To put it in a nutshell – Zusammenfassung der Blogbeiträge

Topic: Green Filming

In den vergangenen Blogbeiträgen wurden viele Informationen und Tipps präsentiert, die dabei helfen sollen, die Filmproduktion nachhaltiger zu gestalten. Da diese Menge an Informationen oft überwältigend sein kann, werden in diesem letzten Blogbeitrag noch einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Filmproduktionen und die Umwelt

Zu Beginn dieser Blogpost-Reihe wurde festgestellt, dass Filmproduktionenen einen nennenswerten Einfluss auf die Umwelt haben. Bereits kleine Produktionen verursachen im Durchschnitt etwa 391 Tonnen CO2 was in etwa so viel ist wie 52 Österreicher:innen in einem Jahr ausstoßen. Große Tendpole-Produktionen erzeugen bei weitem mehr: durchschnittlich ungefähr 3.370 Tonnen CO2. Umgerechnet ist das so viel wie 449 Österreicher:innen in einem ganzen Jahr verursachen. Um diese Zahlen zu verringern, gibt es Maßnahmen, die dabei helfen die Umwelt zu schützen.

Das sogenannte Green Filming beschäftigt sich mit der Produktion von umweltfreundlicheren Filmen und hat das Ziel, Emissionen einzudämmen und so viele Ressourcen wie möglich zu schonen. Dabei werden alle Phasen und Departments der Filmproduktion miteinbezogen, wodurch von Regie und Kamera bis hin zu Szenenbild und Crew jede Person zu einer nachhaltigeren Produktion beiträgt. 

Die Maßnahmen

Vor allem während der Preproduction werden die Weichen für eine umweltbewusste Produktion gelegt. Zu Beginn wird für gewöhnlich ein:e Nachhaltigkeitsbeauftragte:r festgelegt, der/die dafür zuständig ist, die Umsetzung der Umweltstandards zu kontrollieren, das Team zu beraten und die Maßnahmen zu dokumentieren. Während der Planungsphase geht es darum, Drehorte strategisch clever zu wählen, um unnötige Transportwege zu vermeiden, vorzugsweise lokale und nachhaltige Dienstleister:innen zu engagieren und die Drehtage so energieeffizient wie möglich zu planen. 

Während der Drehtage wird das Augenmerkt vor allem auf die Mobilität, die Bedienung des Equipments und die Vermeidung von Abfall gelegt. Alle mitwirkenden Personen sollten so gut wie möglich öffentliche Verkehrsmittel nutzen, um von A nach B zu gelangen. Dabei helfen beispielsweise möglichst nahgelegene Unterkünfte. Außerdem ist es während der Dreharbeiten wichtig, Energieeffiziente Geräte zu verwenden und Standby-Modi zu vermeiden. Wenn möglich ist das Leihen von Lichtern, Kamera und Co dem Neukauf vorzuziehen. Auch die Müllvermeidung und die Mülltrennung sind in dieser Phase besonders wichtig.

 Das Production Design

Die Gestaltung von faszinierenden und ansprechenden Welten zieht oft einen hohen Materialeinsatz mit sich. Sets werden gebaut, Kostüme werden produziert und Spezialeffekte sorgen für den gewissen Nervenkitzel. Das Production Design hat ein großes Verbesserungspotenzial und kann durch gute Planung und Kreativität geschickt nachhaltiger gemacht werden. 

Auch hier ist die bedachte Wahl der Locations besonders wichtig, um Transportwege einzuschränken und auch den Naturschutz sicherzustellen. Die verwendeten Materialien sollten recyclebar, zertifiziert und im besten Fall regional beschafft werden. Wird das Set nicht mehr benötigt, sollte dieses wieder so gut wie möglich in seine Einzelteile zerlegt und in weiteren Produktionen wiederverwendet werden können. 

Da Spezialeffekte, wie Explosionen, Feuer, oder Kunstschnee oft eine hohe Umweltbelastung mit sich ziehen, sollten diese so gut wie möglich vermieden werden. Als nachhaltigere Option kann hier mit Visual Effects und Virtual Production gearbeitet werden. Dadurch werden die Natur und Biodiversität and den Drehorten geschützt, Ressourcen geschont und Transportwege vermieden. 

Auch im Bereich von Kostüm und Maske können einige Maßnahmen getroffen werden, um nachhaltiger zu agieren. Hier sollte vor allem versucht werden, Kostüme aus einem Kostümfundus zu leihen, oder Kleidung Second-Hand zu beschaffen. Ist dies nicht möglich, so sollte bei der Materialwahl auf Umweltzertifikate, recycelte und ökologische Materialien geachtet werden. Die Reinigung der Kostüme sollte energieeffizient und nachhaltig von statten gehen und nachdem die Dreharbeiten abgeschlossen sind, sollten die Kleidungsstücke weiterverkauft, gespendet, oder wiederverwendet werden. 

In Bezug auf die Maske ist der Einsatz von umweltzertifizierten und tierversuchsfreien Produkten und die Reduktion von Einwegmaterial zu beachten.

Green Storytelling

Bereits während des Schreibprozesses des Drehbuchs entscheidet es sich, ob die Produktion das Potenzial hat, nachhaltig umgesetzt zu werden, oder nicht. Je nachdem, ob das Skript umweltschädliche Aktionen beinhaltet, oder auf umweltbewusste Praktiken besteht, können unterschiedliche Dinge bewirkt werden. Mithilfe von Pragmatischen, Impliziten und Expliziten Green Storytelling kann nicht nur die Umweltbilanz verbessert werden, sondern es kann auch eine große Vorbildrolle für die Zuseher:innen entstehen. Das Einbauen von umweltbewussten Charakteren, die durch ihr nachhaltiges Verhalten glänzen, kann das Publikum auf Verbesserungsmöglichkeiten in ihrem eigenen Leben hinweisen und sie zu positiven Veränderungen animieren. 

Conclusio

Es mag zwar zu Beginn unmöglich erscheinen, doch mit guter Planung, das Treffen von nachhaltigen Entscheidungen und ein bisschen Kreativität ist die Umsetzung von umweltfreundlicheren Filmproduktionen definitiv möglich. Green Production Maßnahmen ermöglichen es, emotionale, beeindruckende und mitreißende Filme zu produzieren, ohne dabei die Umwelt zu belasten. Das Bedeutet, das es keine Ausreden gibt, weshalb man nicht auf die Umwelt achten sollte. Viele kleine Änderungen können am Ende eine große Wirkung erzielen. Darum ist jeder noch so kleine Schritt in Richtung Green Production, ein guter Schritt in die richtige Richtung. 

Storytelling und narrative Einbindung von Umweltthemen – Part 2

Topic: Green Filming

In dem vorhergehenden Blogbeitrag Storytelling und narrative Einbindung von Umweltthemen – Part 1 wurde das Konzept des Green Storytelling, sowie der Begriff Planet Placement erklärt und genauer auf die Methode des Pragmatisches Green Storytelling eingegangen. Wie sich dabei gezeigt hat, versucht diese Methode den negativen Einfluss der Filmproduktion auf die Umwelt in der realen Welt zu minimieren, indem beispielsweise nur wenige Ortwechsel niedergeschrieben werden.

Aber mithilfe des Storytellings kann nicht nur die Umweltbilanz der Filmproduktion verbessert werden, sondern es kann auch ein positiver Einfluss auf die Zuseher:innen bewirkt werden. Durch eine kreative Einbindung wichtiger Umweltthemen in die Geschichte kann die Wahrnehmung der Öffentlichkeit aktiv auf diese Themen gelenkt und Handlungsbeispiele gezeigt werden. Filme können auf diese Weise einen wichtigen Vorbildcharakter einnehmen. (vgl. Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein o.D., S.1) In diesem Blogbeitrag werden die zwei Methoden genauer beleuchtet, die sich mit dieser Vorbildfunktion beschäftigen: Implizites Green Storytelling und Explizites Green Storytelling

Implizites Green Storytelling

Beim Impliziten Green Storytelling werden wichtige Umweltthemen zwar gezeigt und miteinbezogen, jedoch stehen diese nicht im Vordergrund und werden auch nicht aktiv angesprochen. (vgl. Dordel 2024, S.2) Hierbei geht es vor allem darum, die Welt und Handlungen der Figuren so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten, ohne das dies ein Hauptthema des Filmes ist. Das bedeutet, dass beispielsweise die Charaktere einer RomCom während des Handlungsstranges immer wieder mit Fahrrädern und öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, anstatt das Auto zu nehmen. Dies passiert jedoch nebenbei, ohne aktiv Part des Hauptthemas zu werden. (vgl. Dordel 2024, Initiative S.3)

Weitere Einbindungen in die Geschichte können auch Alltagsaktivitäten wie der Kauf und die Verwendung von nachhaltigen, fairen und/oder veganen Produkten sein. (vgl. Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein o.D., S. 1) Auch ein Bewusster Einkauf und die Unterstützung von lokalen Unternehmen, die regionale Produkte anbieten, können den Charakteren eine umweltfreundlichere Persönlichkeit verschaffen. Bei der Wahl von Alltagsgegenständen wird auch auf wiederverwendbare Materialien, wie Glas anstatt Plastik, geachtet und nach nachhaltigen Alternativen in unterschiedlichen Aspekten der Geschichte gesucht. (vgl. Dordel 2024, S.3)

