prozessen basieren und mir das sehr viel Spaß macht, möchte ich versuchen, mein Self-Branding darauf aufzubauen. Mein Ziel ist es, eine analoge Technik zu finden, die ich in Zukunft sowohl digital (Website, Social Media) als auch analog (Visitenkarten etc.) verwenden kann.

In diesem Beitrag erzähle ich über die erste Technik, die ich ausprobiert habe: 3D-Linoldruck. Was ist das eigentlich? Das Prinzip der Erstellung des finalen Bildes ist ähnlich wie beim echten Linoldruck: Man hat mehrere Farben, also mehrere Druckplatten, und druckt sie nacheinander übereinander.

Der Unterschied ist aber, dass ich nicht mit echtem Linol gearbeitet habe, sondern die Druckplatten digital erstellt und anschließend als 3D-Objekte produziert habe. Dadurch entsteht eine Mischung aus analogem Look und digitalem Prozess — genau diese Kombination finde ich gerade besonders spannend.

Was mir daran gefällt, ist, dass die Ergebnisse nicht perfekt aussehen. Kleine Verschiebungen, sichtbare Strukturen und Fehler machen das Ganze menschlicher. Gerade in einer Zeit, in der so viele Designs sehr glatt und KI-generiert wirken, fühle ich mich mehr zu solchen unperfekten und greifbaren Prozessen hingezogen.

Screenshot

+ Mir gefällt diese Technik, weil man im Vergleich zum klassischen Linoldruck viel mehr Spielraum mit Texturen hat.

+ Außerdem kann man Acrylfarben verwenden, was diese Technik für mich einfacher und günstiger macht.

Im Vergleich zum traditionellen Linoldruck steckt allerdings weniger Handarbeit darin, weil die Platten nicht per Hand ausgeschnitten werden. Trotzdem mag ich gerade diese Mischung aus digitalem und analogem Prozess sehr.

Für das Fanzine-Festival habe ich bereits Postkarten in diesem Stil produziert und bin gespannt, welches Feedback ich dazu bekommen werde!

Was haben meine Projekte gemeinsam? (Part 5)

Also, wie ich in vorherigen Blogposts schon überlegt habe, brauche ich sicher eine neue Website, die meine Zielgruppe besser ansprechen wird und meine Identität besser darstellen kann.

Aber was soll da alles rein? Ich habe mir überlegt, dass ich auf jeden Fall meine Poster zeigen will, die bereits an einigen Ausstellungen teilgenommen haben. Damit werde ich mich nicht nur als Designerin, sondern auch als Künstlerin präsentieren!

Zurzeit habe ich an sechs Poster-Ausstellungen teilgenommen, und die siebte wird unsere Master-Ausstellung sein. Meine Poster waren bereits in unterschiedlichen Ländern zu sehen, wie der Ukraine, Spanien, Österreich und der Türkei. Auf meiner Website möchte ich klar machen, dass ich nicht nur eine in Österreich basierte Designerin/Künstlerin bin, sondern auch gerne an internationalen Projekten teilnehme.

Die Themen, die meine Poster ansprechen, sind unterschiedlich, aber eines ist klar: Es geht immer um den Menschen. Das ist, was ich ausgesucht habe:

Dann habe ich mir gedacht, dass ich meine Bachelorarbeit unbedingt als künstlerisches Projekt integrieren möchte, weil ich sie sehr liebe und gerne an ähnlichen Projekten teilnehmen würde.

Damit ich mich auch als Designerin präsentieren kann, möchte ich zwei Projekte einbauen, die ich für echte Kund*innen umgesetzt habe. Eines davon ist das Kochbuch für das Caritas Marienstüberl, bei dem ich auch die Design Direction übernommen habe. Dabei ging es um Illustrationen, Layoutdesign und Druckvorbereitung.

Das letzte Projekt, das ich gerne in meinem Portfolio zeigen möchte, ist ein ganz frisches Projekt, das ich für die FH Joanneum beziehungsweise den Studiengang Nachhaltigkeitskommunikation und Klimajournalismus gestaltet habe. Dort habe ich mit dem Risodrucker gearbeitet und außerdem Layout- sowie Social-Media-Design umgesetzt.

Als ich mir alle meine Projekte gemeinsam angeschaut habe, bin ich draufgekommen, dass sie alle etwas verbindet: menschliches Leben und die Abwesenheit von KI. Viele Projekte wurden mit analogen Techniken umgesetzt oder sehen zumindest so aus, als wären sie analog gestaltet worden. Ich glaube, dass das eine gute Basis für mein Self-Branding ist, mit der ich weiterarbeiten kann.

who I am talking to?? 👀 (Part 4)

So jetzt geht’s in meine Zielgruppe…

Alter? Eigentlich egal. Ich habe gemerkt, dass ich meine Zielgruppe nicht wirklich über Alter definieren möchte.

