Das Mysterium “BookTok”

Laut dem DWDS, dem digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, ist BookTok “das Genre bzw. Format auf der Plattform TikTok, bei dem Nutzer per Video Bücher besprechen und anderen Nutzern empfehlen”. Das Wort definiert sich durch seine Wortkreuzung aus dem englischen Wort für Buch und der Kurzform der Social Media Plattform “TikTok” eigentlich selbst. Über die letzten Jahre ist BookTok immer prominenter geworden und hat mittlerweile den Literaturmarkt vor allem in gewissen Genres revolutiioniert. 

Was ist BookTok? 

 “BookTok made me buy it” 

Social Media lebt von kurzen Videos – das ist klar. Auch gekaufte Produkte, wie eben beispielsweise Bücher, in diesen Videos zu bewerten, empfehlen und teilen ist nichts Neues und gibt es schon länger. 

BookTok war Anfangs nur ein Hashtag, unter dem Buch-Bewertungen gesammelt wurden. Mittlerweile ist es eine gesamte, riesige Community geworden. Dazu zählen nicht nur Leser:innen, sondern auch Autor:innen und Content Creators sowie Verläge (oder aber auch durch Buchverfilmungen Schauspieler:innen und die Filmbranche). Einige Influencer haben ihre Karriere erst durch TikTok gestartet und verdienen ihren Lebensunterhalt mit dem Reden über Bücher. 

Performed ein Buch gut in der BookTok-Community sind die Kauf- bzw. Erfolgschancen dieses stark gestiegen. Einige Autor:innen haben Social Media Plattformen und BookTok spezifisch dafür verwendet, ihr Buch zu promoten und so gegebenenfalls Verlagsdeals zu bekommen. 

Für jedes geschriebene Genre gibt es auf BookTok Creator, Influencer und eine Community. Allerdings gibt es einige Genres, die besser performen als andere. Die beliebtesten sind “Young adult fiction” und “Romantasy”. Dabei geht es auch oft nicht um die neuesten Bücher. Das beste Beispiel dafür ist “Wuthering Heights” von Emily Bronte, dass – nach der Buchverfilmung und dem Kinostart – wieder in den Trend kam. Dieses Beispiel zeigt auch, wie groß die Verbindung zwischen BookTok und der Filmindustrie ist. 

Die Geschichte von BookTok 

Niemand weiß genau, wer BookTok erfunden bzw. den Trend oder die Community gestartet hat. Seit 2019 gibt es Videos unter dem Hashtag. Vor allem während der Corona Lockdowns 2020 und 2021 stieg die Beliebtheit und die Zahl der Videos zu diesem Thema extrem an. 

Es gibt zwei Creator auf TikTok, die die Anfänge von BookTok prägten. Einer davon ist Cait Jacobs (@caitsbooks auf TikTok), die sich selbst als “accidental founder of booktok” beschrieben hat. Was für sie 2020 mit einem viralen Video startete, ist nun zu einem wahr gewordenen Traum gewachsen: Jacobs ist nun Autorin bei einem Verlag.

Unter dem Hashtag #BookTok sind auf TikTok 74 Millionen Posts zu finden (Stand März 2026). Auf Instagram ist diese Zahl sogar noch größer: Hier findet man unter dem #BookTok elf Millionen Posts und unter dem zweiten Hashtag #bookstagram bereits 124 Millionen Posts. 

Dabei gibt es BookTok in einer ähnlichen Form schon viel länger. Auf YouTube gibt es seit 2010 Videos, die sich nur mit den Bewertungen von Büchern beschäftigen. 

Wieso funktioniert BookTok so gut? 

Natürlich spielt der Algorithmus auf Social Media eine große Rolle und entscheidet viel darüber, was User:innen zu sehen bekommen. Allerdings spielt bei BookTok noch etwas anderes eine große Rolle: Storytelling. Bücher haben schon geschriebene, in Stein gemeißelte Stories. Geschichte machen viele Dinge mit Menschen und vor allem eines: Sie lasse sie alle Arten an Emotionen fühlen. Berührt das Ende eines Buchs ein:e Leser:in, ist es menschlich, diese Gefühle mit anderen zu teilen und darüber zu reden. Wurde dieses Buch bereits von mehreren Personen gelesen, ist es noch einfacher, darüber zu reden. So nimmt BookTok schnell seinen Lauf. 