Fahren die Hauptpersonen in den Urlaub, entscheiden sie sich vielleicht nicht für eine weitentfernte Urlaubsdestination mit langen Flügen und umweltschädlichem Ferienprogramm, sondern vielleicht für einen Campingurlaub, oder einen Aufenthalt in einer nahegelegenen Familienpension. (vgl. Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein o.D. S.1) Die Figuren handeln allgemein nachhaltig, indem sie beispielsweise auf Mülltrennung und Recycling achten, Strom sparen und sich für vegetarische oder vegane Gerichte entscheiden. Auf diese Weise nehmen die Charaktere des Films eine Vorbildfunktion ein, ohne das dies explizit angesprochen wird. (vgl. Dordel 2024, S. 3)

Explizites Green Storytelling

Im Gegensatz zum Impliziten Green Storytelling macht es sich das Explizite Green Storytelling auf jeden Fall zur Aufgabe, Umweltthemen aktiv anzusprechen und diese in den Vordergrund zu bringen. Diese Themen haben für gewöhnlich einen direkten Einfluss auf die Hauptpersonen des Filmes und regen zu Handlungsmaßnahmen an. (vgl. Dordel 2024, S.2)

Hier treffen die Charaktere beispielsweise umweltfreundliche Entscheidungen, setzen sich aktiv für den Umweltschutz ein und streben danach, die Welt zu verbessern. Es finden immer wieder Szenen und Dialoge statt, die sich mit Themen wie Klimawandel, Biodiversität oder umweltfreundliche Innovationen auseinandersetzen. (vgl. Dordel 2024, S. 4)

Im Laufe der Geschichte werden die Auswirkungen von umweltschädlichen Handlungen sichtbar gemacht und Charaktere, die nicht umweltfreundlich agieren, werden mit einem negativen Beigeschmack dargestellt. Das Ziel der Geschichte ist es, den Zuseher:innen Denkanstöße zu geben und ihnen Verbesserungsmöglichkeiten zu zeigen. Aus diesem Grund sollten die Handlungen und das Schicksal der Protagonisten auch immer einen Einfluss auf die Entstehung, oder Lösung von Umweltproblemen haben. Ganz im Sinne der Heros Journey machen die Charaktere eine positive Veränderung durch und verstärken, oder ändern ihre Einstellung zu nachhaltigen Praktiken. Es geht darum, den Zuseher:innen zu zeigen, dass auch kleine Änderungen oft großes bewirken können. (vgl. Dordel 2024, S.4)

Conclusio

Wie die Blogbeiträge zu diesem Thema zeigen, bringen bereits kleine Einbindungen von Green Storytelling Elementen einen großen Mehrwert für die Umweltbilanz der Filmproduktion und die Kommunikation von Nachhaltigen Praktiken an die Zuseher:innen. Duch die Darstellung der Konsequenzen, die ein ignorieren der Umweltthemen mit sich ziehen, können die Zuseher:innen auf bestehende Probleme hingewiesen werden. Mithilfe von positiven Handlungsbeispielen und motivierenden Ergebnissen werden sie im besten Fall dazu inspiriert, selbst Änderungen vorzunehmen und ihr eigenes Leben nachhaltiger zu gestalten. 

Literaturverzeichnis

Dordel 2024Dordel, Julia (01.02.2024): Green Storytelling Checkliste. In: Film & Medienbüro Niedersachsen, https://filmbuero-nds.de/service/news/green-storytelling.html# (zuletzt aufgerufen am 03.02.2026)
Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein o.D.Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (o.D.): Grüner Filmpass. Leitfaden Green Storytelling. In: MOIN, https://moin-filmfoerderung.de/green-filming (zuletzt aufgerufen am 03.02.2026)

Storytelling und narrative Einbindung von Umweltthemen – Part 1

Topic: Green Filming

In den bisherigen Blogbeiträgen ging es stets darum, wie man den Produktionsablauf eines Filmes umweltbewusster gestalten kann. Allerdings ist das nicht der einzige Weg, um Filme „grüner“ zu machen. Laut Katrin von Kapp-herr kann die Nachhaltigkeit in der Filmproduktion in zwei Perspektiven unterteilt werden: „Nachhaltigkeit hinter der Kamera und Nachhaltigkeit vor der Kamera.“ (Kap-herr 2021, S. 155) Dieser Ansatz zeigt, dass der Nachhaltigkeitsgedanke nicht nur durch eine möglichst umweltfreundliche Produktion vertreten werden kann, sondern dieser durch eine Integrierung in das Storytelling und das Szenenbild direkt in den Film gebracht werden kann.

Green Storytelling

Diese Integrierung vom Umweltthemen in die Geschichte eines Filmes nennt sich Green Stroytelling. Dabei werden Themen wie etwa Klimawandel, Biodiversität, Umweltschutz und Nachhaltigkeit in die Erzählung des Filmes eingebunden. Durch diese Integration sollen zum einen die Zuseher:innen auf Umweltthemen aufmerksam gemacht werden und ein Bewusstsein dafür bilden, und zum anderen sollen auf diese Weise die möglichen Auswirkungen der Produktion bereits während der Schreibphase vermindert werden. (vgl. Dordel 2024, S.2)

Die Einbindung des Nachhaltigkeitsgedanken kann auf drei Arten stattfinden und wird daher in die folgenden Komponenten unterteilt: 

  • Pragmatisches Green Storytelling
  • Implizites Green Storytelling
  • Explizites Green Storytelling 

Das Pragmatische Green Storytelling befasst sich mit den Aspekten der Geschichte, die einen Einfluss auf die Produktionsart des Filmes haben. So wird beispielsweise darauf geachtet, dass nur wenige Ortswechsel stattfinden, um unnötige Transportwege und Reisen zu vermeiden. Das Implizite Green Storytelling fügt Elemente und Verhaltensweisen der Charaktere hinzu, die eine nachhaltige Lebensweise suggerieren, diese jedoch nicht explizit ansprechen. Dazu zählt zum Beispiel die Fahrt mit dem Fahrrad anstelle des Autos und der Konsum von vegetarischen oder veganen Mahlzeiten anstatt von Gerichten mit Tierprodukten. Das Explizite Green Storytelling macht hingegen genau das Gegenteil: Es spricht Umweltthemen explizit an. So finden etwa aktive Dialoge und Szenen zu diesem Thema ihren Weg auf den Bildschirm. (vgl. Dordel 2024, S.2)

Planet Placement

Ein weiterer Begriff, der in diesem Kontext verwendet wird, ist das Planet Placement. Dieses beschreibt die Integrierung von Umweltthemen in das Szenenbild und auch teilweise in die Handlung der Filmproduktion. Hier können Production Designer:innen und Set Designer:innen ihrer Kreativität freien Lauf lassen und Elemente wie etwa Recyclingstationen, Solarpaneele, oder umweltfreundliche Produkte in der Filmwelt platzieren. Diese Elemente können jedoch auch bereits während des Schreibprozesses von den Drehbuchautor:innen vorgemerkt werden. (vgl. BMLUK 2025, S. 15)

Green Storytelling Elemente 

Zu dem Thema Green Storytelling findet man online einige Checklisten, die filmschaffenden Personen dabei helfen sollen, Nachhaltigkeit bereits von Anfang an in die Geschichte zu integrieren. Nachfolgend werden einige der wichtigsten Aspekte vorgestellt. Dabei werden vor allem die Leitfäden der Green Storytelling Initiative und von MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein unter die Lupe genommen.

Zu Beginn das Pragmatische Green Storytelling. Hier wird vor allem auf die Wahl der Drehorte und den Einfluss der Geschichte auf die reale Welt geachtet. Hier lautet die Devise: Weniger ist mehr! Es werden so wenige Ortswechsel wie möglich in die Geschichte eingebaut und die Handlung spielt im besten Fall an lokalen und leicht erreichbaren Orten. Auch bei der Wahl der Tages- und Jahreszeit sollte bereits während des Schreibens darauf geachtet werden, dass diese so ressourcenschonend wie möglich umgesetzt werden können. Wenn möglich sollten die Szenen bei Tageslicht gedreht werden, um den Einsatz von Leuchtmitteln zu minimieren. (vgl. Dordel 2024, S. 3) 

Verlangt die Geschichte jedoch nach Nachtszenen, so kann beim Schreiben darauf geachtet werden, dass diese Szenen bei Tag oder Dämmerung gedreht werden können. Durch eine anschließende Nachbearbeitung  werden diese Tagzenen dann in Nachtszenen umgewandelt. Diese Filmtechnik nennt man auch Day for Night. (vgl. Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein o.D., S.2)

Eine weitere Möglichkeit, um die Umweltbilanz der Produktion geringer zu halten, ist die Hinterfragung von Special Effects. Wenn diese nicht dringend notwendig für die Handlung sind, sollte eventuell darauf verzichtet werden. Das Bedeutet, dass etwa Massenkarambolagen, Szenen mit viel Kunstschnee oder mit großen Bränden nur in die finale Geschichte eingebaut werden, wenn diese essenziell sind. Ist das Wegkürzen dieser Szenen nicht möglich, so kann auch eine Verwendung von Visual Effects bereits von Anfang an mitbedacht werden. (vgl. Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein o.D., S.2) 

Conclusio

Es ist erkennbar, dass Green Storytelling einen großen Einfluss auf die Umweltauswirkungen einer Filmproduktion haben kann. Werden gewisse Punkte bereits während der Schreibphase mitbedacht, so können etwa umweltschädliche Spezialeffekte vermieden und unnötige Transportwege eingespart werden. In dem nächsten Blogbeitrag „Storytelling und narrative Einbindung von Umweltthemen – Part 2“ wird ein genauerer Blick auf die Storytelling Elemente des Impliziten und Expliziten Green Storytellings geworfen. 

