Analyse und Fazit des Werkstücks

Im Rahmen dieser Blogbeiträge wurden die Themen „One-Shot-Productions“ und „Sport Dokumentationen“ behandelt. Im Zuge dessen entstand ein Werkstück, dass das Ziel verfolgte, die beiden zentralen Themenbereiche miteinander zu verbinden. Daraus ergab sich ein zweiminütiges One-Shot-Video im Stile einer Sport Dokumentationsserie über ein Motorsport-Team. Dafür haben sich in vergangenen Blogposts einige Merkmale herauskristallisiert, die in das Werkstück eingearbeitet wurden. Trotz sonst großer Unterschiede verfolgen beide Genres ein ähnliches Ziel: Sie wollen eine möglichst hohe Immersion und emotionale Beteiligung bei ihrem Publikum erzielen. Das fertige Werkstück hat diese und weitere Merkmale aufgegriffen und in seiner eigenen Form umgesetzt. Dieser Blogbeitrag stellt eine Analyse dessen dar. 

Merkmale der One-Shot-Productions 

Eines der zentralsten Merkmale von One-Shot-Productions, das sich bereits in mehreren Blogposts dieses Jahres herauskristallisiert hat, ist die Erzeugung von Immersion durch kontinuierliche Kameraeinstellungen auf eine ganz besondere Art und Weise. Für die Zuschauer:innen entsteht durch das Fehlen von (sichtbaren) Schnitten der Eindruck, dass sie die Handlungen in Echtzeit miterleben. Dieses Prinzip wurde natürlich auch in der Produktion des Werkstücks wieder aufgegriffen: Es enthält keine Schnitte und die Kamera begleitet einen Porsche Cup Fahrer in Spielberg ohne Unterbrechung von seinem LKW bis in sein Rennauto. Dadurch wird das Publikum statt als außenstehende Person als Teil des Teams positioniert und man bekommt das Gefühl selbst am Geschehen teilzunehmen. Die kontinuierliche Kameraführung verstärkt sowohl die räumliche als auch zeitliche Nähe dessen. 

Merkmale der Sportdokumentationen 

Auch aus diesem Genre wurden Merkmale aufgegriffen, die wichtig für das Werkstück waren. In der Recherche und theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Sportdokumentationen“ hat sich schnell herausgestellt, dass dabei nicht (nur) das sportliche Ereignis im Vordergrund steht, sondern es vor allem auch um das Storytelling dahinter geht. Sportdokumentationen sind oft emotional aufgeladen und wollen das Publikum damit anstecken. Besonders wichtig ist dabei auch, dass die Athlet:innen und deren Persönlichkeiten, Emotionen und ihr Team im Vordergrund stehen. Das war ein sehr wesentlicher Punkt, der in das Werkstück eingeflossen ist. Auch dabei steht der Athlet – in diesem Fall ein Rennfahrer für das Team Proton Competition – im Vordergrund des Werkstücks und seine Gedanken und Emotionen sollten filmisch übermittelt werden. Dabei behandelt das Werkstück mit dem Thema Unfälle und die Momente vor dem „ins Auto steigen“ auch eine sehr emotional aufgeladene Angelegenheit. Dadurch wird der Motorsport nicht nur als Wettbewerb dargestellt, sondern viel mehr als Ereignis, das geprägt ist von Emotionen, Spannung und menschlichen Erfahrungen.

Ein weiteres Merkmal von Sportdokumentationen ist die Personalisierung des Sports selbst. Wie bereits in den mehreren Blogposts beschrieben wurde, werden Athlet:innen oft zu „Schauspieler:innen“ gemacht und stellen zentrale Identifikationsfiguren für das Publikum dar. Dieses Merkmal verwenden auch viele bekannte und erfolgreiche Sportdokumentationen, wie beispielsweise die Netflix Serie „Drive to Survive“. Da es in dieser Serie ebenfalls über Motorsport geht, wurde sie auch als Inspiration für dieses Werkstück verwendet. 
Zuschauer:innen interessieren sich nicht mehr nur für die sportlichen Ereignisse bzw. Ergebnisse eines Events. Vielmehr geht es ihnen um die Menschen dahinter. Die persönlichen Eindrücke, Gedanken und Gefühle des Rennfahrers Keagan Masters stehen im Vordergrund des Werkstücks. So wirkt das Video zusätzlich wie eine persönliche Geschichte, die dem Publikum von Masters erzählt wird. So wirkt er als Person viel greifbarer und das gesamte Werkstück erzeugt viel mehr Nähe bei den Zuschauer:innen. 

Ein weiterer essenzieller Teil von Sportdokumentationen ist Interviews mit beteiligten Personen – seien das nun Athlet:innen, Teamchefs oder Mitarbeiter:innen. Durch das Filmen einer One-Shot-Aufnahme war dies anfänglich etwas schwierig zum Einarbeiten, ohne dabei die Immersion zu „zerstören“ bzw. ohne, dass ihre Wirkung verloren geht. Als Lösung wurden die Originalsounds aus der Pit ebenfalls im Hintergrund gelassen und in Sprechpausen verstärkt. Dadurch bleibt die visuelle Kontinuität erhalten während gleichzeitig Informationen und Gedanken des Fahrers vermittelt werden können. So werden zwei wichtige Merkmale aus beiden Genres verbunden. 

Sportdokumentationen balancieren häufig zwischen Authentizität und Inszenierung. Es ist ein Spannungsfeld zwischen realen Sportereignissen und dramaturgischer Gestaltung bzw. Storytelling. Auch diese Merkmale zeigt das Werkstück: Es werden reale Abläufe in der Pit gezeigt, die bewusst durch das Interview in einen erzählerischen Zusammenhang gebracht werden. So wird das Publikum bewusst auf den Moment den Qualifying-Start vorbereitet. Außerdem wurde sich stark daran orientiert, dass Motorsport aus mehr als nur Autos und Geschwindigkeit besteht. Es dreht sich vieles – vor allem im sprachlichen Teil – um die psychische Belastung und emotionale/mentale Herausforderungen und Konflikte. Das gibt den Zuschauer:innen auch eine neue Perspektive auf den Motorsport.

Fazit 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Werkstück viele wichtige Merkmale beider Genres erfolgreich miteinander verbindet. Die kontinuierliche Kameraführung bringt Immersion in das Video, während typische Elemente aus Sportdokumentationen, wie beispielsweise die Identifikation mit dem Rennfahrer oder die emotionale Dramaturgie, ebenfalls eingebunden wurden. Damit setzt das Werkstück die theoretischen Grundlagen der Blogbeiträge praktisch um und beantwortet die Forschungsfrage, ob sich beide Genres verbinden lassen. Sportdokumentationen und One-Shot-Productions lassen sich durch gemeinsame erzählerische Ziele zu einem Format zusammenführen. 

Es wurden Dinge aus vergangenen Blogposts „zitiert“ und Informationen daraus bezogen. Die Quellen finden sich dementsprechend dort. Außerdem wurde dieser Text von ChatGPT korrigiert. Alle Inhalte wurden von mir selbst auf Richtigkeit und Relevanz überprüft und der Text selbst wurde von mir erstellt.

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