Die Geschichte darüber, wie ich mich auf die künstlerische Bühne bringen will ._. (Part 4. Es wurde wieder ein gescheites Buch gefunden)

Hallo! Ich bin’s wieder 🤝

Diese Woche bin ich auf das Buch “90 Day Brand Plan” gestoßen 👇, und eine Stelle darin hat mich besonders beschäftigt: der Unterschied zwischen Personal Branding und Corporate Branding. Obwohl beide Begriffe im Marketing selbstverständlich wirken, zeigt der Autor sehr deutlich, warum die Zukunft stärker im persönlichen Markenaufbau liegt als in klassischen Unternehmensmarken.

Der Text argumentiert, dass sich Menschen emotional und kognitiv viel stärker mit anderen Menschen verbinden als mit Unternehmen. Geschichten, Erfahrungen, Fehler und Erfolge schaffen Nähe und Identifikation. In sozialen Medien wird diese Dynamik besonders sichtbar, denn Personen haben oft deutlich mehr Reichweite, Engagement und Follower als die Firmen, für die sie arbeiten. (vgl. Walker, 2024)

Studien zeigen, dass 92 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten Empfehlungen von Freundinnen und Freunden mehr vertrauen als klassischen Werbeanzeigen. Authentizität wirkt stärker als Marketing, und persönliche Marken gelten als glaubwürdiger und nahbarer. (vgl. Walker, 2024)

Die Orientierung an Vorbildern ist nichts Neues. Social Media hat diesen Mechanismus jedoch beschleunigt und für alle zugänglich gemacht. Wer eine persönliche Marke aufbaut, kann heute Meinungen und Konsumentscheidungen beeinflussen, unabhängig von großen Medienhäusern oder Agenturen. (vgl. Walker, 2024)

Das Buch verweist darauf, dass bereits 2012 Verkäuferinnen und Verkäufer mit einer starken Social-Media-Präsenz deutlich höhere Verkaufszahlen erzielten. Empfehlungen von echten Personen wirken unmittelbarer und überzeugender als die Kommunikation von Unternehmen. (vgl. Walker, 2024)

Hohe Followerzahlen, Kommentare und Interaktionen dienen in sozialen Medien als soziales Qualitätsmerkmal. Wer sichtbar ist, wird als kompetent, vertrauenswürdig und gut vernetzt wahrgenommen. Diese Wirkung betrifft sowohl Konsumentinnen und Konsumenten als auch mögliche Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. (vgl. Walker, 2024)

Rund 70 Prozent der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber prüfen Social-Media-Profile, bevor sie jemanden einstellen. Interessant ist, dass das Fehlen einer Online-Präsenz teilweise negativ bewertet wird. Sichtbarkeit wird zu einem Zeichen für Professionalität und zeitgemäße Kommunikation. Die berufliche Identität wird dadurch weniger über den Jobtitel definiert, sondern vielmehr über die Art und Weise, wie eine Person online auftritt. (vgl. Walker, 2024)

Personal Branding ist längst kein reines Marketinginstrument mehr. Es hat sich zu einem kulturellen und gestalterischen Phänomen entwickelt. Für Designerinnen, Forscherinnen und Kreative ist die eigene Sichtbarkeit ein aktiver Bestandteil der beruflichen Positionierung. Die zentrale Erkenntnis des Buchs lautet, dass Social Media heute die moderne Visitenkarte ist und dass Menschen anderen Menschen folgen, nicht Marken. Wer versteht, wie persönliche Marken funktionieren, kann sowohl Konsumentinnen und Konsumenten erreichen als auch berufliche Chancen und kreative Projekte aktiv gestalten.

Quelle:

Walker, Dain: The 90 day brand plan. How to Unleash Your Personal Brand to Dominate the Competition and Scale Your Business. Willen:New Jersey 2024

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