Literaturverzeichnis

BMLUK 2025Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) (01.01.2025): Green Producing: Neue Anforderungen an Film- und TV-Produktionen. In: Österreichisches Umweltzeichen, https://www.umweltzeichen.at/de/kultur/filmproduktion/green-producing-neue-anforderungen-an-film-und-tv-produktionen# (zuletzt aufgerufen am 05.10.2025)
Dordel 2024Dordel, Julia (01.02.2024): Green Storytelling Checkliste. In: Film & Medienbüro Niedersachsen, https://filmbuero-nds.de/service/news/green-storytelling.html# (zuletzt aufgerufen am 03.02.2026)
Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein o.D.Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (o.D.): Grüner Filmpass. Leitfaden Green Storytelling. In: MOIN, https://moin-filmfoerderung.de/green-filming (zuletzt aufgerufen am 03.02.2026)
Kap-herr 2021Kap-herr, Katrin von; Anthropocinema. Klimawandel und Umweltbewusstsein im narrativen Film. In: ffk Journal  33,6 (2021) S. 155-165

Production Design Part 3 – Kostüm und Maske

Topic: Green Filming

Der Begriff Fast Fashion und die damit einhergehende Umweltverschmutzung sind kein Geheimnis. Jährlich werden unzählige Mengen Kleidung produziert. Bedauerlicherweise werden viele dieser Kleidungsstücke nur für kurze Zeit verwendet, bevor sie im Müll landen. 

Abgesehen von diesem unbedachten Umgang mit Kleidung gibt es noch weitere Gründe, weshalb Fast Fashion und in weiterem Sinne auch Kostüme einen so großen Einfluss auf die Umwelt haben. Sowohl die Material Beschaffung und der Herstellungsprozess als auch die Transportation und die Entsorgung der Kleidungsstücke haben einen negativen Einfluss auf die Umwelt. (vgl. Narayanan/Swetha/Sathya 2024, S.3745)  

Genauso wie jede Privatperson sollte sich auch die Filmbranche eingehend mit diesem Thema auseinandersetzen und bei der Beschaffung von neuen Kostümen auf umweltfreundliche Alternativen zurückgreifen. Auch im Bereich der Maske gibt es viele Verbesserungsmöglichkeiten. Worauf genau geachtet werden sollte und welche alternativen Optionen es in diesen beiden Bereichen der Filmproduktion gibt, wird in diesem Blogpost beschrieben.

Kostüme

Kostüme spielen eine große Rolle in der Filmproduktion. Sie dienen nicht nur der Dekoration, sondern tragen auch dazu bei, die Charakterzüge der Filmfiguren sichtbar zu machen und zu unterstreichen. Außerdem sind sie ein wichtiges Tool für Schauspieler:innen, um sich besser in die Rolle versetzen und diese passend portraitieren zu können. 

Diese Vorzüge werden durch durchdachte Kostümdesigns mit Freude angenommen und herausgearbeitet. Dabei gerät die Wichtigkeit der Nachhaltigkeit jedoch leider oft in den Hintergrund oder wird gar vollkommen vergessen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, die sowohl die Umwelt unterstützen als auch die gestalterische Freiheit ermöglichen.

Die nachhaltigste Weise der Kostümbeschaffung ist das Ausleihen und Mieten der Bekleidung bei einem Kostümfundus. Diese Option ermöglicht eine wiederholte Verwendung der Kostüme bei unterschiedlichen Filmproduktionen und verhindert dadurch vermehrte Neuanschaffungen. (vgl. MFG Baden-Württemberg 2018, MFG S.21) Der Nachteil hierbei ist, dass die Kleidung nicht nach Belieben verändert und umgenäht werden kann. Auch die beschränkte Auswahl sowie die Verfügbarkeit der Kostüme zur Drehzeit könnten in gewissen Fällen zu Komplikationen führen. Mit etwas Geschick, einer guten Planung und Kreativität können Leihartikel dennoch genauso gut wie neuangekaufte Elemente zu einem aussagekräftigen Gesamtbild beitragen.

Können die gesuchten Elemente aus bestimmten Gründen nicht aus einem Kostümfundus bezogen werden, so sollte ein Second-Hand-Kauf in Erwägung gezogen werden. Besonders in Bezug auf Alltagskleidung und Accessoires lassen sich in Second-Hand-Shops oder auf Flohmärkten oft wahre Fundstücke entdecken. (vgl. BMLUK 2025, S.23-24) Hier ist der Nachteil, dass man länger suchen muss, um das gewünschte Kleidungsstück in der passenden Größe zu finden. Allerdings ist hier ein großer Vorteil, dass die gekauften Stücke ganz nach Belieben umgestaltet und abgewandelt werden können.

Ist auch ein Second-Hand-Kauf nicht möglich, so sollten bei einem Neukauf oder bei der Produktion neuer Kostüme einige Dinge beachtet werden, um die Umweltbelastung so gering wie möglich zu halten. Zum einen sollte die Qualität der Kleidung hinterfragt werden. Welche Materialien wurden verwendet? Wie wurde diese Hergestellt? Wo wurde sie produziert? All das sind Fragen, die hierbei wichtig sind. Vorzugsweise sollte auf Recyclebare Materialien, oder Materialien aus ökologischer Herstellung zurückgegriffen werden. (vgl. MFG Baden-Württemberg 2018, S.21) Die Berücksichtigung von Umweltzeichen und Zertifikaten ist hier empfehlenswert. Dazu zählen etwa mit Cradle to Cradle ausgezeichnete Produkte, oder Kleidung aus fairtrade-zertifizierter Baumwolle. Außerdem sollte bei einer Neuproduktion der Kostüme auf regionale Schneider:innen gesetzt werden, um auch hier die Transportwege gering zu halten. (vgl. BMLUK 2025, S.23-24)

Auch nachdem die Kostüme beschafft wurden, gibt es noch Punkte auf die geachtet werden muss. Bei der Reinigung sollte beispielsweise sowohl auf Energieeffizienz, als auch auf eine maximale Auslastung der Waschmaschine geachtet werden. (vgl. MFG Baden-Württemberg 2018, S.21) Auch 

Bei der Wahl der Waschmaschine, des Trockners und des Waschmittels sollte auf umweltfreundliche Modelle zurückgegriffen werden.  (vgl. BMLUK 2025, S. 23)

Nachdem die Dreharbeiten Abgeschlossen sind, ist es wichtig, dass die Kostüme nicht weggeworfen werden. Diese können entweder für den zukünftigen Gebrauch aufbewahrt werden, wieder an Second-Hand-Shops bzw. Kostümfundi weiterverkauft, oder gespendet werden. (vgl. MFG Baden-Württemberg 2018, S.21) Können die Kleidungsstücke nicht mehr weiterverkauft werden, so besteht die Möglichkeit, den Stoff für anderweitige Zwecke zu verwenden.  Beispielsweise könnte der Stoff zur Fertigung neuer Kostüme, oder für Dekorationselemente im Set Design nachfolgender Produktionen eingesetzt werden. (vgl. Narayanan/Swetha/Sathya 2024, S. 3741)

Maske

Auch im Bereich der Maske können gewisse Maßnahmen ergriffen werden, um die Nachhaltigkeit zu unterstützen. Auch hier ist es wichtig, dass auf Umweltzeichen geachtet wird. Dies kann beispielsweise bei Kosmetik- und Pflegeprodukten ungesetzt werden. Aber auch bei Verbrauchsmaterialien wie Wattepads, Wattestäbchen und Kosmetiktücher kann die Auswahl mithilfe von Zertifizierungen getroffen werden. (vgl. BMLUK 2025, S. 23)

Ebenso wie bei anderen Bereichen der Filmproduktion ist auch hier die Reduzierung und Vermeidung von Wegwerfmaterialien und Verpackungen essenziell. (vgl. MFG Baden-Württemberg 2018, S.21) Abgesehen davon sollte bei der Auswahl der verwendeten Produkte darauf geachtet werden, dass diese ohne Tierversuche produziert wurden. (vgl. Blynk o.D.)

Conclusio

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die gezielte und durchdachte Auswahl von Kostümen und Kosmetikprodukten sehr wichtig ist, um den ökologischen Einfluss der Produktion so gering wie möglich zu halten. Bei der Beschaffung von Kostümen sollte so beispielsweise immer zuerst versucht werden, die benötigten Elemente über einen Kostümfundus oder Second-Hand zu erhalten. Ist dies nicht möglich sollte die Qualität der Materialien und die Art der Herstellung hinterfragt und beachtet werden. Auch im Bereich der Maske soll eine gezielte Auswahl von umweltfreundlichen Produkten vorgenommen werden.

