*20 Auswertung + Fazit

Jetzt ist der Test durchgeführt und auch der Papa hat alle Fragen im Fragebogen beantwortet. Ich habe während dem Test auch einiges notiert und das haben die Antwort im Fragebogen größtenteils bestätigt, jedoch gab es auch ein paar Dinge die mich überrascht haben. Die Texturenseite mit dem Igel war eindeutig das Element was am meisten Begeisterung ausgelöst hat. Der Bub hat sie am längsten in der Hand gehalten, ist mehrfach über die verschiedenen Texture gefahren und hat sich die Seite am Ende des Test nochmals genommen. Der Papa hat im Fragebogen ebenso bestätigt, dass dieses Element, seinem Sohn am meisten begeistert hat. Dieses Ergebnis habe ich nicht erwartet, da ich dachte, dass dieses Element nicht mehr ansprechend für die Altersgruppe ist. Das hat mich persönlich am meisten überrascht. 

Der Papa hat ebenfalls angegeben, dass sein Kind zu keinem Zeitpunkt überfordert wirkte. Ich hatte beim dritten Element, der Entscheidungsseite, den Eindruck, dass der Bub nicht wirklich wusste, was er mit der Seite jetzt machen soll. Erst habe ich gedacht er wäre etwas überfordert aber genau da ist der Blickwinkel von Eltern besonders wertvoll, da die ihre Kinder kennen und besser abschätzen können wie ihr Kind darauf reagiert. Der Papa meinte dann, es wirkte so als hätte sein Sohn in diesem Moment einfach auf was anderes gehofft. Die Entscheidungsseite hat der Papa im Fragebogen auch nur mit 2 von 5 Sternen bewertet also eher unbeliebt. Das deckt sich aber auch mit meiner Beobachtung, denn der Bub hat mit dieser Seite am wenigsten interagiert. Ich denke, dass das Konzept in dieser Altersgruppe noch einen zusätzlichen Anker braucht, irgendwas Physisches, das die Entscheidung greifbarerer macht. Eine reine Illustration mit einer Frage reicht hier nicht aus um Interaktion auszulösen. Im Nachhinein habe ich auch das Gefühl, dass diese Seite sehr schwer gestaltet war beziehungsweise bei Entscheidungsfragen mehr Kontext da sein sollte.  

Nach dem Test hat der Bub auch gesagt, dass der Igel lustig war. Kein großes Designfeedback einfach eine ehrliche Antwort wie er es empfunden hat. Daraus kann ich schließen, dass das Element Emotionen ausgelöst hat. Der Papa hat am Ende des Fragebogens noch einen Wunsch geäußert, denn er meinte, dass mehr interaktive Elemente für die Altersgruppe passender wären, also zum Beispiel nicht nur eine Klappkarte sonder drei, vier. Das ist ein Hinweis, dass das Konzept zwar gut ankommt aber definitiv noch verbessert werden muss. Eine Erkenntnis die ich mir für die weitere Entwicklung des Projekts im Hinterkopf behalten werde. 

Durch die Blogeinträge habe ich dieses Semester einiges mitnehmen können, und haben mir auch den Raum gegeben, Dinge auszuprobieren die mir später bei meiner Masterarbeit wirklich helfen können und ich auch so Fehler vermeiden kann. Vor allem die Umfragen und auch das kleine Interview haben mir dabei geholfen mein Thema noch mehr zu konkretisieren und auch ein Verständnis zu bekommen, was wirklich gewünscht wird. In einigen Punkten wurde ich auch bestärkt, dass mein Gedankenzug schon gut passt und ich dort noch weiter arbeiten kann. In anderen Punkten hat mich das Semester auch in eine Richtung gelenkt, die ich gar nicht im Kopf hatte mit den interaktiven Elementen. Auch der Test hat mir wirklich spannende Erkenntnisse gegeben und mich auch sehr überrascht, was dieser Altersgruppe denn eigentlich so gefällt. 

Das Semester hat mir einige Antworteten gegeben aber auch sehr viele weitere Fragen fürs nächste Semester beziehungsweise meine Masterarbeit geliefert, wie „Wie viel interaktive Elemente braucht ein Buch wirklich, damit es fesselnd ist?“, „Wie kann ich Diversität und Inklusion in der Vordergrund bringen ohne es tatsächlich in den Vordergrund zu stellen?“ Oder „wie kann die Geschichte ausschauen“ Da werde ich definitiv noch viel weitere Recherchen und Tests machen können.

Das wars, schönen Sommer! :)) 

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *