#5 Chrissis Weg zur Character Animation – Step 3: Erstellen eines animierbaren Charakters

Disclaimer: Für diesen Blogpost habe ich einen Charakter entworfen, um diesen im Character Animator zu animieren. Eine Sache stand mir hierbei jedoch im Weg. Ich zeichnete den Charakter auf dem ausgeborten iPad meiner Mitbewohnerin auf Procreate und hatte Probleme alle 22 Layer in richtiger Reihenfolge und korrekt benannt auf meinen (Windows) Laptop und in Photoshop zu überspielen. Wenn jemand diesen Blogpost liest und weiß, wie man hier korrekt vorgeht, ohne 3 Workarounds – schreibt mir. BITTE.

Als ich es dann aufwendig geschafft hatte alle Layer in Photoshop zu importieren fiel mir auf, dass irgendwo Qualität verloren ging und alle Assets nun pixelig waren. That said: Ich kam zu dem Schluss, dass ich meinen Charakter von Grund auf neu bauen musste, wozu mir dann jedoch Zeit und Lust fehlte.

Mein Versagen sollte jedoch nicht umsonst gewesen sein: Im Prozess des Aufbereitens meines Charakters bekam ich ein tiefes Verständnis dafür, aus was animierbare Charaktere zu bestehen haben, dies wollte ich gerne teilen – mit allen, die sich mit Charakteranimation noch nicht auseinander gesetzt haben. Hier also ein kurzes Tutorial zur Erstellung eigener Puppen im Adobe Character Animator:

Such dir eine vorgefertigte Puppe aus, die in etwa über jene Attribute verfügt, die du für deine eigene Puppe bauen willst.

Ich habe mir hierfür Puppe „Chloe“ herausgesucht. Sie ist eine Ganzkörperpuppe. Im Character Animator kann man Puppen mit nur einem Klick direkt in Photoshop bearbeiten. Siehe Bild rechts: Einfach die Marionette bzw. Puppe auswählen und auf das Photoshop-Logo klicken.

Chloe ist in zwei große Layergruppen aufgeteilt: Head und Body. Öffnet man diese bekommt man einen Überblick über alle einzelnen Layer. Ich habe genau diese Layerstruktur verwendet, um meinen eigenen Charakter zu bauen – bis auf die Mund-Layer. Die waren mir noch zu advanced…

Ändert man nun etwas an der Puppe, so wird diese Änderung im Character Animator übernommen. Ich habe mich hier herumgespielt und einfache Änderungen an „Chloe“ vorgenommen. In Retrospektive wäre es tausendmal einfacher gewesen meinen Charakter auf diese Art zu zeichnen – hier ist die gesamte Layerstruktur bereits vorhanden. Naja, man lernt dazu.

Es gibt außerdem ein lustiges Tool im Character Animator, um schnell und ohne viel Aufwand personalisierte Puppen zu erstellen – den Marionettenersteller. Tut, was der Name sagt.

Hier kann man aus mehreren Stilen auswählen und dann die eigene Puppe zusammenbauen. Die Auswahlmöglichkeiten sind begrenzt – z.B. nur 3 verschiedene Mundarten, nicht viele Frisuren etc. – trotzdem ein lustiges Tool, um schnell einen Charakter zu personalisieren. Ist nicht der richtige Schnurrbart dabei? Kein Problem. Man hat noch immer die Möglichkeit die Puppe in Photoshop zu bearbeiten.

Animieren im Character Animator

Wie auch das Erstellen eines Charakters ist das eigentliche Animieren sehr einfach. Im Fenster „Aufnehmen“ ist eine Timeline eingeblendet. So wie ich verstehe ist der Charakter durch eigene Körperbewegungen vor der Kamera zu animieren. Ich habe so eine kurze Szene aufgenommen, in der ich wild vor der Kamera herumfuchtle. Links im Bild sind Steuerungen eingeblendet – diese variieren je nach Puppe und sind natürlich, wie alles andere in diesem Programm – selbst anpassbar. Hier sind solche Sachen dabei, wie Gesichtsausdrücke, Handbewegungen, Hintergründe, aber auch witzige Kurzanimationen. Z.B. kann man diesen Charakter einen Revolver in die Hand drücken, der dann automatisch abgefeuert wird. Mit nur einem Klick auf das Steuerboard kann der Charakter so während der Aufnahme gesteuert werden.

Ich habe dies einmal ausprobiert. In der Timeline erscheint dann die gesprochene Audiospur, die Lippensynchro, die Blickrichtung, Body Tilt und eben auch die verwendeten Posen. Posen können im Nachhinein entfernt, hinzugefügt und bearbeitet werden. Die Aufnahme muss also nicht beim ersten Mal perfekt sitzen.

Auch sämtliche andere Einstellungen können rückwirkend gemacht oder verändert werden.

Wer jetzt noch nicht vom Character Animator überzeugt ist muss ihn unbedingt selbst ausprobieren.

Ich werde in meinem letzten Blogposts noch ein umfassendes Feedback schreiben, im Moment bin ich jedoch sehr fasziniert und habe bereits Stunden über Stunden in dem Programm herumprobiert.

Ich möchte hier außerdem ein YT-Video verlinken, das mir einen sehr guten Überblick beim Erstellen der Puppen gegeben hat:

Nostalgie Teil 2

Warum erzeugen gerade Hybridanimationen wie Klaus so gezielt eine nostalgische Wirkung ?

Dafür lohnt sich ein Blick in Helen Haswells Aufsatz über die “organische Ästhetik” in Pixars und Disneys hybriden Kurzfilmen zu werfen.

Haswell zeigt am Beispiel von Pixars La Luna und Disneys Paperman, dass die Kombination aus digitaler 3D-Technik und handgezeichneten, unregelmäßigen Texturen kein technisches Kompromissprodukt ist, sondern eine bewusste ästhetische Entscheidung. Sie beschreibt, wie La Luna gescannte Aquarellhintergründe und bewusst unperfekte, “handgemachte” Oberflächen mit hochentwickelter Computeranimation verbindet, um einen analogen, warmen Bildeindruck zu erzeugen. Bei Paperman wurde eigens ein hybrides Zeichen- und Animationssystem namens “Meander” entwickelt, das die Ausdruckskraft der handgezeichneten Linie mit der Stabilität der 3D-Animation verbindet.

Zentral an Haswells Argument ist: Diese “Unperfektheit” wird gezielt eingesetzt, um dem digitalen Bild eine menschliche, warme Qualität zu verleihen. Genau hier trifft sich Haswells Beobachtung mit meiner Fragestellung: Wenn ein hoher Grad an ikonischer, “unperfekter” 2D-Stilisierung als wärmer und menschlicher wahrgenommen wird, dann ist zu erwarten, dass er auch die wahrgenommene Glaubwürdigkeit und Intensität emotionaler Ausdrücke steigert nicht nur, weil er leichter Identifikation ermöglicht, sondern weil er zusätzlich eine nostalgische, vertrauensstiftende Bildsprache erzeugt.

Quellenangabe:

Haswell, H. (2014). To infinity and back again: Hand-drawn aesthetic and affection for the past in Pixar’s pioneering animation. Alphaville: Journal of Film and Screen Media, 8, 24–40. https://doi.org/10.33178/alpha.8.02

Nostalgie

Wenn ich mir Filme wie Klaus oder Paperman ansehe, fällt mir immer wieder auf, wie sehr diese Werke mit vertrauten, fast schon “erinnerten” Bildwelten arbeiten, handgezeichnete Linien, warme Lichtstimmungen, eine Ästhetik, die an klassische 2D-Animation erinnert, kombiniert mit den räumlichen und dynamischen Möglichkeiten von 3D.

Juhl und Biskas beschreiben Nostalgie als ein sentimentales Sehnen nach der eigenen Vergangenheit, eine überwiegend positive, Emotion, die durch Erinnerungen an Ereignisse wie Familientreffen oder die eigene Kindheit ausgelöst wird. Ausgelöst wird sie häufig durch sensorische Reize wie Musik, Gerüche oder Geschmäcker, aber auch durch unangenehme Zustände wie Einsamkeit, Kälte oder das Gefühl von Sinnlosigkeit.

Nostalgie in ihrem Kern ist eine soziale Emotion. Nostalgische Erinnerungen beinhalten fast immer andere Menschen, zum Beispiel Familie, Freunde oder auch gemeinsame Erlebnisse. Diese soziale Ausrichtung erzeugt ein Gefühl von Verbundenheit, das wiederum eine ganze Reihe positiver psychologischer Effekte nach sich zieht: gesteigertes Sinnerleben, ein stärkeres Gefühl von Selbstkontinuität (also die Verbindung zwischen dem eigenen früheren und gegenwärtigen Selbst), mehr Optimismus und Inspiration.

Nostalgie steigert nachweislich Empathie und prosoziales Verhalten. In mehreren Experimenten von Juhl und Kollegen führte induzierte Nostalgie dazu, dass Versuchspersonen empathischer reagierten und eher bereit waren, anderen zu helfen oder zu spenden. Auch die physische und emotionale Nähe zu anderen Menschen nimmt zu. Probanden rückten in Studien buchstäblich näher zusammen, wenn sie zuvor an ein nostalgisches Ereignis gedacht hatten.

Hier schließt sich für mich der Kreis zu meinem Thema. Wenn Nostalgie tatsächlich Empathie und emotionale Nähe verstärkt, liegt die Vermutung nahe, dass Animationsstile, die bewusst an vertraute, “klassische” Bildsprachen erinnern genau diesen nostalgischen Mechanismus aktivieren könnten. Der ikonische, reduzierte Stil klassischer 2D-Animation ist für viele Zuschauer:innen mit eigenen Kindheitserinnerungen an Zeichentrickfilme verknüpft.

Quellenangaben:

Juhl J, Biskas M. Nostalgia: An impactful social emotion. Curr Opin Psychol. 2023 Feb;49:101545. doi: 10.1016/j.copsyc.2022.101545. Epub 2022 Dec 20. PMID: 36641833.