Literaturverzeichnis

Blynk o.D.Blynk (o.D.): Green Production. SO geht nachhaltige Filmproduktion. In: Blynk, https://blynk.de/green-production/ (zuletzt aufgerufen am 03.01.2026)
BMLUK 2025Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) (01.01.2025): Green Producing: Neue Anforderungen an Film- und TV-Produktionen. In: Österreichisches Umweltzeichen, https://www.umweltzeichen.at/de/kultur/filmproduktion/green-producing-neue-anforderungen-an-film-und-tv-produktionen# (zuletzt aufgerufen am 05.10.2025)
MFG Baden-Württemberg 2018MFG Baden-Württemberg (01.06.2018): Green Shooting Handlungsleitfaden für Filmproduktionen. In: Green Culture Anlaufstelle, https://www.greenculture.info/wissen/green-shooting-handlungsleitfaden-fuer-filmproduktionen/ (zuletzt aufgerufen am 04.01.2026)
Narayanan/Swetha/Sathya 2024Narayanan, J./Swetha, N./Sathya, V.: Eco-Friendly Cinematic Practices. The Sustainable Use of Film Costumes. In: International Research Journal on Advanced Engineering and Management (IRJAEM) 2, (2024), S. 3736-3747. <10.47392/IRJAEM.2024.0555>

Production Design Part 2 – Special Effects und Visual Effects

Topic: Green Filming

Was wäre ein Action Film ohne eine aufregende Verfolgungsjagd, beeindruckenden Stunts und atemberaubenden Explosionen? Und was wäre „Singing in the Rain“, wenn es in dem Film keinen Regen gäbe? Wie man an diesen Beispielen gut erkennen kann, sind Special Effects und Visual Effects aus der Filmproduktion nicht mehr wegzudenken. Sie sind eine wichtige Antriebskraft des Visual Storytellings und sorgen bei den Zuseher:innen oft für Wow-Momente. Aus der Sicht der Green Production ist der Einsatz von Spezialeffekten allerdings stark zu hinterfragen. Was genau der Unterschied zwischen Visual Effects und Special Effects ist, und welchen Einfluss sie auf den Carbon Footprint der Produktion haben, wird in diesem Blogbeitrag genauer beleuchtet.  

Special Effects vs Visual Effects

Diese zwei Begriffe werden gerne miteinander vertauscht. Jedoch gibt es einen großen und markanten Unterschied zwischen Special Effects und Visual Effects, der die synonyme Verwendung der Bezeichnungen stark beschränkt. Als Special Effects werden jene Effekte bezeichnet, die während des Drehs eines Realfilms direkt vor Ort erzeugt und bereits während der Aufnahme der Szene in das Footage inkludiert werden. Sie werden für gewöhnlich auch „Practical Effects“ oder „Floor Effects“ genannt. Beispiele für Spezialeffekte sind etwa vor Ort erzeugte Explosionen, Regen, Feuer, Schnee und vieles mehr. (vgl. Okun/Zwerman 2021, S.2)

Können Effekte aufgrund der Sicherheit, der Umsetzbarkeit, oder, wie im Fall der Green Production, auf Grund der Umweltbelastung nicht während des Drehs erzeugt werden, so werden Visual Effects angewendet. Diese werden im Gegensatz zu Special Effects erst während der Postproduction dem bestehenden Film oder Video hinzugefügt, oder von Grund auf neu erschaffen. (vgl. Okun/Zwerman 2021, S. 1) Da die Kombination von computergenerierten Umgebungen, Effekten bis hin zu gemodelten und animierten Charakteren scheinbar unendliche Möglichkeiten bieten, sind Visual Effects sehr beliebt, um die Geschichte des Films bestmöglich zu unterstreichen. (vgl. Okun/Zwerman 2021, S.22)

Eine Erweiterung von Visual Effects ist die Virtual Production, wobei mithilfe von neuen Technologien die digitale Welt mit der echten Welt verknüpft wird. Hierbei werden beispielsweise Motion Control BasesLED-ScreensMotion Capturing oder auch Virtual Cameras verwendet, um die gewünschten Effekte zu erzeugen und die gezeigte Welt glaubwürdig darzustellen. (vgl. Okun/Zwerman 2021, S.57)

Spezialeffekte und die Umwelt

Da nun der Unterschied zwischen Special Effects und Visual Effects aufgezeigt wurde, stellt sich die Frage, wie diese im Zusammenhang mit den Prinzipien der Green Production gehandhabt werden. 

Vermutlich ist es keine Überraschung, dass Spezialeffekte in Bezug auf die Umweltauswirkungen eher negativ betrachtet werden.  Hunter Vaughan übt in seinem Buch Kritik an den Praktiken der Filmproduktion und schreibt: „Real water, oil, metals, and minerals are consumed, used, transformed into images and sounds, into pure spectacle on the altar of entertainment.” (Vaughan 2019, Chapter One) Er beschreibt damit den Einsatz von wertvollen Rohstoffen zur Erzeugung von atemberaubenden Szenen, die rein der Belustigung der Zuseher:innen dienen. 

Es ist jedoch nicht nur die Verwendung dieser Rohstoffe, die problematisch ist, sondern der Einfluss, den diese Verwendung auf die Natur hat. Das Beabsichtigte Zerstören von Materialien, durch beispielsweise Verbrennen, kann schädliche Stoffe freisetzen, die nicht nur die Natur, sondern auch die Lebewesen in der Umgebung negativ beeinflussen können. 

Aus diesem Grund wird in der Praxis des Green Filmmings darauf gedrängt, Spezialeffekte wenn möglich digital zu erzeugen. Wenn dies nicht möglich ist, muss darauf geachtet werden, dass nur gewisse Materialien verwendet werden. So sollten etwa Materialien, die auf Erdölbasis hergestellt wurden, keinesfalls verbrannt werden. Bei Feuereffekten soll auf Brennstoffe auf Alkoholbasis zurückgegriffen werden und wird etwa künstlicher Schnee erzeugt, so sollten die verwendeten Materialien biologisch abbaubar sein. (vgl. BMLUK 2025, S. 22)

Visual Effects und Virtual Production als umweltfreundlichere Lösung

Dennoch werden Visual Effects und Virtual Production Methoden im Bereich der Green Production als eine umweltfreundlichere Lösung angesehen. Grund dafür sind mehrere Faktoren, die durch diese Methoden beeinflusst werden. Da Virtual Production es ermöglicht, die gewünschten Effekte in Studios zu erzeugen, können beispielsweise Transportwege markant verringert werden. Schließlich können auf diese Art und Weise alle Effekte an einem Standort erzeugt werden, unabhängig von der Umgebung, in der sie stattfinden sollen. Durch die kontrollierte Produktion in Innenräumen kann außerdem die Zerstörung von Naturgebieten und der Biodiversität eingedämmt werden. (vgl. Jayaraj/Ghodt 2024, 4. Magnifying the virtual production concept) Vor allem, weil durch den Einsatz von Visual Effects keine Practical Effects zum Einsatz kommen, die etwa die Verbrennung von Rohstoffen mit sich ziehen würden. 

Abschließend noch ein wichtiger positiver Faktor, der gerne übersehen wird, da er nichts mit den ökologischen Einflüssen der Filmproduktionen zu tun hat, sondern mit den sozialen. Die Verwendung von Virtual Production ermöglicht eine viel bessere Planbarkeit der Produktionstage. Bei dem Dreh in Studios wird die Abhängigkeit von Umwelteinflüssen, wie etwa Tageszeit und Wetter, beinahe vollkommen eliminiert. Dadurch können viel vorhersehbarere Arbeitszeiten erreicht und spontane Drehplan Änderungen verringert werden. Dies führt zu einer allgemeinen Steigerung des Wohlbefindens der mitwirkenden Personen. (vgl. Jayaraj/Ghodt 2024, 4. Magnifying the virtual production concept)

Conclusio

Wie dieser Blogbeitrag zeigt, kann durch den Einsatz von Visual Effects und Virtual Production der ökologische Fußabdruck einer Filmproduktion vermindert werden. Werden aus bestimmten Gründen dennoch Practical Effects während des Drehs verwendet, so sollten hierbei bestimmte Aspekte, wie etwa eine bedachte Verwendung der Materialien, berücksichtigt werden. Es sollte immer ein Fokus darauf gelegt werden, so wenig Eingriffe in die natürliche Umgebung wie nur möglich vorzunehmen.  

Literaturverzeichnis

BMLUK 2025Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) (01.01.2025): Green Producing: Neue Anforderungen an Film- und TV-Produktionen. In: Österreichisches Umweltzeichen, https://www.umweltzeichen.at/de/kultur/filmproduktion/green-producing-neue-anforderungen-an-film-und-tv-produktionen# (zuletzt aufgerufen am 05.10.2025)
Jayaraj/Ghodt 2024Jayaraj, Anee/Ghodt, Isabell: From Carbon Footprint to Social Justice. Rethinking Sustainability in Television Production and Virtual Studios. In: CAGA24 (2024), <10.54337/caga24-11176>
Okun/Zwerman 2021Okun, Jeffrey A. (Hrsg.)/Zwerman, Susan (Hrsg.): The VES Handbook of Visual Effects. Industry Standard VFX Practices and Procedures. 3. Aufl. New York/Abingdon: Routledge 2021
Vaughan 2019Vaughan, Hunter: Holywood’s Dirtiest Secret. The Hidden Environmental Costs of the Movies. New York, Chichester: Columbia University Press 2019

Production Design Part 1 – Production Design in Green Movies

Topic: Green Filming

In den bisherigen Blogpost wurden bereits wichtige Faktoren vorgestellt, die durch eine bewusste Veränderung umweltfreundlicher gemacht werden können. Ein ebenso essenzielles Thema wurde hierbei jedoch bisher noch nicht angesprochen: Das Production Design. Die Arbeit dieser Abteilung ist im Film allzeit präsent, maßgebend für die Glaubhaftigkeit der gezeigten Welt und weist aufgrund ihres hohen Materialverbrauchs ein großes Verbesserungspotenzial auf.