Bereits 2021 war klar, dass BookTok den Büchermarkt revolutioniert hat. Auf der Bestseller Liste 2021 waren viele Bücher, die nicht neu erschienen sind. Normalerweise waren die Verkaufszahlen von Büchern direkt nach der Veröffentlichung am höchsten und nahmen danach mit der Zeit wieder ab. Verlage gingen der Sache 2021 auf die Spur und kamen zu dem Schluss, dass BookTok eine entscheidende Rolle bei den Verkaufszahlen von Büchern spielt. Das Verlagshaus “Bloomsbury” gab an nach dem Aufkommen von BookTok 220% mehr Profits zu haben als zuvor. Durch einen anfänglichen TikTok-Trend müssen Verlagshäuser und Marketingfirmen nun ihre Strategien überdenken. 

BookTok und Film 

Immer mehr Bücher, die beliebt auf BookTok sind wurden zu Filmen oder werden in (naher) Zukunft verfilmt. Einige Beispiele dafür sind: 

  • The Summer I turned pretty 
  • Off-Campus 
  • Heartstopper 
  • Fourth Wing 
  • The Love Hypothesis 
  • Maxton Hall 
  • Heated Rivalry 
  • Icebreaker 

und noch viele mehr. Allerdings sind Buchverfilmungen kein neues Konzept; es gibt diese schon seit vielen Jahren. Auch Fans haben schon lange eine große Rolle dabei gespielt, welche Bücher verfilmt werden. Beispiele dafür sind Twilight, Harry Potter oder The Hunger Games. Allerdings gibt es durch TikTok eine ganz neue Strategie, die Produktionen und Verlage verfolgen können. Bewertungen haben nun Zahlen und Gesichter. Social Media Videos lassen sich durch Views, Likes, Kommentare und Shares auswerten, belegen und analysieren. Durch BookTok können Filmproduktionen außerdem auf ganze Buchreihen zugreifen, die auf Social Media als erfolgreich gelten. 

Gleichzeitig gibt es auch negative Seiten von BookTok für die Filmbranche: Mitglieder der Community und Leser:innen haben viele Meinungen zu ihren Lieblingscharakteren. Vor allem Castings werden oft kritisiert oder unter einen großen Scheinwerfer gestellt. 

Quellen: 

BBC Bitesize. (März 2026). What is BookTok and how did it start? https://www.bbc.co.uk/bitesize/articles/z9cgnk7

Deutsches Textarchiv & Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache. (22.10.2026). BookTok. DWDS. https://www.dwds.de/wb/Booktok

Raissa Sapardan. (2026, 18. Juni). From BookTok to the big screen: How readers have influenced Hollywood. Nyota Magazine. https://nyotamagazine.com/2026/06/18/from-booktok-to-the-big-screen-how-readers-have-influenced-hollywood/

Wiederhold, B. K. (2022). BookTok made me do it: The evolution of reading. Cyberpsychology, Behavior, and Social Networking, 25(3), 157–158. https://doi.org/10.1089/cyber.2022.29240.editorial

Das Literaturverzeichnis wurde mit der Hilfe von ChatGPT erstellt und von mir auf Richtigkeit geprüft.

Vom Buch zum Film: Eine Einführung 

„Adapting is a bit like redecorating” – Alfred Uhry 

Eine Verbindung zwischen Literatur und Film gibt es schon lange. Die allerersten Buchverfilmungen kamen bereits mit dem Aufkommen der Filmkamera in den 1890er Jahren. Das Verhältnis der beiden Medien ist intensiv diskutiert und stellt ein wichtiges Them der modernen Medienwissenschaften dar. 

Die Geschichte der Buchverfilmungen 

Das erste Buch wurde bereits 1895 verfilmt und handelte von dem Bestseller „Trilby“. Allerdings dauerte dieser „Film“ nur 45 Sekunden und das Filmmaterial ist über die Jahre verloren gegangen. 