Irgendwie fühlt es sich für mich falsch an zu sagen „meine Zielgruppe ist 25–35“ oder so, als wären alle Menschen in diesem Alter gleich. Das entspricht einfach nicht meiner Realität – weder in meinem Umfeld noch online.

Stattdessen interessiert mich viel mehr, wie Menschen denken, was sie fühlen und wofür sie sich interessieren.

Ich möchte Leute erreichen, die:

– offen für visuelle Experimente sind

– sich für Kunst, Design und Ästhetik interessieren

– sich inspirieren lassen wollen oder selbst kreativ sind

Und das hat meiner Meinung nach weniger mit Alter zu tun als mit Haltung.

Ich glaube auch, dass diese Art von Einteilung schnell in eine Richtung gehen kann, die eher einschränkend als hilfreich ist. Für mich fühlt es sich stimmiger an, meine Zielgruppe über gemeinsame Interessen und Werte zu definieren, statt über Zahlen.

Am Ende geht es für mich nicht darum, wie alt jemand ist, sondern darum, ob eine Verbindung entsteht.

Ich habe 3 personas definiert:

Persona 1: Alex (Designer/Künstler)

Alex ist selbst kreativ tätig und sucht ständig nach Inspiration, neuen visuellen Ansätzen und Menschen aus der Szene. Er nutzt Instagram aktiv, um andere Künstler:innen zu entdecken und sich weiterzuentwickeln.

Warum folgt er mich?

-Er findet meine Ästhetik spannend

-Er erkennt sich in meinem Prozess wieder

-Er könnte sich vorstellen, mit mir zu arbeiten

 Was spricht ihn an?

-Einblicke in meinen kreativen Prozess

-Experimente, mutige visuelle Entscheidungen

-Persönliche Gedanken über Design & Selbstfindung

Potential:

-Ein gemeinsames Projekt

Persona 2: Sophia (arbeitet im Büro)

Sophie ist keine Designerin, aber sie liebt ästhetische Inhalte und moderne Kunst. Sie folgt Künstler:innen, weil sie sich inspirieren lassen möchte und gerne visuell „eintaucht“.

Warum folgt sie mich?

-meine Inhalte sind visuell ansprechend

-Sie spürt eine gewisse Persönlichkeit dahinter

-Sie fühlt sich emotional oder ästhetisch angesprochen

Was spricht ihn an?

-Starke visuelle Posts (Farben, Stimmung, Ästhetik)

-Authentische, nicht zu perfekte Inhalte

-kurze, verständliche Einblicke

Potential:

-Sie liked, teilt und verbreitet meine Inhalte

-Könnte in Zukunft auch Kunst/Merch kaufen

Persona 3: Marie (Die Kuratorin / Galerie)

Marie ist ständig auf der Suche nach neuen, jungen Positionen in der Kunst- und Designszene. Sie entdeckt Künstler:innen oft über Social Media oder Websites.

Warum interessiert sie sich für mich?

-meine Arbeiten haben eine klare visuelle Sprache

-meine Präsentation wirkt eigenständig und nicht generisch

-sie erkennt Potenzial für Ausstellungen oder Projekte

Was ist ihr wichtig?

-Klarheit in meiner künstlerischen Position

-Konsistenz in meinem visuellen Auftritt

-Professionalität (Website, Portfolio, Auftreten)

Potenzial:

-Einladung zu Ausstellungen

-Kooperationen

-Einstieg in die Kunstszene

Meine Zielgruppe ist für mich kein starres demografisches Konstrukt, sondern ein Zusammenspiel aus Interessen, Haltung und ästhetischer Wahrnehmung.

Im weiteren Verlauf meines Projekts möchte ich diese Definition nicht nur theoretisch festhalten, sondern durch meine Experimente auf Instagram und meiner Website weiter überprüfen und schärfen.

Am Ende geht es für mich nicht darum, wer genau zuschaut, sondern darum, ob eine Verbindung entsteht.

P.S. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich eher mit einer deutschsprachigen oder englischsprachigen Audience arbeiten möchte. Darüber werde ich mir noch Zeit nehmen, um nachzudenken!