Production Design

Aber was ist Production Design? Kurz gesagt wird durch das Production Design eine Welt erschaffen, die die Geschichte unterstreicht, die Charaktere definiert und Informationen an die Zuseher:innen übermittelt, ohne diese explizit ansprechen zu müssen. Dies wird durch die akribische Gestaltung von Set Design, Requisiten, Kostüm, Maske, Special- und Visual Effects erzielt.

Jane Barnwell beschreibt die Wichtigkeit von Set Design folgendermaßen: „Sets provide a film with its inimitable look, its geographical, historical, social and cultural contexts… sets aid in identifying characters, fleshing out and concretising their psychology… and thus evoke emotions and desires that complement or run counter to the narrative.“ (Barnwell 2017, S.7) 

Die Gestaltung des Sets dient demnach als wichtiges Mittel, um Informationen zu übermitteln und Emotionen zu erwecken. Dies bedeutet jedoch auch, dass die Umgebung eines Filmes meist speziell für dessen Produktion erbaut, die Kostüme neu angefertigt und Spezialeffekte erzeugt werden müssen. Für die Umsetzung dieser Gestaltungsbereiche kommen viele Materialien in Einsatz, die speziell dafür beschafft und erzeugt werden müssen. Das Prinzip der Ressourcenschonung stößt hier oft an seine Grenzen.    

Doch das Production Design komplett wegzulassen und die Wirkung des Filmes dem Zufall zu überlassen ist auch keine Option, denn auf diese Weise könnte die Illusion der Geschichte zerstört werden. (vgl. Barnwell 2017, S.6) Um dies zu verhindern gibt es einige Möglichkeiten und Guidelines zur umweltbewussteren Erzeugung des Production Designs. Vom Set Design über Spezialeffekte bis hin zu Kostüm und Maske können große Veränderungen bewirkt werden, wenn eine gute Planung, Achtsamkeit und der Einsatz von umweltfreundlicheren Materialien stattfinden. 

Die Wahl der Location

Im Production Design spielt die Wahl des Drehortes ohnehin bereits eine große Rolle. Wie bereits aus früheren Blogposts hervorgeht, hat die Wahl der Location jedoch auch einen großen Einfluss auf die daraus resultierenden Umwelteinflüsse. Wie bereits erwähnt sollte der Drehort unter Berücksichtigung von Aspekten wie der Erreichbarkeit mit Bus, Bahn, Bim und der Einhaltung des Naturschutzes ausgewählt werden. Besonders wichtig ist hierbei, dass die Beschädigung der Tier- und Pflanzenwelt so gering wie möglich gehalten wird. Mit viel Kreativität und gründlicher Recherche steht einer stilvollen Umsetzung des Production Designs jedoch trotzdem nichts im Wege. (vgl. BMLUK 2025, S. 17)

Das verwendete Material

So wird beispielsweise der Einsatz von recyclebaren, zertifizierten, und/oder umweltfreundlichen Materialien empfohlen. Allgemein macht es Sinn, die Materialqualität und die Art der Herstellung immer zu hinterfragen, bevor die jeweiligen Objekte beschafft werden. (vgl. MFG Baden-Württemberg 2018, S.19) Hier sollte wiederum auf regionale Erzeugnisse zurückgegriffen werden, die aus biologisch abbaubaren oder recycelten Materialien bestehen. (vgl. BMLUK 2025, S.21) Die Vermeidung von Styropor und Plastik, oder der Einsatz von wasserbasierten Farben sind beispielsweise zwei Arten, wie ein umweltfreundlicherer Materialeinsatz vorangetrieben werden kann. (vgl. MFG Baden-Württemberg 2018, S.19) 

Auf eine Neubeschaffung von Sprühfarben und Materialien, die gefährliche Substanzen (wie etwa Phthalate oder Isocyanaten, die etwa im Montageschaum vorkommen), sowie die Verwendung von Blei sollte abgesehen werden. Interessant ist auch, dass flammhemmende Materialien einen starken negativen Umweltaspekt mit sich bringen. Hier sollten nachhaltigere Alternativen gefunden werden, um die Sicherheit am Set gewährleisten zu und zeitgleich die Nachhaltigkeit vorantreiben zu können. (vgl. BMLUK 2025, S. 29)

Werden Sets neu erbaut, so sollte dabei darauf geachtet werden, dass diese am Ende des Drehs wieder einfach abgebaut und das verwendete Material so gut wie möglich wiederverwendet werden kann. Hier muss bereits zu Beginn des Aufbaus auf die passende Verwendung von beispielsweise Schrauben statt Kleber geachtet werden, um eine Beschädigung des Materials so gut wie möglich einzudämmen. Auch hier gilt: Nicht wiederverwendbare Elemente müssen korrekt entsorgt werden. (vgl. BMLUK 2025, S. 21)

Leihen statt Kaufen

Um diesen Blogpost gut abzurunden wird nun noch ein besonders wichtiger Aspekt beleuchtet: Das Leihen von Objekten. Der große Vorteil hierbei ist, dass bereits bestehende Elemente verwendet werden, die nach dem Gebrauch wieder an den Verleih zurückgegeben werden und dort erneut für weitere Produktionen zur Verfügung stehen. Egal ob es sich hierbei um Möbel, Requisiten, oder sonstige Deko-Elemente handelt, die Wiederverwendung von Gebrauchsgegenständen sollte bei der Gestaltung des Sets bevorzugt werden. (vgl. MFG Baden-Württemberg 2018, S. 19)

Ist eine Ausleihe aus bestimmten Gründen nicht möglich, so ist eine weitere sinnvolle Herangehensweise die Beschaffung von Gegenständen aus zweiter Hand, etwa in Second-Hand-Geschäften, oder von anderen Filmunternehmen. Umgekehrt sollten Filmemacher:innen verwendete Elemente, die für einen Dreh Beschafft wurden und sich noch in gutem Zustand befinden, auch immer weiterverkauft, oder einem Fundus zur Verfügung gestellt werden, falls diese nicht mehr benötigt werden. (vgl. MFG Baden-Württemberg 2018, S.19)

Conclusio

Bei der Auswahl der verwendeten Materialien und der Beschaffung der Designelemente für ein ansprechendes Set ist vieles zu Berücksichtigen. Die in diesem Blogpost beschriebenen Maßnahmen sind nur einige wenige Möglichkeiten, um in diesem Bereich der Filmproduktion umweltfreundlicher Praktiken anzuwenden. Es mag schon wahr sein, dass dieses Umdenken in der Materialbeschaffung mehr Zeit und vor allem auch mehr Kreativität in Anspruch nehmen, jedoch führt jede kleine Veränderung in der Herangehensweise am Ende zu einem geringeren Eingriff in die Umwelt. Und das sollte dieses Umdenken auf jeden Fall wert sein. 

Literaturverzeichnis

Barnwell 2017Barnwell, Jane: Production Design for Screen. Visual Storytelling in Film and Television. London/New York: Bloomsbury Publishing 2017 [E-Book]
BMLUK 2025Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) (01.01.2025): Green Producing: Neue Anforderungen an Film- und TV-Produktionen. In: Österreichisches Umweltzeichen, https://www.umweltzeichen.at/de/kultur/filmproduktion/green-producing-neue-anforderungen-an-film-und-tv-produktionen# (zuletzt aufgerufen am 05.10.2025)
MFG Baden-Württemberg 2018MFG Baden-Württemberg (01.06.2018): Green Shooting Handlungsleitfaden für Filmproduktionen. In: Green Culture Anlaufstelle, https://www.greenculture.info/wissen/green-shooting-handlungsleitfaden-fuer-filmproduktionen/ (zuletzt aufgerufen am 04.01.2026)

Production – Equipment und Logistik

Topic: Green Filming

Zwei wichtige Eckpfeiler einer Green Production, die Einschränkung der Transportwege und der effiziente Einsatz von Strom, wurden bereits im vorherigen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit während der Preproduction besprochen.  Um diese beiden Eckpfeiler noch passend abzurunden, folgen nun noch zwei Nachträge.

In Bezug auf die Mobilität sollten sich alle Mitwirkenden während der Drehzeit bevorzugt mit Öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen. Die Anreise mit Bus oder Zug hilft dabei, unnötige Emissionen einzudämmen. Vor allem bei Kurzstrecken sollten diese Fortbewegungsmittel dem Flugzeug vorgezogen werden. Am Drehort selbst werden die Unterkünfte der Mitwirkenden im Besten Fall vorab so gewählt, dass die Entfernung zu den Locations so gering wie möglich ist. Auf diese Weise können die Mitwirkenden Personen die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, oder noch besser, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu den Drehorten gelangen. Ist dies nicht möglich, ist es ratsam, Fahrgemeinschaften zu bilden. (vgl. BMLUK 2025, S. 15)

Auch zum Thema Strom gibt es noch einen Nachtrag. Können gewisse Maßnahmen zur Verbesserung der Stromeffizienz nicht eingehalten werden, so müssen die ausgestoßenen CO2 Emissionen, die beispielsweise durch Stromaggregate entstehen, kompensiert werden. (vgl. BMLUK 2025, S. 17) Der Gedanke dahinter ist, dass durch die finanzielle Unterstützung von nachhaltigen Projekten, wie etwa das Pflanzen von Bäumen, die bereits erzeugten Schadstoffe ausgeglichen werden können. Diese Praxis des sogenannten Offsettings ist in „umweltbewussten“ Produktionen gang und gebe. Dennoch ist die Verhinderung der Schadstoffentstehung dem Offsetting vorzuziehen. (vgl. Keilbach/Loist 2023)

Equipment und Technik

Diese Schadstoffvermeidung kann neben der Verbesserung der Stromeffizienz und der Transportwege auch durch die richtige Wahl und dem sorgsamen Umgang mit dem Equipment erzielt werden. Sowohl beim Licht als auch bei Kamera und der Sonstigen Technik können wertvolle Maßnahmen getroffen werden, um den Prinzipien der Green Production gerecht zu werden.