Als erste bekannte Buchverfilmung gilt der 1899 von Georges Méliès veröffentlichte Stummfilm von Cinderella (bzw. Aschenputtel). Dieser basierte auf dem Märchen der Brüder Grimm. Noch im selben Jahr veröffentlichte Méliès bereits eine zweite Adaption: King John, was die erste bekannte Verfilmung eines Shakespear Werkes ist. Méliès verfilmte noch einige weitere bekannte Literaturwerke.

1936 erschien „Gone with the Wind“ nach dem gleichnamigen Buch von Margaret Mitchell. Diese Adaption hielt sich sehr trau an das literarische Werk. Mit über 1000 Seiten war dies jedoch ein ziemlich langes Buch, weshalb der Film fast vier Stunden lang geworden ist. Trotzdem ist „Gone with the Wind“ seiner Zeit weit voraus: Nicht nur durch die detailgetreue Adaption, sondern auch durch glamouröse Kostüme, Setdesign und Schauspieler:innen. 

Buchverfilmungen gibt es also schon lange. Aber auch heute noch werden vor hunderten Jahren geschriebene Bücher noch modern adaptiert. Ein Beispiel dafür ist einer der bekanntesten Romane der Welt: „Pride and Predjudice“ von Jane Austen. Das Buch ist klassische, englische Literatur, der Beginn der „Enemies-to-lovers-Trope“ und wurde bereits 1813 veröffentlicht. 1940 gab es davon die erste Verfilmung, damals noch in schwarz-weiß. 1980 brachte BBC eine Miniserie des Romans heraus; 15 Jahre später passierte dasselbe im britischen Fernsehen. Joe Wright verfilmte „Pride and Predjudice“ 2005 als Kinofilm und derzeit plant Netflix eine weitere Adaption des Romans. 

Ein weiteres Beispiel dafür sind die mehrfachen Verfilmungen des gleichnamigen, klassischen Romans „Little Women“. Zu den besten Verfilmungen von Büchern jemals zählen Harry Potter oder Fight Club.

Buchverfilmungen heute 

Auch wenn der Start der Verfilmung von Büchern schon viele Jahre zurückliegt, ist der Beliebtheitsgrad noch mehr gestiegen. In den vergangenen Jahren und auch in der nahen Zukunft soll es noch viele weitere Adaptionen geben.

Einige bekannte und beliebte Verfilmungen aus 2025 bzw. 2026 sind: 

  1. Project Hail Mary: Das gleichnamige Buch (bzw. auf Deutsch „der Astronaut“) wurde von Andy Weir geschrieben und 2021 veröffentlicht. Der Autor brachte bereits im Jahr 2014 ein Buch heraus, das verfilmt wurde: der Marsianer. Der Marsianer war mit zwei Golden Globes und sieben Oscar-Nominierungen ein voller Erfolg. Project Hail Mary kam 2026 in die Kinos und gewann bis jetzt bereits mehrere Auszeichnungen. Außer der langen Dauer von zwei Stunden und 36 Minuten war auch diese Buchverfilmung ein voller Erfolg. 
  2. Off-Campus: Die ebenfalls gleichnamige Buchreihe besteht aus fünf Büchern, die von der Autorin Elle Kennedy verfasst wurden. In der Buchreihe geht es um fünf Eishockeyspieler an einem amerikanischen College, die zwischen den viele Seiten ihre wahre Liebe suchen (und, Achtung Spoiler, finden). Auch wenn diese Serien den Büchern nicht 100%ig entspricht, war auch sie ein voller Erfolg. Das Publikum ging weit über die Leserschaft hinaus. 
  3. Maxton Hall: Maxton Hall basiert auf der „Save me“ Reihe von Mona Kasten und entspringt tatsächlich deutscher Natur. Trotzdem ist die Amazon Prime Serie ein internationaler Erfolg geworden. Tatsächlich gilt die Serie als die weltweit meistgestreamte internationale Original-Serie aller Zeiten auf Amazon Prime. Außerdem erreichte die Verfilmung in über 120 Ländern bzw. Regionen den ersten Platz der Charts. 
  4. The Love Hypothesis: The Love Hypothesis von Ali Hazelwood ist erst im September 2026 als Film veröffentlicht worden und damit ziemlich aktuell. Die Verfilmung ist ebenfalls auf Amazon Prime zu finden. Auch dieser Film war ein Erfolg, auch wenn die Kritiken als negativen Punkt anführen, dass wichtige Punkte des Buches bzw. der Storyline bei der Verfilmung weggelassen wurden. 
  5. IT: It bzw. „Es“ von Stephen King wurde bereits 1986 als Buch veröffentlicht. Es gibt bereits mehrere Verfilmungen des Buches: Die erste wurde bereits 1990 veröffentlicht. 2017 bzw. 2019 gab es dann den bekannten Kino-Zweiteiler und seit 2015 auch eine Prequel-Serie. Auch diese Verfilmungen gelten weitestgehend als erfolgreich. 