Wahrnehmung von Emotionen

Die Wahrnehmung von Emotionen in visuellen Medien ist kein passiver Vorgang. Das menschliche Gehirn ist evolutionär darauf ausgelegt, soziale Signale blitzschnell zu verarbeiten und zu bewerten, lange bevor das bewusste Denken einsetzen kann. Dabei spielen mehrere neuronale Systeme zusammen.

Amygdala

Schnelle emotionale Erstbewertung; reagiert auf Gesichtsausdrücke noch vor bewusster Wahrnehmung

Spiegelneuronen

Simulation beobachteter Emotionen im eigenen Körper – Grundlage für Empathie

Fusiformer Gesichtsbereich

Spezialisiertes Areal zur Gesichtserkennung; auch bei stilisierten Gesichtern aktiv

Präfrontaler Kortex

Kognitive Bewertung und Kontextualisierung (“ist das wirklich echt?”)

Auch relevant für meine Forschungsfrage ist die Frage, was passiert, wenn eine Figur nicht realistisch aussieht. Hier kommt die Theorie der ikonischen Reduktion ins Spiel, die der Comictheoretiker Scott McCloud bereits 1993 formuliert hat: Je stärker ein Gesicht vereinfacht ist, desto leichter projizieren Betrachterinnen und Betrachter eigene Emotionen darauf.

Dieses Prinzip hat neurobiologische Entsprechungen: Studien zeigen, dass stilisierte Gesichter den Fusiformen Gesichtsbereich (FFA) aktivieren, solange sie grundlegende Gesichtsmerkmale aufweisen. Das Gehirn verarbeitet auch einen Smiley als “Gesicht”.

Indem 3D Elemente mit stylisierten Figuren kombiniert werden, vermeidet sie das Uncanny Valley auf der Figurenebene und nutzt gleichzeitig den Realismus der Umgebung für emotionale Glaubwürdigkeit.

Dies lässt sich auch neurophysiologisch erklären: Die stilisierte Figur aktiviert das Spiegelneuronensystem, weil sie emotional eindeutige Signale sendet, ohne die Dissonanz, die ein hyperrealistisches, aber “nicht ganz stimmendes” Gesicht auslöst.

Quellenangabe:

McCloud, S., & Martin, M. (1993). Understanding comics: The invisible art (Vol. 106). Northampton, MA: Kitchen sink press.

LeDoux, J. (1996). The emotional brain: The mysterious underpinnings of emotional life. Simon & Schuster.

Pessoa, L. (2008). On the relationship between emotion and cognition. Nature Reviews Neuroscience, 9(2), 148–158. https://doi.org/10.1038/nrn2317

Von der Inspiration zur ersten Skizze

Inspiriert durch das Blender-Projekt „House of Chores“, habe ich eine Konzeptionsphase für meine eigene Szene mit ersten Skizzen gestartet. Mein Ziel war es, eine kurze, atmosphärische Szene zu kreieren, die ohne menschliche Charaktere auskommt und stattdessen die Umgebung selbst ins Zentrum rückt. Die Szenerie sollte durch Vegetation und organische Architektur eine ruhige, nostalgische Stimmung transportieren und gleichzeitig einen subtilen Fantasy-Vibe haben.

Die „Stadt“ wurde aus simplen geometrischen Grundformen zusammengesetzt. Den surrealen Touch erzielt das Konzept durch die asymmetrische Schachtelung der Gebäude, die sich zu einem verschachtelten Cluster formieren. Dieses gesamte Konstrukt thront auf einem großen Baum und ist ausschließlich über eine Steintreppe zugänglich, die sich organisch um den Stamm windet.

Im Folgenden ist meine Skizze zu sehen nach der ich mich beim Modellieren richten werde.

Erste Skizzen – Teil 2

Topic: Production Design

Wie bereits im vorherigen Blogpost erwähnt, wird in diesem Beitrag die Inneneinrichtung des Tobacco Shops genauer unter die Lupe genommen. Hierbei wird ebenso wie zuvor Inspiration aus den Referenzfotos gezogen und der Input aus der Analyse der Szene eingebaut. 

Die Einrichtung

Eine der wichtigsten Informationen, die man aus der Szenenbeschreibung entnehmen kann, ist, dass im Shop alles unauffällig wirkt und vor allem keinerlei Einbruchspuren zu erkennen sind. Dies bedeutet, dass bei der Gestaltung keine bis maximal wenige Spuren des Mordes auf den ersten Blick erkennbar sein dürfen. Daher werden für das Set Dressing nur subtile Details, wie etwa ein paar umgefallene Elemente beim Zigaretten-/Tabakwarenregal, eingebaut, die auf den „Fallweg“ des Opfers hinweisen könnten. 