Licht

Der Einsatz von energiesparenden Leuchtmitteln, wie etwa LED, RGB-Licht, oder diversen Reflektorensystemen, hilft beispielsweise bei der Stromeinsparung. (vgl. BMLUK 2025, S. 19) In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, nicht verwendete Leuchtmittel mithilfe von ein- und ausschaltbaren Steckleisten vom Stromnetz zu trennen. Grund dafür ist der stetige Stromverbrauch, der auch stattfindet, wenn sich die Geräte im Standby-Modus befinden. (vgl. Blynk o.D.) 

Bei der Erzeugung von Lichteffekten sollten die verwendeten Materialien auch gut hinterfragt werden. Werden Styropor oder Farbfolien verwendet, so sollten diese auch in weiteren Produktionen Verwendung finden und nicht direkt im Abfall landen. Im Besten Fall wird jedoch vollkommen auf Farbfolien verzichtet und die gewünschten Lichteffekte direkt mithilfe passender Leuchtmittel erzeugt. (vgl. Blynk o.D.) 

So, wie es generell bei allen verwendeten Elementen der Fall ist, müssen die Lampen außerdem bei Beschädigungen oder nach Ablauf ihrer Lebensdauer ordnungsgemäß entsorgt werden. (vgl. MFG Baden-Württemberg 2018, S. 17)

Kamera und sonstige Technik

Auch bei der Wahl der Kamera und der sonstigen Technik ist es notwendig, energieeffiziente Geräte zu bevorzugen. (vgl. BMLUK 2025, S.19) Oft macht es auch Sinn, die benötigten Geräte bei lokalen Verleihunternehmen zu beschaffen, anstatt diese neu zu kaufen. (vgl. MFG Baden-Württemberg 2018, S.17) Sind spektakuläre Luftaufnahmen geplant, so muss auf die Verwendung von Hubschraubern verzichtet werden, da diese einen hohen Emissionsausstoß vorweisen. Als Alternative kann auf Kameradrohnen zurückgegriffen werden, die heutzutage ohnehin bereits vorwiegend bei Luftaufnahmen eingesetzt werden. (vgl. BMLUK 2025, S. 19) 

Wird an kälteren Tagen, oder Nachts gefilmt, so werden oft Wärmepilze benötigt, um die Mitwirkenden warm zu halten. Diese sollten durch UV-Strahler, oder im besten Fall durch Wolldecken ausgetauscht werden. (vgl. Blynk o.D.)  Ein weiterer Weg, um energiesparender zu arbeiten, ist die Verringerung der dauerhaft zu speichernden Datenmengen. Das Löschen von nicht notwendigen Footage verringert nicht nur den Energieaufwand, sondern hilft auch dabei, die Dokumentation und Aufbewahrung übersichtlicher zu gestalten. (vgl. BMLUK 2025, S. 19)

Verbrauchsmaterialien und Abfallwirtschaft

Während der gesamten Produktion sollte das Prinzip des „minimalen Ressourcenaufwands“ gelten. Das bedeutet, dass nur wirklich notwendige Elemente verwendet werden. Dazu zählt etwa die Verringerung des Papierverbrauchs durch das Umsteigen auf digitale Optionen. Ist dies nicht möglich, so sollte nur die zwingend notwendige Menge an Papier bedruckt werden. Hierbei sollte außerdem auf das Druckformat, das verwendete Papier und den beidseitigen Druck geachtet werden. (vgl. BMLUK 2025, S. 18)

Auch der Einsatz von Verbrauchsmaterialien, wie etwa Leuchtmittel, Gurte und Seile sollten verringert werden. Dabei dürfen jedoch keineswegs die Sicherheitsstandards verringert werden. (vgl. MFG Baden-Württemberg 2018, S. 17)

In Bezug auf die Abfallwirtschaft sollte die Müllerzeugung so gut wie möglich vermieden werden. Der nicht vermeidbare Abfall muss ordentlich getrennt und korrekt entsorgt werden. Auch „versteckte“ Elemente müssen bei der Abfallvermeidung berücksichtigt werden. So muss beispielsweise etwa das für den Dreh am Drehort angebrachte Leitsystem, wenn möglich, wiederverwendbar sein. (vgl. BMLUK 2025, S.20) 

Besonders wichtig ist es außerdem, dass „keine umweltschädlichen Flüssigkeiten in Kontakt mit dem Boden kommen.“ (BMLUK 2025, S. 18) Dies ist vor allem im Zusammenhang mit Stromgeneratoren zu berücksichtigen. 

Conclusio

Durch die bedachte und sorgsame Auswahl des verwendeten Equipments und der Verbrauchsmaterialien können viele umweltschädliche Faktoren eingeschränkt werden. Von den CO2 Ausstößen der Kamerahubschrauber, über die energiefressenden Lampen bis hin zu unnötiger Papierverschwendung, gibt es viele Verbesserungsmöglichkeiten. Auch wenn es nicht immer möglich ist, alle diese Elemente auf einmal in Angriff zu nehmen, hilft dennoch jede einzelne Tat dabei, eine nachhaltigere Filmproduktion auf die Beine zu stellen.

Literaturverzeichnis

Blynk o.D.Blynk (o.D.): Green Production. SO geht nachhaltige Filmproduktion. In: Blynk, https://blynk.de/green-production/ (zuletzt aufgerufen am 03.01.2026)
BMLUK 2025Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) (01.01.2025): Green Producing: Neue Anforderungen an Film- und TV-Produktionen. In: Österreichisches Umweltzeichen, https://www.umweltzeichen.at/de/kultur/filmproduktion/green-producing-neue-anforderungen-an-film-und-tv-produktionen# (zuletzt aufgerufen am 05.10.2025)
Keilbach/Loist 2023Keilbach, Judith/Loist,Skadi (11.05.2023): Green Media. Von Green Production zu nachhaltiger Medienwissenschaft. In: Nach dem Film, https://nachdemfilm.de/issues/text/green-media (zuletzt aufgerufen am 10.01.206)
MFG Baden-Württemberg 2018MFG Baden-Württemberg (01.06.2018): Green Shooting Handlungsleitfaden für Filmproduktionen. In: Green Culture Anlaufstelle, https://www.greenculture.info/wissen/green-shooting-handlungsleitfaden-fuer-filmproduktionen/ (zuletzt aufgerufen am 04.01.2026)

Green Preproduction – Wie gute Planung großes bewirken kann

Topic: Green Filming

Gut geplant ist halb gewonnen. Dieses bekannte Sprichwort beschreibt eine Sichtweise, die in der Filmproduktion von großer Wichtigkeit ist. Ob ein Film erfolgreich produziert wird, entscheidet sich lange bevor die ersten Schauspieler:innen vor der Kamera stehen, das Art Department das Szenenbild aufbaut und die Regisseur:innen ihre Anweisungen am Set geben. 

Während der Preproduction werden Skripte verfasst, Drehpläne geschrieben, Locations gesucht und vieles mehr. Diese Phase ist wegweisend für jede Film- und Videoproduktion, doch besonders im Zusammenhang mit Green Production spielt eine akribische Planungsphase eine essenzielle Rolle, um die Umweltbelastung durch die Produktion so gering wie möglich zu halten. In diesem Blogbeitrag wird daher ein Fokus auf die Verbesserungsmöglichkeiten der Nachhaltigkeit während der Preproduction gelegt.

Die Beaufsichtigung der Green Production

Sobald bei einem Filmprojekt feststeht, dass es sich hierbei um eine Green Production handeln soll, wird ein:e qualifizierte:r Green Producing Zuständige:r angestellt beziehungsweise festgelegt. Diese:r muss die nötigen Qualifikationen im Bereich der Nachhaltigkeit vorweisen können, beispielsweise durch eine einschlägige Ausbildung. (vgl. BMLUK 2025, S.14) 

Diese:r Nachhaltigkeitsbeauftragte ist während der Produktion des Filmes für die Einhaltung der Umweltstandards und der Green-Producing-Maßnahmen verantwortlich. Das bedeutet, dass diese Person mit der Aufgabe betreut wird, sowohl das gesamte Filmteam als auch gegebenenfalls Partnerbetriebe (Bsp. Catering oder Geräteverleih) über die geltenden Standards und Maßnahmen für die Produktion zu informieren und als Ansprechpartner:in bei Fragen bereitzustehen. (vgl. BMLUK 2025, S.14)

Vor allem während der Planungsphase ist die Expertise der für das Green Producing zuständigen Person essenziell, da hier mögliche Probleme im Bereich der Nachhaltigkeit frühzeitig festgestellt, angesprochen und gemeinsam mit dem Team vorab gelöst werden können. Auf diese Weise kann von Anfang an eine umweltfreundlichere Produktion sichergestellt werden. (vgl. MFG Baden-Württemberg 2018, S.7)

Abgesehen davon ist die/der Nachhaltigkeitsbeauftragte während der gesamten Produktion für die Dokumentation der durchgeführten und eingehaltenen Maßnahmen zuständig. (vgl. MFG Baden-Württemberg 2018,S.7) Dies ist besonders wichtig, wenn eine Zertifizierung mit Auszeichnungen, wie etwa dem Österreichischen Umweltzeichen, angestrebt wird.