Website ._. (Part 3)

Im Rahmen meines Self-Branding-Experiments habe ich begonnen, meine bestehende Portfolio-Website genauer zu analysieren. Nachdem ich mich im vorherigen Semester vor allem theoretisch mit dem Thema auseinandergesetzt habe, interessiert mich nun besonders die Frage, wie sich meine künstlerische Identität konkret in meinen eigenen Medien widerspiegelt – und ob diese auch für andere nachvollziehbar ist.

Meine Website dient aktuell als klassisches Portfolio und ist in mehrere Bereiche gegliedert. Die Startseite enthält grundlegende Informationen über mich, wie meinen Namen und meine Tätigkeit, bleibt dabei jedoch bewusst reduziert und eher kurz gehalten.

Ergänzend dazu gibt es eine ausführlichere About-Me-Seite, auf der ich näher auf meinen Hintergrund, meine Erfahrungen und Kontaktmöglichkeiten eingehe.

Den zentralen Teil bildet die Projektseite, auf der meine gestalterischen Arbeiten präsentiert werden – mit einem klaren Fokus auf Posterdesign, ergänzt durch weitere Projekte aus dem Designbereich.

Gestalterisch ist die Website eher minimalistisch und zurückhaltend aufgebaut. Sie wurde mit Wix umgesetzt (was man auch auf der website sieht, weil ich zu geizig war haha), was einerseits eine einfache Umsetzung ermöglicht hat, andererseits aber auch gewisse gestalterische und technische Einschränkungen mit sich bringt.

Meine bisherigen Webdesign-Kenntnisse sind eher grundlegend, was sich ebenfalls im Aufbau und in der visuellen Ausarbeitung widerspiegelt.

Trotzdem lassen sich bereits erste Ansätze einer eigenen gestalterischen Handschrift erkennen. Besonders die Verwendung der Schrift „Anton“, die ich bewusst gewählt habe, spiegelt meinen persönlichen Geschmack wider. Auch die insgesamt eher offene und informelle Stimmung der Website entspricht meinem Anspruch, mich nicht zu distanziert oder zu „perfekt“ zu präsentieren, sondern zugänglich zu bleiben.

Gleichzeitig wurde mir durch die Analyse klar, dass die Website in ihrer aktuellen Form noch nicht vollständig meine tatsächliche künstlerische Identität widerspiegelt. Der visuelle Ausdruck wirkt auf mich zu vorsichtig und „zu brav“, während meine Arbeiten und mein persönlicher Stil oft experimenteller, mutiger und lebendiger sind. Hier entsteht eine deutliche Diskrepanz zwischen dem, was ich gestalterisch ausdrücken möchte, und dem, was tatsächlich sichtbar wird.

Ein besonders auffälliger Punkt ist die Startseite, die aktuell sehr reduziert ist und dadurch eher leer wirkt. Obwohl Minimalismus bewusst eingesetzt werden kann, fehlt hier aus meiner Sicht ein klarer visueller oder inhaltlicher Einstieg, der meine Persönlichkeit oder meine Arbeit stärker vermittelt. Dadurch geht ein wichtiger Moment verloren, in dem Besucher:innen eine erste Verbindung zu mir und meiner Arbeit aufbauen könnten.

Interessant ist jedoch, dass die Website trotz dieser kritischen Punkte bereits eine gewisse Funktion erfüllt: Sie wurde im Kontext einer Masterbewerbung akzeptiert. Das deutet darauf hin, dass die strukturelle und inhaltliche Basis funktioniert, auch wenn die visuelle und konzeptionelle Ausarbeitung noch Entwicklungspotenzial hat.

Im weiteren Verlauf meines Projekts möchte ich die Website daher nicht nur optimieren, sondern gezielt als Experimentierfeld für mein Self-Branding nutzen. Dabei interessiert mich vor allem, wie sich Veränderungen im Design, in der Bildsprache oder in der Art der Präsentation auf die Wahrnehmung meiner Person auswirken.

Ziel ist es, die Website von einem eher funktionalen Portfolio zu einer klar positionierten, persönlichen Plattform weiterzuentwickeln, die meine künstlerische Identität nicht nur zeigt, sondern auch erlebbar macht. Dabei werde ich verschiedene Ansätze testen, dokumentieren und reflektieren, um besser zu verstehen, welche gestalterischen Entscheidungen tatsächlich zu einer stärkeren und authentischeren Außenwirkung führen.

P.S. Ah ja und die Website existiert heutzutage nur für Desktop, das will ich auch im Zukunft ändern und sie für handy zu optimieren 🙂

kein fancy Name (yet) Part 2

Diese Woche habe ich meinen Instagram-Account genauer unter die Lupe genommen, um herauszufinden, welche Inhalte bei meinem Publikum am besten ankommen.

