Überlegungen zu meinem Forschungsthema

Anfang des Masters habe ich mich damit auseinandergesetzt, wie Leben vor uns, nach uns und auf anderen Planeten aussehen könnte, wo der Schnittpunkt zwischen Wissenschaft und Fiktion legt und wie wir dies in den Medien darstellen. Danach wollte ich versuchen das Gelernte anzuwenden, indem ich ein spekulatives Ökosystem entwickle – graphisch aber auch mit Text.

Ich wollte mich damit auseinandersetzen, wie man immersive Welten in einem Ökosystem gestaltet, das uns selbst fremd ist. An welchem Punkt die Wissenschaft endet und Fantasie beginnt. Wie all dies in den Medien umgesetzt wird – sowohl zur Unterhaltung, aber auch zur Bildung.

Was also ist meine Forschungsfrage? Was ist meine Hypothese? Und hat das Ganze einen wissenschaftlichen Mehrwert der über meinem bloßen Interesse in dem Thema reicht?

Mögliche Wege:

Wie stellt man Welten dar, die dem Leser nicht bekannt sind?

Inwiefern kann man unser Wissen über vergangenes und gegenwärtiges Leben nutzen, um Schlüsse über zukünftiges und fremdes Leben zu ziehen?

Wo liegt die Grenze zwischen Wissenschaft und Fantasie beim Gestalten von fremden Welten?

Wie baut man ein glaubhaftes fiktives Ökosystem auf und wie übermittelt man die Informationen ans Publikum auf eine ansprechende Weise?

Es gibt viele Möglichkeiten, doch um eine Forschungsfrage zu finden, sollte ich wahrscheinlich klären, wie ich mein Thema definieren will.

Geht es mir reinlich um wissenschaftliche Darstellungen und soll ich daher meinen Fokus auf prähistorisches Leben und spekulative Evolution legen? Soll ich daher eher eine sachliche Richtung einschlagen und sehen, wie ich wissenschaftliche Fakten verständlich aufbereiten kann?

Oder soll ich eine weniger ernste Perspektive verfolgen, schauen inwiefern ich mich in Biologie und Ökologie einlesen muss, um ein glaubhaftes fiktives Ökosystem zu schaffen. Hierbei wäre ein Fokus auf spekulativer Evolution nicht bloß als wissenschaftliches Gedankenexperiment, sondern auch als Tool zum Storytelling.

Gegeben, dass meine Leidenschaft fürs Geschichtenschreiben lange vor meinem Interesse in Design gekommen ist, werde ich die letztere Richtung einschlagen. Wie ich meine Forschungsfrage und Hypothese jedoch aufbauen will, braucht noch mehr Überlegung.

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