Preproduction

Aber welche Aspekte der Preproduction können und müssen nun abgewandelt werden, um den Ansprüchen einer Green Production gerecht zu werden? Um diese Frage zu beantworten muss zu Beginn der Produktion ein Nachhaltigkeitskonzept erstellt werden, in dem alle Maßnahmen festgelegt werden, die während des gesamten Projektes eingehalten werden müssen. Wie bereits zuvor erwähnt ist es die Aufgabe der/des Green Producing Zuständigen diese Maßnahmen mit dem gesamten Team zu teilen, besprechen und die Einhaltung zu beaufsichtigen. (vgl. Rientjes o.D.)

Diese Maßnahmen umfassen eine Vielzahl an Verbesserungsmöglichkeiten, die sich von der Wahl der Drehorte, über die Einsparung von Strom bis hin zur Planung des Caterings erstreckt. Während der Preproduction geht es vor allem darum, bereits während der Planungsphase umweltfreundlichere Entscheidungen zu treffen. Bei der Wahl der Locations wird beispielsweise darauf geachtet, dass diese strategisch clever ausgewählt werden, um die Transportwege so gering wie möglich zu halten. Dazu gehört auch eine bedachte Einteilung der Drehtage, damit im besten Fall alle Szenen an einer Location abgedreht werden, bevor die Zelte abgeschlagen und am nächsten Drehort erneut aufgebaut werden. Auf diese Art und Weise können unnötige Transportwege, sowohl von Equipment und Utensilien als auch von den mitwirkenden Personen, vermieden werden.  (vgl. MFG Baden-Württemberg 2018, S.13)

Ein weiterer Weg, um sowohl Transportwege klein zu halten als auch die Nachhaltigkeit der verwendeten Produkte und Dienstleistungen steuern zu können, ist die genaue Begutachtung möglicher Dienstleister und Produktionspartner. Bevor diese engagiert werden, sollte hinterfragt werden, inwiefern die Arbeit und Einstellung dieser Unternehmen mit der Nachhaltigkeitspolitik der Filmproduktion zusammenpasst. Außerdem sollten Unternehmen aus der näheren Umgebung vorgezogen werden, um Transportwege möglichst gering zu halten. Im Zuge der Anfrage an die Unternehmen macht es Sinn, sich explizit nach nachhaltigen Alternativen zu erkundigen. Während dieser Planung sollte besonders auf eine reibungslose Kommunikation zwischen den einzelnen Filmdepartments geachtet werden, um gemeinsame Services und Transporte gut koordinieren zu können. (vgl. Rientjes o.D.)

Wurden die Drehorte festgelegt, muss auch die Stromversorgung gut durchdacht werden. Dies ist sehr wichtig, da Filmproduktionen allein durch den notwendigen Einsatz von Leuchtmitteln einen hohen Energieverbrauch aufweisen. In diesem Zusammenhang sind, wenn möglich, Baustromanschlüsse von Ökostromanbietern dem Einsatz von betriebsintensiven Generatoren vorzuziehen. (vgl. MFG Baden-Württemberg 2018, S. 13)

Um den generellen Einsatz von Leuchtmitteln so gering wie möglich zu halten, sollte außerdem während der Planung der Drehtage stromeffizient gedacht werden und so viele Szenen wie möglich bei Tageslicht eingeplant werden. Generell sollte die gesamte Produktion dem Ziel der Stromeffizienz folgen.  (vgl. Rientjes o.D.)

Es macht außerdem Sinn, bereits während der Preproduction an die Postproduction zu denken. Dies bedeutet, bereits vorab zu überlegen, welche Dinge besser während des Drehs gemacht werden und welche einfacher und nachhaltiger in der Postproduction umgesetzt werden können. Dies betrifft beispielsweise die Einbindung von Special Effects oder Virtual Effects. (vgl. Rientjes o.D.)

Conclusio

Obwohl hier nur ein paar der Verbesserungsmöglichkeiten für die  Preproduction vorgestellt wurden, zeigen diese Beispiele, dass bereits, wenn nicht sogar vor allem während der Preproduction ein Großteil der umweltfreundlichen Entscheidungen getroffen werden können. Unabhängig davon, ob es sich hierbei um die Wahl der Location handelt, oder um die Mülltrennungsstrategie. Jede scheinbar noch so kleine Entscheidung trägt dazu bei, eine nachhaltigere Filmproduktion auf die Beine zu stellen. Es liegt an den Filmemacher:innen und ihren Teams, hier die richtigen Entscheidungen zu treffen. 

Literaturverzeichnis

BMLUK 2025Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) (01.01.2025): Green Producing: Neue Anforderungen an Film- und TV-Produktionen. In: Österreichisches Umweltzeichen, https://www.umweltzeichen.at/de/kultur/filmproduktion/green-producing-neue-anforderungen-an-film-und-tv-produktionen# (zuletzt aufgerufen am 05.10.2025)
MFG Baden-Württemberg 2018MFG Baden-Württemberg (01.06.2018): Green Shooting Handlungsleitfaden für Filmproduktionen. In: Green Culture Anlaufstelle, https://www.greenculture.info/wissen/green-shooting-handlungsleitfaden-fuer-filmproduktionen/ (zuletzt aufgerufen am 04.01.2026)
Rientjes o.D.Rientjes, Els (o.D.): Toolkit. Production. In: Green Film Making, https://greenfilmmaking.com/toolkit/production/ (zuletzt aufgerufen am 03.01.2026)

Individual Colours in a Cultural Comparison: The colour PURPLE

Purple is distinguished as one of the rarest and most royal colours throughout human history. Its challenging production process rendered it a symbol of wealth, power, and mystery. Its placement between the passionate red and serene blue imbues it with emotional depth. The colour purple can bring to mind royalty, spirituality, creativity, or decadence. This post follows the significance of purple across history, religion, daily culture, and cultural differences between Europe/USA, East Asia, and other areas.

History

The story of Purple starts with a lack of resources. In ancient times, a single garment dyed with Tyrian purple from murex sea snails required thousands of these mollusks, making it the most expensive substance in antiquity due to Phoenician traders. Around 1200 BCE, this colour became the only hue associated with Mesopotamian kings and Egyptian pharaohs, representing divine power and eternal life. It is well known that Cleopatra took baths in purple-dyed linen.

In Classical Greece and Rome, the colour purple was designated for emperors and magistrates. Roman senators sported togas with purple borders, while emperors wore the entirely purple trabea triumphalism during victory parades. Due to financial laws that prohibited commoners from putting it on, purple became a visible symbol of class and authority.

Europe in the Middle Ages maintained this exclusivity. Complex emperors put on garments of purple silk, dyed with sources that were even more rare, while European nobility imported it at overpriced prices. The extravagant and grand nature of Renaissance literature was mirrored in its “purple prose.” In the 19th century, synthetic mauveine made the colour purple accessible to all, awakening a fashion revolution of bright aniline dyes.

In Asia, the colour purple manifested in more understated ways. In ancient Chinese cosmology, purple was linked to the centre and was used carefully in imperial robes and star maps, as seen in the “Purple Forbidden City,” named after a nebula. In Heian court dress, Japanese wisteria purple represented nobility, whereas in Indian textiles it was combined with gold for wedding magnificence.

Religion

Purple holds deep spiritual meaning across religions, frequently connecting earthly authority and divine mystery.
In the Christian tradition, purple represents penance, preparation, and royalty. During Advent and Lent, bishops don purple garments, whereas cardinals wear red-trimmed purple as “Princes of the Church.” In Passion scenes, Christ’s purple robe ridicules the idea of kingship in the presence of true divinity. Purple garments strike a balance between mourning and the anticipation of resurrection.

In Judaism, purple is used in contexts that are holy. The curtains of the Tabernacle and the garments worn by priests included blue-purple wool, which represented holiness and a connection to the divine. Contemporary prayer shawls sometimes include purple threads that reflect Temple traditions.
In the context of Buddhism and Hinduism, purple is associated with higher chakras and enlightenment. The violet colour of the crown chakra signifies spiritual connection, and in Tibetan Buddhism, purple is linked to wisdom gods. Kali’s sporadic portrayals in purple blend annihilation and transcendence.

In ancient mystery religions, purple was elevated in a mystical way. Dionysus donned purple robes representing thrilled transformation, a link that Roman triumphators made to divine favour following battle.

Everyday Culture

In the West, purple is regarded as both playful and prestigious in everyday life. It is utilized for tolerance and creativity by luxury brands such as Cadbury chocolate and Hallmark cards. Purple hearts recognize bravery in the military, whereas “purple patches” commend outstanding writing. Fashion presents purple as a daring form of self-expression, with violet accessories being favoured in the printemps collections.
However, stereotypes persist: “purple prose” refers to language that is exaggerated, while purple faces indicate anger or effort. Since the rainbow flag’s beginning in the 1970s, purple has been embraced by LGBTQ+ culture for pride and diversity.

