Nachdem der Videodreh abgeschlossen war, ging es für mich an den Schnitt und an die Vorbereitung für das Color Grading. In diesem Schritt wurde mir noch einmal klar, dass das spätere Grading schon viel früher beginnt, nämlich direkt beim Ordnen, Schneiden und Vorbereiten des Materials. Je sauberer dieser Teil ist, desto leichter lässt sich später mit den Farben arbeiten.
Importieren des Materials
Zuerst habe ich alle Aufnahmen in mein Schnittprogramm importiert und mir einen Überblick über das gesamte Material verschafft. Das war wichtig, weil ich nur so sehen konnte, welche Szenen technisch brauchbar sind und welche ich eher nicht verwenden kann. Gerade bei einem kleineren Projekt ist es hilfreich, das Material von Anfang an ordentlich zu sammeln, damit man später nicht den Überblick verliert.
Beim Import war für mich besonders wichtig, die Clips sinnvoll zu benennen und direkt in passende Ordner oder Bereiche einzuteilen. So musste ich später nicht lange suchen und konnte schneller zwischen den einzelnen Aufnahmen wechseln. Schon hier merkt man, dass gute Organisation Zeit spart und den gesamten Workflow einfacher macht.
Videoschnitt
Im nächsten Schritt habe ich mit dem eigentlichen Videoschnitt begonnen. Dabei ging es mir zuerst nicht um Perfektion, sondern darum, eine erste Reihenfolge zu finden, die zum Vlog passt. Ich wollte den Ablauf vom Aufstehen bis zum Weg in die FH so zusammenstellen, dass er logisch wirkt und sich natürlich anschauen lässt.
Beim Schneiden ist mir aufgefallen, wie stark die Wirkung eines Videos von der Reihenfolge der Bilder abhängt. Selbst einfache Alltagsszenen bekommen eine andere Wirkung, wenn man sie anders anordnet oder länger bzw. kürzer stehen lässt. Genau deshalb war der Schnitt für mich nicht nur ein technischer Schritt, sondern schon ein erster kreativer Teil des Projekts.
Auswahl der besten Szenen
Nicht jede Aufnahme war automatisch gut genug für die Endversion. Deshalb habe ich aus dem Material die Szenen ausgewählt, die am besten zur Stimmung des Videos passen und technisch am stärksten sind. Dabei habe ich vor allem auf Bildruhe, Licht, Bewegungsfluss und Verständlichkeit geachtet.
Die Auswahl war auch deshalb wichtig, weil ich mein Material später farblich angleichen wollte. Wenn einzelne Szenen zu unterschiedlich oder zu schwach aufgenommen sind, wird das Grading schwieriger. Deshalb habe ich lieber weniger, aber bessere Szenen verwendet, statt möglichst viel Material einzubauen.
Projektorganisation
Ein großer Teil dieses Schrittes war die Organisation des Projekts. Dazu gehört für mich nicht nur das Sortieren der Dateien, sondern auch das bewusste Entscheiden, welche Clips ich im Projekt behalten will und welche nicht. Gerade bei mehreren Versionen oder Versuchen kann es schnell unübersichtlich werden.
Ich habe gemerkt, dass eine gute Projektstruktur später auch den kreativen Prozess verbessert. Wenn man weiß, wo welches Material liegt, kann man sich mehr auf den Inhalt konzentrieren. Das ist besonders wichtig, wenn man das Color Grading nicht nur als letzten Feinschliff versteht, sondern als Teil eines durchdachten Workflows.
Vorbereitung für das Color Grading
Bevor ich mit dem Grading beginne, muss das Material technisch vorbereitet sein. Das bedeutet für mich vor allem, dass die Schnittfassung schon steht und die grundlegende Reihenfolge der Szenen festgelegt ist. So kann ich mich später im Grading auf die Bildwirkung konzentrieren, statt ständig noch am Schnitt zu verändern.
Die Vorbereitung fürs Color Grading ist also eine Art Zwischenstufe: Das Video ist schon strukturiert, aber noch nicht final gestaltet. In diesem Zustand kann man sehr gut sehen, welche Szenen zusammenpassen und wo eventuell noch Anpassungen nötig sind. Für mich ist das wichtig, weil das Grading nur dann sinnvoll funktioniert, wenn die Grundlage stimmt.
Erste technische Korrekturen
Noch bevor ich an kreative Farblooks denke, habe ich erste technische Korrekturen vorgenommen. Dazu gehört zum Beispiel, dass ich Helligkeit, Kontrast und allgemeine Bildbalance prüfe. Solche Korrekturen sind wichtig, damit das Material überhaupt eine gute Ausgangsbasis für das eigentliche Grading bekommt.
Mir ist dabei besonders aufgefallen, dass man technische Korrekturen und kreatives Grading nicht miteinander verwechseln sollte. Erst wenn das Bild technisch sauber ist, kann man bewusst mit Farben, Stimmung und Stil arbeiten. Genau diese Reihenfolge macht den Prozess für mich logisch und nachvollziehbar.
Was ich dabei gelernt habe
Für mich waren diese Arbeitsschritte deshalb sehr wichtig, weil ich hier gemerkt habe, wie eng Schnitt und Farbgestaltung miteinander verbunden sind. Ein gut vorbereiteter Clip lässt sich später viel leichter graden als ein chaotisches oder schlecht strukturiertes Projekt. Genau deshalb sehe ich diesen Teil als eine der wichtigsten Phasen meines gesamten Semesterprojekts.
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