Zusammenfassung und Ausblick 

Im vorherigen Kapitel wurden nur einige wenige neue(re) Verfilmungen bzw. Serien-Adaptionen von Büchern genannt und kurz beschrieben. Allerdings gibt es unzählige weitere Beispiele: sowohl positive als auch negative. Vor allem bei den romantischen Verfilmungen von Büchern gibt es noch einen wichtigen Faktor, der eine große Rolle spielt: Booktok. Dies wird im nächsten Blogpost weiter erläutert und beschrieben. 

Quellen:

IMDb. (06.06.2024). „Maxton Hall“ ist erfolgreichste internationale Prime-Video-Original-Serie ever. https://www.imdb.com/de/news/ni64622113/

IMDb. (o. D.). Es.https://www.imdb.com/de/title/tt1396484/

IMDb. (o. D.). The Love Hypothesis. https://www.imdb.com/title/tt22526100/

IMDb. (o. D.). Der Marsianer: Rettet Mark Watney. Auszeichnungen. https://www.imdb.com/de/title/tt3659388/awards/

Kermode, M. (2017, 10. September). It review – enthusiastic, cine-literate retelling of Stephen King’s horror novel. The Guardian. https://www.theguardian.com/film/2017/sep/10/it-review-enthusiastic-cine-literate-stephen-king-adaptation

MotaWord. (2022, 18. August). Transformations of books all around the world: Film adaptations. https://www.motaword.com/de/blog/transformations-of-books-all-around-the-world-film-adaptations

Variety. (2026). Off campus review: Prime Video. https://variety.com/2026/tv/reviews/off-campus-review-prime-video-1236741630/

Impulse 3:

Experiencing Space Through Light: Inspiration from Tomás Saraceno at Haus der Kunst

I visited the current exhibition by Tomás Saraceno at Haus der Kunst in Munich. The exhibition connects art, architecture and science through spatial environments and installations that invite visitors to perceive their surroundings differently. What made this experience particularly relevant to my Master’s thesis was the use of light, projections and interactive installations to influence how visitors experience and move through a space.

Since I want to focus on user experience design at German train platforms in my Master’s thesis, I’m particularly interested in exploring how light could be used to guide passengers through their environment. Although I have already spent considerable time researching this topic, I am still looking for inspiration beyond conventional wayfinding systems, such as signs, floor markings and digital displays. Visiting the exhibition allowed me to experience spatial design from a different perspective and consider how light could become an active part of an environment rather than simply illuminating it.

In my research, I have already explored ideas about how light could be used as part of a flexible and adaptable guidance system. However, I am still collecting new perspectives that could help me develop and question my existing ideas. A particularly interesting aspect of the exhibition was the way the rooms were kept dark, allowing the artworks to become the main sources of light. The installations were not only artworks but also served as visual reference points that helped visitors navigate the space and move from one area to the next.

Of course, a train platform does not offer the same controlled conditions as a carefully curated exhibition space. Nevertheless, this experience made me more aware of the importance of placing orientation points within a reasonable distance of one another. I started to think of them as stepping stones, with each point providing a visual reference that helps people find the next one and continue moving through the environment. Rather than expecting passengers to understand an entire space at once, a sequence of clearly positioned visual cues might help them navigate it step by step. This is an idea I find quite interesting and would like to investigate further in my upcoming research. At the same time, I recognise that an artistic installation and a practical wayfinding system have very different purposes. An art installation often aims to encourage exploration, evoke emotions or challenge how visitors perceive their surroundings. At a train platform, guidance needs to be clear, reliable and immediately understandable. Passengers may be in a hurry, carrying luggage, travelling with children or trying to navigate an unfamiliar station.