Doch bevor genauer auf das Set Dressing eingegangen wird, muss zuerst der generelle Stil der Einrichtung erläutert werden. Hierbei habe ich mich vor allem an dem nebenstehenden Bild orientiert, welches die gewünschte Stimmung einigermaßen gut zeigt. Geplant ist demnach ein Raum, der neben dem prominenten Tresen vor allem von den dunklen Einbauregalen aus massivem Holz im Hintergrund eingenommen wird. Als Unterschied zu dem Referenzbild sollte die gesamte Inneneinrichtung bei meinem Design jedoch alt und abgegriffen wirken. In den Betrachter:innen soll das Gefühl erweckt werden, dass der Raum einst modern eingerichtet war, nun jedoch offensichtlich in die Jahre gekommen ist. 

Tobacco Shop Reference

Die beiden Einbauregale hinter dem Tresen weisen nur mäßig viel Stauraum auf, dennoch sind sie nicht vollkommen gefüllt. In explizit dafür vorgesehenen Fächern finden sich wenige Sorten Zigaretten und Zigarren sowie Schnupftabak und ähnliche Tabakwaren. Außerdem finden sich einige wenige Tabakpfeifen, die zum Verkauf stehen, in der obersten Reihe des Regals wieder.

Prominent auf dem Tresen ist eine alte Registrierkasse zu sehen und direkt daneben liegt der aufgeschlagene und umgedrehte ABC-Fahrplan. Dieser muss gut sichtbar, jedoch unauffällig platziert sein, da er eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt. Es soll so wirken, als hätte jemand vor kurzem nach einer Zugverbindung gesucht und ihn dann dort liegen lassen. Unweit davon entfernt befinden sich ein Zeitungsaufsteller mit den Ausgaben des Vortages und einige Gläser mit Süßigkeiten. 

Die Gestaltung der Requisiten und Dekorationselemente

Die Requisiten und Dekorationselemente werden stark an die Inspirationsbilder angelehnt, die während der Recherchephase gespeichert wurden. Da es bei einigen Elementen schwierig sein wird, Originale aus den 1930er Jahren zu erwerben, werden manche der Gegenstände selbst produziert werden müssen. Hierbei gilt es ebenso, so nahe wie möglich an den Stil der Referenzbilder heranzukommen. Besonders beim ABC Railway Guide ist es wichtig, dass dieser dem Original so ähnlich wie möglich sieht. Bei anderen Elementen, wie etwa den Zigarettenpackungen und den Zeitschriften, sind leichte Abweichungen nicht so schlimm, solange sie sich in Grenzen halten.


Quellen:

Tobacco Shop Reference: The London Column (09.06.2011): Londei’s London Shops. Photo & text: John Lonei (3/3). In: The London Column, https://thelondoncolumn.com/tag/tobacconists/ (zuletzt aufgerufen am 11.07.2026)

Erste Skizzen – Teil 1

Topic: Production Design

Nachdem in den letzten beiden Blogbeiträgen sowohl die Informationen aus dem Text analysiert als auch Referenzen bezüglich der Gestaltungsmittel herangezogen wurden, ist es nun an der Zeit, erste Designideen in Form von Skizzen festzuhalten. Hierbei beginne ich mit der Erzeugung eines Grundrisses und handle mich vor bis zu den ersten Ideen für die Einrichtung. 

Der Grundriss

Aus dem Buch geht hervor, dass es sich bei dem Tabakshop um einen recht kleinen Raum handelt, der über einen Tresen und mindestens ein Regal mit der Tabakware verfügt. Außerdem muss der Tresen so platziert werden, dass man die Leiche beim Betreten des Shops nicht sofort sieht. Eine weitere Information, die berücksichtigt werden muss, ist die Tür an der Rückwand des Raumes, die in einen kleinen Hinterraum und zu einem Treppenaufgang führt. 

Außerdem verfügten englische Shops laut meiner Recherche zu dieser Zeit auch meist über eine kleine Auslage im Eingangsbereich, welche ebenfalls im Grundriss mitbedacht werden muss. 

Unter Berücksichtigung dieser Faktoren ist die erste Skizze für den Grundriss entstanden.

Man sieht, dass die Theke und die eingebauten Regale den Großteil des Raumes einnehmen. Um den Platz optimal zu nützen, wurde in der ersten Idee ein Klappelement am Tresen mitbedacht, das mehr Arbeitsfläche schaffen soll. Allerdings ist dies nach genauerer Überlegung im Zusammenhang mit dem Tatvorgang nicht sonderlich logisch, da dem/der Mörder:in somit eine Barriere für den Mord geschaffen wird. Es ist unwahrscheinlich, dass der/die Mörder:in die Zeit hatte, das Klappelement aufzumachen, um dann das Opfer zu erschlagen. Aus diesem Grund wird diese Idee in den weiteren Entwürfen wieder verworfen. 

Der Tresen wird so platziert, dass er das Blickfeld auf die Leiche versperrt. Um diese zu entdecken, muss man somit zuerst ein paar Schritte in den Raum und um den Tresen herum machen. 

Auch der Eingangsbereich und der Hinterraum wurden im Grundriss miteingeplant, jedoch werden diese in weiterer Folge vermutlich nicht genauer ausgearbeitet werden, da sie in der Szene keine so große Relevanz haben. 