In East Asia, purple’s subtleness is favoured. Chinese purple ink is used for imperial seals, whereas Japanese murasaki (wisteria purple) is found in elegant textiles and tea ceremony items. The colour purple is used in the Korean hanbok to symbolize maturity and wisdom. While Western vibrancy is marked by a lively quality, Asian purple embodies a quiet elegance.
In Middle Eastern cultures, purple is blended practically. Persian rugs showcase purple-saffron motifs representing wealth, whereas Moroccan kaftans employ it for festivity. Deep purple saris adorned with gold are favoured in Indian weddings, symbolizing prosperity.

Contrast to Europe/USA

Europe and the USA define luxury, creativity, and bold individuality as code purple. The Tyrian heritage elevates it to premium status – Cadbury purple signifies tolerance, whereas violet packaging represents artistry. The emotional tone combines playfulness and sophistication, but excessive use may lead to flashiness or cliché.
In East Asian contexts, purple is associated with refined wisdom and cosmic centrality. Chinese purple embodies imperial gravity rather than a casual flair, as seen in official seals and scholarly robes. Japanese purple embodies the elegance of the Heian court and the beauty of seasonal wisteria, emphasizing subtlety rather than Western drama. In contrast to the “fun” purple accents of Europe, Asian uses convey a sense of maturity and restraint.

Middle Eastern customs contribute to celebratory prosperity. The combination of purple and gold in wedding textiles and jewellery symbolizes joy and abundance, creating a contrast between the communal festivity and Western luxury coding.
These splits have practical significance. While Western designers choose for a lively shade of purple to represent youthful creativity, Chinese audiences interpret it as a symbol of imperial seriousness. In the context of Asia’s refinement, a playful purple product package appears playful, whereas in the Middle Eastern markets it is expected to convey celebratory richness. Filmmakers encounter similar options: purple lighting indicating Western corruption could evoke notions of Asian spiritual depth or Middle Eastern celebration for viewers worldwide.

Conclusion

Purple’s transition from a rare sea-snail product to a synthetic abundance showcases its lasting charm. It was once set aside for deities and royalty, but now it strikes a balance between modern inventiveness and royal custom. For global creators, purple requires cultural sensitivity: Western boldness contrasts with Asian restraint, and celebratory abundance tempers the exclusivity of luxury. Blunders risk a lack of taste or unwanted seriousness. Expertise opens the door to refined emotional resonance that transcends borders.

Quelle:
Color Psychology. Purple: Meaning, psychology & cultural significance. https://www.colorpsychology.org/purple/
Nicholas Wells. The symbolism of purple. https://nicholaswells.com/blogs/blog/colour-symbolism-purple
SpectraLore. Tyrian Purple: The colour of royalty. https://spectralore.com/spectra-in-culture-history/tyrianpurple/
SpiritualMarker. Purple color meaning: spiritual meaning, symbolism & psychology. https://www.spiritualmarker.com/color-purple-spiritual-meaning-symbolism-psychology/
YAOT. Purple color meaning. https://www.yaot.io/colors/purple-color-meaning

Individual Colours in a Cultural Comparison: The colour BLACK

In human culture, black is one of the most potent and paradoxical colours. It can embody supreme authority, profound mystery, intense sorrow, or stark simplicity. Like the absence of light, black absorbs every wavelength, forming a void that causes both fear and fascination. This post investigates the concept of black across various domains, including history, religion, and daily culture, as well as examining significant cultural differences between Europe/USA, East Asia, and other areas.

History

Black’s journey starts with fundamental materials: charcoal, soot, and burnt ivory formed some of the earliest pigments used by humans in Palaeolithic cave art dating back to around 30,000 BCE. In ancient Egypt, the colour black represented the fertile soil of the Nile and resurrection; Osiris, the underworld god, was depicted with black skin as a symbol of renewed life. Black kohl eyeliner was employed by pharaohs for safeguarding and to gain the favour of the divine.

During the classical periods of Greece and Rome, the colour black came to have two meanings. Philosophers put on black coats as symbols of wisdom and detachment, whereas Roman magistrates wore black togas in mourning. In medieval Europe, the colour black was raised as a symbol of power: nobles and priesthood wore luxurious fabrics made from velvet and silk that were dyed with expensive gallnut and iron, resulting in deep, enduring blacks. During the Renaissance, black emerged as the peak of fashion – it was put on by Spanish nobility and Italian traders to signify wealth, moderation, and refinement.

In Asia, the colour black took various directions. In the context of Five Elements theory in imperial China, black symbolized water and was linked to the north, winter, and the potency of the unknown. Warrior attire and ceremonial robes often incorporated black to symbolize strength and mystery. Black polished armour was highly valued by Japanese samurai, as it was associated with resilience and the void of Zen philosophy.

Due to Victorian mourning customs, black became the universal grief colour in the West, and in the 20th century, the “little black dress” turned it into a symbol of timeless elegance. Today, the colour black is prevalent in minimalist design, technology branding, and high fashion.

Religion

Black is filled with significant spiritual significance in various traditions, frequently associated with mystery, judgment, and transformation.
In Christian symbolism, the colour black represents death, sin, and penitence. During funerals and on Good Friday, priests put on black attire, while demons and hellfire are portrayed against black backdrops in medieval art. But black also signifies humility, as monastic robes highlight a separation from worldly vanity.

In the context of Islam, the colour black has a multifaceted meaning. The Kiswah, a black silk cloth embroidered with gold, drapes the Kaaba in Mecca and symbolizes the divine mystery and unity of God. A sacred relic is the Black Stone set into its corner. Nevertheless, certain extremist parties have also employed black flags, resulting in unfavourable contemporary associations.
In the context of East Asian Buddhism, black is associated with developing emptiness and ultimate wisdom. The black robes worn by Zen monks symbolize the void from which enlightenment arises. In Chinese folk religion, black paper offerings serve as guides for spirits during ancestral rites, connecting the world of the living with the afterlife.

In Hinduism, the colour black is linked to Kali, the ferocious mother goddess of time, destruction, and regeneration. Her black skin signifies the absorption of all colours into herself, embodying both fear and ultimate protection.

Everyday Culture

Daily life in the West embraces the flexibility of black. It occurs in professional dress – black suits convey authority, competence, and self-control in business environments. Fashion positions black as always in style: the “LBD” continues to be a wardrobe essential. While black coffee embodies raw power, black smartphones and cars are symbols of polished modernity.
However, black also brings to mind fear. Terms such as “black magic,” “blacklist,” and “black market” have evil meanings. Threats that lurk in horror films are represented by black shadows, which strengthens their connection to the unknown.

In East Asia, the colour black represents authority and cleverness. In Chinese business culture, black suits and pens are preferred for meetings, as they are linked to dignity and the depth of water. Japanese fashion enhances the colour black with iro-iro (subtle dark tones) found in kimonos and streetwear. Calligraphy is dominated by black ink, representing a disciplined mastery.

Contrast to Europe/USA

In Europe and the USA, black is mainly associated with sophistication, authority, and mourning. Black suits are dominant at weddings, funerals, and in boardrooms, combining a sense of formality with emotional detachment. The culture surrounding the “little black dress”, praises its elegant versatility and slimming effect. However, widespread negative expressions such as “black mood” and “black day” link it to disaster and depression.
In East Asian contexts, the colour black is associated with strength, depth, and philosophical significance. In China, the colour black represents a strong power and mystery, being used in luxury brands and official uniforms rather than in everyday attire. Japanese black embodies Zen restraint, as seen in calligraphy, ink wash paintings and formal attire, where disciplined simplicity is favoured over Western loudness. Black steers clear of potent grief connections and concentrate on resilience instead.

Islamic cultures contribute a sacred mystery. The Kaaba’s black cloth raises it above associations with mourning, symbolizing divine unity. Western designers may choose for matte black in a minimalist style, not realizing that it evokes associations with sacred architecture for certain observers.
These differences pose actual dangers. While a Western brand’s elegant black packaging carries premium quality worldwide, it may come off as excessively serious or evocative of a funeral in informal Asian settings. For Western viewers expecting villainy, a Chinese film that employs black shadows to convey heroic weight may come across as a sinister menace. Filmmakers have to manage these layers: while black’s universal absorption gives it emotional weight, it is also culturally specific.

Conclusion

Black goes beyond basic classifications – absence or strength, sorrow or sophistication, wrongdoing or knowledge. It has embraced the most thoughtful contradictions of humanity, ranging from prehistoric coal to contemporary minimalism. For designers and filmmakers worldwide, black requires precision: Western restraint meets Asian depth, while sacred unity tempers ominous shadows. Misuse can lead to a chilling aloofness or accidental despondency, while mastery reveals an authoritative presence that transcends borders. Grasping the multiplicity of black culture changes its role from that of a standard setting to that of an intentional emotional power.

Quelle:​​
Color Psychology. Black: Meaning and emotional impact. https://www.colorpsychology.org/black/
ReligionFacts. Black in world religions. https://religionfacts.com/black
Kokoon Silks. Cultural color symbolism in Asia. https://www.kokoonsilks.com/blogs/news/cultural-color-symbolism-in-asia-the-meaning-behind-timeless-shades
Adobe. Sind Schwarz und Weiß Farben? https://www.adobe.com/at/creativecloud/design/discover/is-black-a-color.html
Britannica. Black colour: symbolism and cultural meaning. https://www.britannica.com/art/black-color