Mein Account hat aktuell 380 Follower. In den letzten 30 Tagen wurden über 9.000 Aufrufe erzielt – 71 % davon stammen von Menschen, die mir noch nicht folgen. Das zeigt, dass meine Inhalte nicht nur mein bestehendes Publikum erreichen, sondern auch neue Menschen auf meine Arbeit aufmerksam machen.

In meiner Analyse habe ich die drei Videos untersucht, die mir die größte Reichweite gebracht haben.

Das erfolgreichste Video hat über 20.000 Aufrufe erreicht und zeigt meinen Alltag im Designstudium – wie das Leben als Designstudentin aussieht. Dieses Video hat mir 174 neue Follower gebracht und wurde überraschenderweise am meisten in Indonesien gesehen, obwohl ich mir nicht erklären kann, warum.

Das zweite Video war eine Art Visitenkarte von mir, in der ich mich einfach vorgestellt habe. Es hat über 7.000 Aufrufe und 51 neue Follower gebracht. Die Farben in diesem Video sind wie immer bunt, aber besonders interessant war vermutlich die vielfältige Abfolge von Sequenzen, die fast alle möglichen Farben gesammelt hat. Ich kann dieses Format wahrscheinlich nicht oft wiederholen, aber es zeigt, dass die Leute visuell abwechslungsreiche Inhalte sehr ansprechend finden.

Das dritte Video entspricht eher dem typischen Format meines Accounts – Fashion Styling. Es hat über 2.000 Aufrufe erreicht. Zwar nicht so viele wie das erste Video, aber dennoch ein Erfolg! Besonders daran ist, dass sich das Video durch seine Stimmung und Performance von allen anderen Styling-Videos auf meinem Account unterscheidet: Ich habe das erste Mal vor der Kamera getanzt, und offenbar ist das bei meiner Audience positiv angekommen. Bei diesem Video kamen die meisten Betrachter*innen aus Deutschland und Österreich, obwohl das Video auf Englisch war.

Was mich jedoch überrascht hat, ist, dass Videos mit Voice-over deutlich weniger Interaktionen erzielt haben, obwohl viele „Expert*innen“ auf Instagram genau dieses Format empfehlen.

Eine mögliche Erklärung dafür ist die Sprache: Die Voice-over-Videos habe ich auf Deutsch gemacht, während meine Audience aktuell überwiegend englischsprachig zu sein scheint. Das könnte ein Grund sein, warum diese Inhalte weniger gut performen.

Diese Beobachtung bringt mich zu einer wichtigen Frage für mein weiteres Experiment:
Wer ist eigentlich meine Zielgruppe? Soll ich mich eher auf ein deutschsprachiges oder ein englischsprachiges Publikum konzentrieren?

Im weiteren Verlauf des Semesters möchte ich genau das gezielt testen und herausfinden, welche Sprache und Kommunikationsform besser zu meiner künstlerischen Identität und meiner Audience passt.

Oder die Menschen haben meinen slawischen Akzent nicht gefeiert, wer weiß haha 🥲

Ich bin’s wieder! (Part 1)

Im vorherigen Semester habe ich mich bereits theoretisch mit dem Thema Self-Branding im künstlerischen Kontextbeschäftigt. In diesem Semester möchte ich den Fokus auf praktische Experimente legen und untersuchen, wie sich eine künstlerische Identität aktiv entwickeln und kommunizieren lässt.

Der experimentelle Teil meines Projekts besteht aus mehreren Elementen:

Ein wichtiger Schritt ist die Analyse meines bestehenden Instagram-Accounts. nstagram ist für viele junge Künstler:innen eine der wichtigsten Plattformen, um ihre Arbeiten zu präsentieren, Kontakte zu knüpfen und eine eigene visuelle Identität aufzubauen. Deshalb möchte ich zunächst den aktuellen Stand meines Accounts analysieren.

Dabei werde ich untersuchen, welche Inhalte ich bisher poste, wie sie visuell aufgebaut sind und wie sie von meinem Publikum wahrgenommen werden. Besonders interessieren mich Fragen wie: Welche Beiträge bekommen die meisten Reaktionen? Welche Art von Content funktioniert besser – zum Beispiel fertige Arbeiten, Einblicke in den Prozess oder persönliche Inhalte? Außerdem möchte ich analysieren, wie konsistent meine visuelle Sprache ist und ob mein Profil bereits eine klare künstlerische Identität vermittelt.