Das äußere Erscheinungsbild des Shops

Dennoch wurde auch eine grobe Skizze für das äußere Erscheinungsbild des Shops gemacht. Die Idee hierbei ist es, einen typisch englischen Shop mit einer dunklen, jedoch bereits etwas abgestoßener Holzfront zu kreieren. Im oberen Teil des Eingangsbereiches ist groß „Tobacco“ in Serifenschrift zu lesen. Die Auslage ist, im Gegensatz zu ähnlichen Shops, eher mager ausgestattet. Es werden eventuell die neuesten Magazine und Zeitschriften ausgestellt, sowie die momentan populärsten Tabaksorten. Die Eingangstür befindet sich in der Mitte der Auslage und ist über ein paar wenige Stufen zu erreichen. 

Ausblick auf den nächsten Blogbeitrag

Da besonders in Bezug auf die Gestaltung der Inneneinrichtung viele Gedankengänge erläutert werden müssen und dies den Umfang dieses Beitrages sprengen würde, wird diese im folgenden Blogbeitrag genauer unter die Lupe genommen. Hierbei werden sowohl unterschiedliche Platzierungsmöglichkeiten, als auch Designentscheidungen genauer betrachtet und erläutert. 

Recherche, Recherche, Recherche

Topic: Production Design

Nachdem die wichtigsten Informationen herausgeschrieben und analysiert wurden, geht es im zweiten Schritt nun darum, die dazugehörigen Fakten zu sammeln. Durch eine ausführliche Recherche werden epochenspezifische Gestaltungselemente und zur Szene passende Objekte gesucht und Informationen zum Jahrzehnt eingeholt. 

Das Erscheinungsbild

In diesem Zusammenhang habe ich damit begonnen, mir ein erstes Bild von üblichen englischen Tobacco Shops rund um die 1930er Jahre zu machen. Eine einfache Google-Recherche brachte rasche Erfolge sowohl in Bezug auf das äußere Erscheinungsbild als auch auf die übliche Inneneinrichtung der Shops des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. 

Die dunklen Holzauslagen waren scheinbar geprägt von prominenten Schriftzügen und einer (meist) organisierten Ausstellung der verfügbaren Waren in Glasvitrinen. Das Innere der entsprechenden Läden war von außen oft nur spärlich durch die ausgestellten Produkte hindurch ersichtlich. 

Die Innenräume scheinen von dunklem Holz dominiert zu werden: Sowohl bei der Theke als auch bei Regalen und Wandvertäfelungen wurde auf stabiles Holz gesetzt. 

Von der heutigen Selbstbedienung ist noch nichts zu sehen, denn alle Produkte sind feinsäuberlich in den Regalen hinter der Theke verstaut, wo sie der/die Verkäufer:in auf Wunsch schnell erreichen kann. Eine alte Registrierkasse, vereinzelte Aufsteller mit Inseraten und für unsere Verhältnisse minimales Verpackungsdesign sind ebenso gegenwärtig. Man könnte sagen, dass Einfachheit und Praktikabilität zwei Wörter sind, die die Ausstattung bestens beschreiben.

Die Produkte

Die vorhandenen Produkte triefen geradezu von für uns heute „Vintage“ wirkendem Design. So zeigen etwa Magazine Frauen mit typischer Wasserwelle im gezeichneten/illustrierten Stil. Die Schriftarten beschränken sich vorwiegend auf bleisatzfähige Varianten. Bei Verpackungen wird wenig Farbe genutzt. 

Auch die im Buch genannten Süßigkeiten („barley sugar“ und „peppermint humbugs“) tragen zu diesem Vintage-Feeling bei. Sowohl ihre Form als auch ihre Verpackung in Glasbehältern anstelle von Plastiktüten vermitteln das Gefühl einer anderen Zeit.  Dies sind nur wenige Beispiele für das mögliche Erscheinungsbild der vorhandenen Produkte.

Der Railway Guide

Zu guter Letzt habe ich mich noch mit dem ABC Railway Guideauseinandergesetzt, welcher in der Geschichte explizit angesprochen wird und für die Handlung essenziell ist. Dieses Büchlein beinhaltete Fahrpläne, Routen und Haltestellen und listete diese in alphabetischer Reihenfolge auf.  (vgl. Royal Collection Trust o.D.)

Ebenso wie die sonstigen Produkte dieser Zeit ist auch der ABC Railway Guide farblich gesehen eher schlicht gehalten und von dicken, schwarzen Lettern und roten Akzenten geprägt. Auch das Papier wirkt im Vergleich zu den heutigen gebleichten Varianten vergilbt und abgegriffen.  

Conclusio

Was die Charakteristiken der Gestaltungselemente angeht, könnte man noch auf viele weitere Aspekte eingehen. Die in diesem Blogpost ausgewählten Beschreibungen dienen vorwiegend der Erzeugung eines Gefühls für die Elemente, die im frühen zwanzigsten Jahrhundert die Umgebung geprägt haben. Hierbei gibt es einige Punkte, die beachtet werden müssen, um ein authentisches Filmset zu erschaffen. 


