Ich bin in das Gespräch mit zwei bzw. zweieinhalb potenziellen Themen für eine Masterarbeit hineingegangen, unsicher ob DAS richtige dabei ist. Mein einziges Ziel ist bzw. war es, ein Thema zu finden, dass mir Spaß macht, das ich gerne mache und wo ich viel Liebe (zur zusätzlichen viel Zeit) hineinstecken kann.
Meine Überlegungen waren die folgenden: Zuerst habe ich darüber nachgedacht und mit Daniel Bauer diskutiert, ob sich meine bisherigen Blogpost-Themen für eine Masterarbeit eignen und ob ich diese in meiner beruflichen Zukunft weiterverfolgen möchte. Da ich mich bereits in meinem Bachelorstudium (und in meiner Freizeit) viel mit dem Thema Sport und Sportdokumentationen beschäftige bzw. beschäftigt habe, war ich mir sehr unsicher, ob ich mich nochmal so intensiv damit befassen will und kann, ohne den Spaß an der Freude zu verlieren. Daniel war zwar der Meinung, dass, wenn ich Sport Videographie oder Content Creation beruflich verfolgen möchte, es sich auf jeden Fall lohnt, eine Masterarbeit zu diesem Thema zu verfassen, aber für mich hat es sich tatsächlich nicht ganz richtig angefühlt und ich wollte mal etwas Neues ausprobieren. Die One-Shot-Filme standen auch noch kurz im Raum, weshalb sie für mich als halbes mitgebrachtes Thema gelten.
Womit wir auch schon zu meinem zweiten „ganzen“ Thema kommen: Buchverfilmungen. Nachdem ich Daniel ausführlichst über das bestehende „Booktok-Universum“ aufgeklärt habe, sind wir dazu gekommen, das Themengebiet potenziell einzugrenzen. Während dem Gespräch habe ich auf jeden Fall gemerkt, dass mein Bauchgefühl definitiv auf dieser „Themengebietseite“ ist und es mir auch sehr Spaß macht, darüber nachzudenken, zu reden und zu recherchieren. Daniel hat mich auch gefragt, welcher Aspekt mich an dem Thema „Buchverfilmungen“ am meisten interessiert. Meine Antwort „eigentlich alles“ war ihm nicht eingrenzend genug, weshalb wir ein bisschen weiter darüber diskutiert haben mit dem Versuch, alles etwas konkreter zu gestalten. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass es doch etwas schwieriger ist, das Ganze einzugrenzen, da mich wirklich ALLES daran interessiert: Wie wird ein Buch zu einem Drehbuch, was lässt man weg bzw. tut man dazu? Wie sehr hält man sich an das Geschriebene? Wie sehr sind Autor:innen in dem Prozess involviert, vor allem auch beim Drehbuchschreiben? Wie gestaltet man das Casting und Setdesign, da man die verschiedensten Vorstellungen der Buchwelt für alle „real“ definiert? Wie läuft auch die Postproduktion ab, wie fängt man den „Vibe“ des Buches ein? Vor allem durch Booktok – also TikTok (bzw. alle Social Media Plattformen die Short Form Videos beinhalten) über Bücher – hat eine große Meinung zu Buchverfilmungen. Was wird dann ein Hit und was nicht? Wie groß ist der kommerzielle Vorteil für Produzenten, da man fast sicher ein gewisses Publikum für den Film bekommt und ganz sicher ist, dass sich Menschen den Film (oder die Serie) anschauen werden, wenn das Buch halbwegs erfolgreich und beliebt war?
Man sieht also, dass sich hierbei viele Fragen aufgeworfen haben, die ich hoffentlich in meiner Masterarbeit beantworten kann – zumindest zum Teil. Ich habe mich jetzt dazu entschieden, mit der (eventuellen) Forschungsfrage „Wie wird ein Buch zu einem Film und wie wird es erfolgreich?“ zu beschäftigen.
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