*14 Interview mit Grafik Designerin 

Im Rahmen einer Lehrveranstaltung hatten wir die Möglichkeit, ein Interview mit jemanden aus dem Design Bereich zu führen. Ich habe mich für Selina Pichler entschieden, eine Designerin, die einen klaren Blick für das hat, was gestalterisch funktioniert und wo ich wusste sie hat einen Bezug zu Illustrationen, Storytelling  und interaktiven Elementen. Sie geht regelmäßig durch Buchhandlungen, stöbert in der Kinderbuchabteilung und hat sich schon selbst Gedanken dazu gemacht was ein gutes Kinderbuch ausmacht. Genau das sie für mein Projekt interessant gemacht, denn ich wollte nicht nur die Perspektive von Eltern oder Pädagog:innen hören, sondern auch von jemanden, der gestalterisch denkt.

Das Interview hat in einer ruhigen Atmosphäre stattgefunden und Selina war von Beginn an offen und gesprächsbereit. Ich habe ihr ähnliche Fragen gestellt wie schon in der Umfrage nur diesmal mit den Fokus durch das persönliche Gespräch mehr erfragen zu können. Die Fragen waren: „Hast du noch manchmal Kinderbücher in der Hand?“, “Hast du Kinder in deinem Umfeld?“, „Glaubst du, dass Kinderbücher einen Einfluss haben, wie Kinder die Welt sehen?“, „Stört es dich, wenn Inklusion und Diversität in Kinderbüchern als zentrales Thema eingesetzt werden?“, „Sollten Kinderbücher deiner Meinung nach erkläre oder einfach zeigen?“, „ Glaubst du, dass interaktive Kinderbücher das Verständnis vin Kindern beeinflusst?“, „Wenn du ein Kinderbuch gestalten würdest, welche interaktive Elemente würdest du einbauen?“

Was mich an Selinas Antworten am meisten überrascht hat, war wie klar sie zwischen zwei verschiednen Arten von Büchern unterschiedet. Sie sagte, es soll ruhig Bücher geben, die Inklusion aktiv erklären und ins Zentrum stellen. Aber es soll auch Bücher geben, die Diversität einfach zeigen, ohne es jedes Mal extra herausheben. Ihre Formulierung dazu war sehr direkt und hat mich zum nachdenken gebracht: “Wenn Inklusive Details jedes Mal herausgepusht werden, normalisieren sie sich nie.“ Das ist im Grunde genau das, was ich mit meinem Projekt erreichen will, und es war sehr spannend, dass jemand der sich nicht tagtäglich mit Kinderbüchern beschäftigt, die gleiche Meinung hat.

Beim Thema interaktive Elemente hatte Selina eine klare Meinung. Am liebsten mag sie Dinge, die Kinde selbst und alleine bedienen können. Sie hat die rot-blauen Lupenelemente erwähnt, mit denen man Dinge verschieben und entdecken kann, also Sachen bei denen keine Erwachsenen helfen müssen. Das deckt sich gut mit meiner Überlegung, denn auch die Umfrage hat gezeigt, dass einfache Klappmechanisemen als besonders beliebt gelten.

Was das Interview für mich außerdem wertvoll gemacht hat, war das Feedback danach. Für meine Masterarbeit werde ich auch Interviews führen und hier ist es dann sehr wertvoll, wenn ich davor schon Erfahrungen sammeln kann und Feedback bekomme um Fehler zu vermeiden. Im Nachgespräch wurde mir gesagt, dass ich manchmal Dinge doppelt formulier habe oder zu viel Inhalt auf einmal gefragt habe. Zum Beispiel habe ich gefragt, ob ein Buch Inklusion erklären doer zeigen soll, aber die Frage war eigentlich schon  in sch zweigeteilt. Selina hat das im Interview beantwortet, aber in einem anderen Gespräch hätte das vielleicht zu Verwirrungen geführt. Für die nächste Interviewsituation nehme ich mit, dass ich Fragen klar und einzeln stollen soll und schauen muss ob eine Antwort schon in der nächsten Frage steckt. 

Insgesamt war das Interview für mich eine Bestätigung. Die Gedanken, die Selina mitgebracht hat decken sich mit dem, was ich auch in der Umfrage analysiert habe und mit der Richtung, die ich für das Projekt einschlagen machte. Inklusion zeigen, nicht erklären und Interaktivität so gestalten, dass sie Kindern Selbstständigkeit bietet und nicht Abhängigkeit

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