Quellen:

Royal Collection Trust (o. D.): ABC Alphabetical Railway Guide. In: The Royal Collection, https://www.rct.uk/collection/1171572/abc-alphabetical-railway-guide (zuletzt aufgerufen am 11.07.2026)

Bilderquellen:

Tobacco Shop 1: The Black Country Living Museum. In: https://www.facebook.com/photo/?fbid=1314343127398356&set=did-you-know-alfred-preedys-chain-of-tobacconists-shops-stopped-trading-in-the-1 (zuletzt aufgerufen am 11.07.2026)

Tobacco Shop 2 : Andover Advertiser (14.02.2021): Andover History: The story of the tobacconist Baldock’s. In: Andover Advertiser, https://www.andoveradvertiser.co.uk/news/19080150.andover-history-story-high-street-tobacconist/ (zuletzt aufgerufen am 11.07.2026)

Tobacco Shop 3: Paul Britton (07.03.2021): New lease of life for historic former tobacco and sweet shop at Manchester Piccadilly. In: Manchester Evening News, https://www.manchestereveningnews.co.uk/news/greater-manchester-news/new-lease-of-life-piccadilly-19973036 (zuletzt aufgerufen am 11.07.2026)

Tobacco Shop Innen 1: alamy (o.D.): 1930s GENERAL STORE INTERIOR GROCER OWNER BEHIND COUNTER. In: Alamy, https://www.alamy.com/stock-photo-1930s-general-store-interior-grocer-owner-behind-counter-31574023.html?imageid=88D16708-C050-408F-9651-755ED14F4BE7&pn=1&searchId=516d3076cd0d451d044460a30e95b90e&searchtype=0 (zuletzt aufgerufen am 11.07.2026)

Tobacco Shop Innen 2: The London Column (09.06.2011): Londei’s London Shops. Photo & text: John Lonei (3/3). In: The London Column, https://thelondoncolumn.com/tag/tobacconists/ (zuletzt aufgerufen am 11.07.2026)

Tobacco Shop Innen 3: gettyimages (o.D.): Tobacco Shop. In: gettyimages, https://www.gettyimages.co.uk/photos/1920s-shop (zuletzt aufgerufen am 11.07.2026) 

Magazine 1: The Vintage Inn (28.06.2022): June Magazine Covers 1920s-1960s. In: The Vintage Inn, https://www.vintageinn.ca/2022/06/june-magazine-covers-1920s-1960s/ (zuletzt aufgerufen am 11.07.2026)

Magazine 2: The Vintage Inn (04.07.2024): July Vintage Magazine Covers 1920s-1960s. In: The Vintage Inn, https://www.vintageinn.ca/2024/07/july-vintage-magazine-covers-1920s-1960s/ (zuletzt aufgerufen am 11.07.2026)

Screenshot 1: Screenshot Google Bilder. In: Google Bilder, peppermint humbugs. 

Screenshot 2: Screenshot Google Bilder. In Google Bilder, barley sugar. 

Railway Guide 1: Biblio (o.D.): The ABC Railway Guide ; July 1956. In: Biblio, https://www.biblio.com/book/abc-railway-guide-july-1956-abc/d/1490060514?srsltid=AfmBOop1uLD12MBttaUss0QvA6q9DeWTpF6q-MzJUB_uc0K8Owg3VlhB (zuletzt aufgerufen am 11.07.2026)

Railway Guide 2: Theprogshop (o.D.): 1060 ABC Railway Guide & Timetable (Shop Ref B1). In: ebay, https://www.ebay.ie/itm/298460089710?_skw=abc+railway+guide&itmmeta=01KX8E3JVPPX6WE3DQ1TJMKQVQ&hash=item457d9b8d6e:g:ySoAAeSwHjxqHbJn&itmprp=enc%3AAQALAAAA0GfYFPkwiKCW4ZNSs2u11xDsml1YDrwtR%2FSjuEyscAHVHd1mjEcZ%2Fvm5NT3iHB6ET1gP0OWNr7FyTEDh5Uxt9bEl%2FJJQeob2AoNNCfb8wrdSjcBkYqtwGVdiYl%2F4WGjqE91DwlZU6JzNRsrvwDcekZcu428Taf1NW1UDQ1ozYmeYMAeJa%2B9mvTAYUOCO20j9aBVlZJrHXrre6liPOLIWOulbvonzsjdSu84be3vkl%2B2RaV%2BRnPypbBCyL9LgwXNZYYWeF78CtFV%2FjleRvHNeR7s%3D%7Ctkp%3ABk9SR4iujo7qZw(zuletzt aufgerufen am 11.07.2026) 

Das Setting

Topic: Production Design

Einer der ersten Schritte auf dem Weg zu einem aussagekräftigen Szenenbild ist die intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte und den bereits vorgegebenen Aspekten (Epoche, Jahreszeit, festgeschriebene Charaktereigenschaften, …) sowie das Lesen zwischen den Zeilen, um auch nicht explizit erwähnte Faktoren der Geschichte und der Charaktere zum Leben zu erwecken. In dem vorangegangenen Blogpost wurde die ausgewählte Geschichte bereits kurz vorgestellt und darauf hingewiesen, dass das Buch The ABC Murders einen guten Ausgangspunkt für die Gestaltung des Sets bietet. In diesem Blogbeitrag werden die wichtigsten Punkte, die aus der Szene im Buch hervorgehen, präsentiert und analysiert.