Auf Basis dieser Analyse plane ich, verschiedene Content-Formate und Präsentationsweisen auszuprobieren. Das kann zum Beispiel bedeuten, unterschiedliche Arten von Posts zu testen, neue visuelle Strategien zu entwickeln oder stärker Einblicke in meinen kreativen Prozess zu geben. Durch diese Experimente möchte ich beobachten, wie sich meine Online-Präsenz verändert und welche Formen der Darstellung besonders positiv aufgenommen werden.

Zusätzlich möchte ich Gespräche bzw. kleine Interviews mit Menschen führen, die mich aus unterschiedlichen Kontexten kennen. Ziel ist es herauszufinden, wie andere meine Persönlichkeit und meine kreative Arbeit wahrnehmen. Dadurch möchte ich besser verstehen, ob meine Außenwirkung mit meinem eigenen Selbstbild übereinstimmt.

Durch diese Experimente möchte ich untersuchen, wie Self-Branding praktisch funktioniert und welche Strategien jungen Künstler:innen helfen können, ihre Arbeit sichtbarer zu machen.

Ein weiterer Teil des Projekts sind Gespräche mit Menschen aus meinem Umfeld, die mich aus unterschiedlichen Kontexten kennen. Ziel ist es herauszufinden, wie andere meine Persönlichkeit und meine kreative Arbeit wahrnehmen. Dadurch möchte ich besser verstehen, ob meine Außenwirkung mit dem Bild übereinstimmt, das ich selbst von mir habe.

Bis dann 🫲

UPD: Falls DU Gedanken oder Feedback hast, kannst sie gerne in die Kommentare schreiben 🙂 Oder mir auch persönlich sagen, ich freue mich! 🐝

Design Activism (Part 10)

Last, but not least I am going to focus on some more material of activist poster design. Then I will add my next steps for my thesis, so you know what I will be doing in the future and how I will add to my collection of materials and research.

The topic I already focused on in part 6 of my blog posts was global warming and the environment. Therefore, I want to add some more posters here that focus on this exact topic.

“Unexpected Hues – Human Impact on Ocean Colors” is an interesting poster series by Franziska Stetter. It wants to raise awareness on certain oceanic problems the environment is facing. There are six posters on the topics: “[…] Phytoplankton Growth, Algal Blooms, Plastic Pollution, Oil Spills, Ocean Acidification, and Melting Ice […]” (Stetter, 2026) Each of the posters

“[…] using a vivid gradient of five RGB color values to represent changes in ocean color caused by environmental disruptions. These colors are placed based on real-world coordinates where these issues are prevalent, translated into their position on each poster. Accompanying each visual are detailed descriptions that explain the context, data, and meaning behind the chosen hues, creating a blend of scientific data and visual storytelling.” (Stetter, 2026)

In this poster Brynn Seitzman has focused on one of the effects of global warming. The typography is a call to action and makes us aware that our forests need saving. Through this quote the picture becomes alive, we do not only see burnt out matchsticks anymore, but trees, a whole forest that was burnt down by wildfire, caused by global warming and climate change.

This next poster was created by Jack parker, Evan Hamilton and Gabe Salas, students from the Texas State University. It focuses on showing what can be done against climate change within the field of agriculture through new technology. Since the greenhouse effect is a phenomenon tied to climate change, it is interesting to use this quote to advertise for new agricultural greenhouse solutions that help us live in an environment that is constantly getting hotter.

To summarize, these were some examples of advocating for change in caring more for the environment. The next steps of my thesis will be to synthesize my findings and tie them together more closely, as well as, to find even more examples that help me make choices to create my own design activist works. In the end, I want to apply the results of my research to my own practice as a designer. This will make it easier for me to create alongside my personal values and connect them to my future brand. It will add more value to my work and hopefully steer my portfolio and my future work life into directions I am interested in that make people think twice about their actions.

Thank you all for your interest in my research journey. I have still got quite a way to travel with this, but I’m more sure than ever to start creating on my own, seeing what I can do with all the insights I have gained into this broad and extremely important issue.

Sources:

Parker, Jack; Hamilton, Evan and Salas, Gabe: Dispel the Myth. In: Graphis Online, 2020. URL: https://graphis.com/entry/9165a4b3-1837-4ce2-8927-bc7a7d8f8245. Accessed 2026, Jan. 26.
Seitzman, Brynn: “Save Our Forest”. In: Graphis Online, 2015. URL: https://graphis.com/entry/acc0d43f-f96c-417b-bc4e-0fefbb27435d. Accessed 2026, Jan. 26.
Stetter, Franziska: Unexpected Hues – Human Impact on Ocean Colors. In: Graphis Online, 2026. URL: https://graphis.com/entry/80052a8b-1c57-4772-bc12-69183332c9fc. Accessed 2026, Jan. 26.