Im Rahmen meines Self-Branding-Experiments habe ich begonnen, meine bestehende Portfolio-Website genauer zu analysieren. Nachdem ich mich im vorherigen Semester vor allem theoretisch mit dem Thema auseinandergesetzt habe, interessiert mich nun besonders die Frage, wie sich meine künstlerische Identität konkret in meinen eigenen Medien widerspiegelt – und ob diese auch für andere nachvollziehbar ist.
Meine Website dient aktuell als klassisches Portfolio und ist in mehrere Bereiche gegliedert. Die Startseite enthält grundlegende Informationen über mich, wie meinen Namen und meine Tätigkeit, bleibt dabei jedoch bewusst reduziert und eher kurz gehalten.

Ergänzend dazu gibt es eine ausführlichere About-Me-Seite, auf der ich näher auf meinen Hintergrund, meine Erfahrungen und Kontaktmöglichkeiten eingehe.

Den zentralen Teil bildet die Projektseite, auf der meine gestalterischen Arbeiten präsentiert werden – mit einem klaren Fokus auf Posterdesign, ergänzt durch weitere Projekte aus dem Designbereich.

Gestalterisch ist die Website eher minimalistisch und zurückhaltend aufgebaut. Sie wurde mit Wix umgesetzt (was man auch auf der website sieht, weil ich zu geizig war haha), was einerseits eine einfache Umsetzung ermöglicht hat, andererseits aber auch gewisse gestalterische und technische Einschränkungen mit sich bringt.

Meine bisherigen Webdesign-Kenntnisse sind eher grundlegend, was sich ebenfalls im Aufbau und in der visuellen Ausarbeitung widerspiegelt.
Trotzdem lassen sich bereits erste Ansätze einer eigenen gestalterischen Handschrift erkennen. Besonders die Verwendung der Schrift „Anton“, die ich bewusst gewählt habe, spiegelt meinen persönlichen Geschmack wider. Auch die insgesamt eher offene und informelle Stimmung der Website entspricht meinem Anspruch, mich nicht zu distanziert oder zu „perfekt“ zu präsentieren, sondern zugänglich zu bleiben.


Gleichzeitig wurde mir durch die Analyse klar, dass die Website in ihrer aktuellen Form noch nicht vollständig meine tatsächliche künstlerische Identität widerspiegelt. Der visuelle Ausdruck wirkt auf mich zu vorsichtig und „zu brav“, während meine Arbeiten und mein persönlicher Stil oft experimenteller, mutiger und lebendiger sind. Hier entsteht eine deutliche Diskrepanz zwischen dem, was ich gestalterisch ausdrücken möchte, und dem, was tatsächlich sichtbar wird.
Ein besonders auffälliger Punkt ist die Startseite, die aktuell sehr reduziert ist und dadurch eher leer wirkt. Obwohl Minimalismus bewusst eingesetzt werden kann, fehlt hier aus meiner Sicht ein klarer visueller oder inhaltlicher Einstieg, der meine Persönlichkeit oder meine Arbeit stärker vermittelt. Dadurch geht ein wichtiger Moment verloren, in dem Besucher:innen eine erste Verbindung zu mir und meiner Arbeit aufbauen könnten.
Interessant ist jedoch, dass die Website trotz dieser kritischen Punkte bereits eine gewisse Funktion erfüllt: Sie wurde im Kontext einer Masterbewerbung akzeptiert. Das deutet darauf hin, dass die strukturelle und inhaltliche Basis funktioniert, auch wenn die visuelle und konzeptionelle Ausarbeitung noch Entwicklungspotenzial hat.
Im weiteren Verlauf meines Projekts möchte ich die Website daher nicht nur optimieren, sondern gezielt als Experimentierfeld für mein Self-Branding nutzen. Dabei interessiert mich vor allem, wie sich Veränderungen im Design, in der Bildsprache oder in der Art der Präsentation auf die Wahrnehmung meiner Person auswirken.
Ziel ist es, die Website von einem eher funktionalen Portfolio zu einer klar positionierten, persönlichen Plattform weiterzuentwickeln, die meine künstlerische Identität nicht nur zeigt, sondern auch erlebbar macht. Dabei werde ich verschiedene Ansätze testen, dokumentieren und reflektieren, um besser zu verstehen, welche gestalterischen Entscheidungen tatsächlich zu einer stärkeren und authentischeren Außenwirkung führen.
P.S. Ah ja und die Website existiert heutzutage nur für Desktop, das will ich auch im Zukunft ändern und sie für handy zu optimieren 🙂