Die Basisinformationen

Bereits auf den ersten Seiten des Buches erfährt man, dass die Geschichte im Juni 1935 in England beginnt. Diese wenigen Informationen haben bereits einen sehr großen Einfluss darauf, in welche Richtung sich das Set Design bewegen wird. Anstelle von Laptops, Handys und Flachbildfernsehern werden somit beispielsweise wohl eher Schreibmaschinen, altmodische Festnetztelefone und Zeitungsaufsteller in der Filmwelt zu finden sein.  Das zeigt, dass jede noch so klein wirkende Information einen großen Einfluss darauf haben kann, wie authentisch die erzeugte Umgebung im Film wirken kann. Im ersten Schritt habe ich somit damit begonnen, die Szene aufmerksam durchzulesen und mir Notizen zu den wichtig erscheinenden Aussagen zu machen. Diese gesammelten Informationen und meine Gedanken dazu sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. 

Informationen aus dem BuchGedanken dazu
Location: 
There were a certain number of small shops interspersed between private houses of the poorer class.Es handelt sich um eine ärmere Gegend. Dies spiegelt sich auch im Shop wider. Vielleicht nur magere Ausstattung und eher billigere Produkte. Vielleicht wirkt die Ausstattung etwas heruntergekommen.
Opposite of the shop is a greengrocer’s shop – of the type that has most of its stock outside rather than inside.Falls die Umgebung durch ein Fenster zu sehen ist, sind kleine Obst- und Gemüseaufsteller auf der anderen Straßenseite, vor einem kleinen Laden zu sehen.
Shop:  
TABACCO & NEWSAGENT BUSINESSZeitungen, Zigaretten und Tabakwaren im Shop
Quite a tiny placeKleiner Raum, Platz muss gut genützt werden. Vielleicht hat das Einfluss auf die Platzierung der Produkte (gestapelt?)
Just Cheap cigarettes and a few newspapersProdukte wirken nicht sonderlich teuer und es sind nur wenige Produkte vorhanden
She just about managed to keep goingErneut ein Hinweis auf eine eher karge und arme Umgebung
At first look the room appears empty. Behind the counter is a dead body, not visible at first.Tresen muss so platziert werden, dass man die Leiche beim Betreten des Shops nicht sofort sieht. 
Packet of cigarettes on a shelf behind the counterAn der Rückwand des Raumes, hinter dem Tresen, befindet sich ein Regal mit den Tabakwaren 
Nothing was missing from the shop. Money still in the till. No signs of robbery.Alles wirkt unauffällig. Keine Einbruchspuren.
Railwayguide (an ABC) opened and turned face downward on the counter. Looked like someone had been looking up the trains from Andover. The Victim didn’t sell these kinds of things.Der ABC-Fahrplan muss gut sichtbar auf dem Tresen platziert liegen, darf aber nicht auffällig wirken. Im Shop werden keine Fahrpläne oder ähnliches verkauft! 
Weapon wasn’t found.!
Victim had been standing with her back to the counter when the blow had been struck. She had slipped down in a heap behind the counter quite out of sight of anyone entering the shop casually. Vielleicht sind ein paar Elemente hinter dem Tresen umgefallen, als das Opfer ermordet wurde. Eventuell nur eine subtile Andeutung des Fallweges durch verschobene Objekte (z.B. umgekippter Zeitungsstapel, …)
Electric light, low-powered bulb (dim light)Dunkler Raum mit schwachen Glühbirnen
A few cheap magazines strewn about and yesterday’s newspapers – all with a day’s dust on themZeitungen vom Vortag liegen herum. Eventuell sind teilweise Elemente verstaubt.
Behind the counter a row of shelves reaching to the ceiling and packed with tobacco and packets of cigarettes !
There were also a couple of jars of peppermint humbugs and barley sugarEin paar vereinzelte Gefäße mit Süßigkeiten sind im Shop vorhanden.
A commonplace little shop, like many othersDer Shop hat keinerlei Besonderheiten
A packet of Player’s down beside herEine Packung Zigaretten liegt neben dem Opfer am Boden.
A door at the back (leading up to her flat)Die Tür am anderen Ende des Raumes könnte ein kleines Glasfenster beinhalten, wodurch man einen Teil des Hinterraumes oder der Treppe sehen kann.  

Jedes Detail zählt

Ein Großteil dieser Informationen mag offensichtlich und nicht nennenswert wirken, doch besonders in einem Kriminalfilm kann eine unlogische Platzierung eines Gegenstandes zur Verwirrung des Publikums führen.  Während man in anderen Genres womöglich mit einem ungenauen Set Design davonkommt, ist besonders im Kriminalfilm Vorsicht geboten. Schließlich sind die Zuseher:innen hier quasi darauf programmiert, Ungereimtheiten genauer zu betrachten und zu hinterfragen. Bei der Ermittlungsarbeit der Ermittler:innen zählt immerhin auch jedes Detail. 

Die Geschichte – Der Ausgangspunkt für (fast) jedes Production Design

Topic: Production Design

Im letzten Blogeintrag habe ich erwähnt, dass ich mich bereits während des Verfassens meiner Bachelorarbeit mit dem Thema Production Design auseinandergesetzt habe. In diesem Zusammenhang hatte ich die großartige Möglichkeit, mit zwei professionellen Production Designerinnen zu sprechen, wodurch ich einen Einblick in ihren Arbeitsalltag gewinnen konnte. Bei diesen Interviews habe ich gelernt, dass es zwei Arten gibt, wie man an das Szenenbild herantritt: 

Bei der ersten Variante hat man bereits vorab eine Vision, wie der Film aussehen soll und passt darauf dann die Geschichte an. Das beinhaltet beispielsweise die Farbgebung, verwendete Elemente, Orte und vieles mehr.

Die zweite Variante hingegen arbeitet genau umgekehrt: Man nimmt die Geschichte und passt das Szenenbild dementsprechend an. Beide Production Designerinnen waren sich während der Interviews unabhängig voneinander einig, dass für gewöhnlich diese Methode häufiger Verwendung findet. Dies macht objektiv betrachtet auch Sinn, schließlich ist die eigentliche Aufgabe des Production Designs, die Geschichte zu unterstützen und die Zuseher:innen in die Filmwelt zu versetzen.

Die Wahl

Da ich auf die professionelle Meinung meiner beiden Interviewpartnerinnen vertraue, habe ich mich für diese Übung ebenso dazu entschieden, die zweite Variante zu verwenden und mich auf die Suche nach einer passenden Geschichte zu machen. Nach eingehender Recherche rund um Theaterstücke, Kurzgeschichten und Bücher habe ich sie dann gefunden. Hierbei handelt es sich um ein Buch aus dem Jahr 1936, das von niemand Geringerem als der Queen of Crime geschrieben wurde: Agatha Christie’s The ABC Murders.

Mein Umfeld wird es nicht überraschen, dass ich dieses Buch gewählt habe, denn abgesehen davon, dass ich ein großer Agatha-Christie-Fan bin, zählt dieses Werk zu meinen Lieblingslektüren. Die spannende Geschichte ist nicht nur von der ein oder anderen unerwarteten Wendung geprägt, sondern beinhaltet ebenfalls viele unterschiedliche Tatorte, die ausführlich beschrieben werden. Dies bietet ein gutes Fundament, um ein durchdachtes Set Design zu erschaffen.

Die Geschichte

Doch worum geht es in diesem Buch? Die Geschichte handelt von dem berühmten Detektiv Hercule Poirot, der zu Beginn der Handlung eine skurrile Nachricht erhält, die nur mit den Initialen ABC unterzeichnet wurde. Als kurz darauf ein Mord gemeldet wird, der mit der Nachricht übereinstimmt, beginnt Hercules Poirot zu ermitteln. Im Verlauf der Geschichte tauchen immer mehr Briefe des Herrn ABC auf, die kurz darauf in Morden enden. Schnell stellt sich heraus, dass der Serienmörder seine Opfer keineswegs willkürlich auswählt: Alice Ascher in Andover, Betty Barnard in Bexhill und Sir Carmichael Clarke in Churston. Rasch beginnt ein Lauf gegen die Zeit, denn klar ist, dass der ABC-Mörder eine Mission hat, die erst bei dem Buchstaben Z zu enden scheint. Wird es Hercule Poirot schaffen, den ABC-Mörder aufzudecken, bevor er sein nächstes Opfer findet?

Die Szene

Da die Gestaltung des Set Designs für das gesamte Buch etwas den Rahmen dieser Lehrveranstaltung sprengen würde, wurde eine kurze Szene aus der Handlung ausgewählt. Dieser Ausschnitt beschreibt die Begehung des ersten Tatortes in Andover, wobei einige wichtige Hinweise sowohl zum Mörder als auch zum Charakter des Opfers gezeigt werden. Die Szene spielt in einem Tobacco & Newsagent Shop in einer englischen Stadt im Jahr 1935. In den folgenden Blogbeiträgen wird die ausgewählte Szene ausführlicher beschrieben werden. 

Conclusio

Wie im Text beschrieben wurde, ist die Geschichte für die Gestaltung des Production Designs essenziell. Das beschriebene Werk wurde nicht nur aufgrund der spannenden Handlung und der unerwarteten Wendungen ausgewählt, sondern auch wegen der detaillierten Beschreibung des Settings. Letzteres bildet einen passenden Ausgangspunkt für die Erstellung des Set Designs und wird in den nächsten Blogbeiträgen genauer analysiert.