This difference is precisely what makes the exhibition valuable as an impulse for my research. Rather than trying to reproduce an artistic effect, I want to investigate which principles could be transferred into a practical design context. How does light attract attention, and how can it do so without distracting passengers from their surroundings? How many orientation points are needed to help people understand where to go next and at what distance should these points be placed to create a continuous and understandable route? Could light communicate direction without causing confusion? And how might its effectiveness change depending on the architecture, daylight conditions or the number of people on a platform? These questions could help me examine whether light-based guidance would be useful and usable in practice.

The exhibition did not provide a ready-made solution for my Master’s thesis, but it expanded the way I think about possible design approaches. It encouraged me to look beyond established transport design conventions and consider how light and spatial relationships could contribute to orientation via breaking information down into smaller steps and orientation points.

My main takeaway from this visit is that inspiration for design research can come from disciplines outside the immediate field of study. Although the exhibition was created within an artistic context, it gave me a new perspective on the relationship between light, architecture, movement and human perception. Most importantly, it helped me identify a specific aspect worth exploring further: whether a sequence of visual orientation points could support passengers in navigating train platforms more intuitively.

Links/Media:

https://www.hausderkunst.de/eintauchen/tomas-saraceno

https://www.toptal.com/designers/creative-direction/art-vs-design

https://mabiloft.com/en/blog/insights/ux-and-psychology-micro-steps-in-ux-to-motivate-users

Impulse 2:

When Accessibility Fails: The Impact of AI and Exclusive Design

On the second day of the World Usability Congress I attended a talk by Stefan Barac that became the most valuable learning experience of the entire conference for me. The talk focused on digital accessibility and the factors that continue to exclude people from digital products and services. Since I have been researching the topic of my Master’s thesis, user experience design at German train platforms, for over a year, I already have a broad understanding of the subject. However, I am still exploring how accessibility and inclusion should influence my design concept. I chose this talk in the hope of gaining new perspectives and challenging my existing assumptions, particularly by learning from a speaker with first-hand experience of disability.

The speaker used satire and practical examples to challenge common assumptions about accessibility. One approach was to imagine how an accessible service could deliberately be made inaccessible. By reversing the design process, it became easier to identify which decisions create barriers, which groups are affected and how those barriers could be prevented. I found this approach particularly effective because accessibility guidelines can sometimes feel abstract. Looking at design from the perspective of exclusion makes the consequences of individual decisions much more tangible and encourages designers to question choices they might otherwise take for granted. An important part of the talk addressed the continued presence of exclusionary design choices in digital products. Accessibility problems are not necessarily caused by a lack of technology or knowledge, but can also result from design decisions that overlook the needs of people with disabilities. For example, navigation that cannot be used effectively with a keyboard, unclear interaction patterns or interfaces that rely on only one way of receiving information can prevent people from accessing a service independently. The talk reminded me that a product can appear functional to its designers while still creating significant difficulties for some of its users. This highlighted the importance of looking beyond the intended design and examining how people actually experience and interact with it.

I see a strong connection between these insights and my research into the user experience at German train platforms. Travelling by train involves more than the physical platform itself. Passengers also rely on signage, digital departure boards, announcements and other information systems to orient themselves and make decisions. If information is difficult to find, understand or access, the overall travel experience can become stressful or confusing. This may be particularly challenging for passengers with visual or hearing impairments, mobility limitations or other individual needs. The talk encouraged me to consider accessibility not as a separate aspect of platform design, but as an essential part of the entire passenger experience, including the interaction between the physical environment and the information provided.

The part of the talk that challenged my thinking most was the discussion of artificial intelligence. AI is often presented as a tool that can make accessibility improvements easier and more efficient, for example by automatically identifying errors. However, the speaker explained how the uncritical use of AI can reinforce existing patterns of exclusion and potentially make accessibility worse. This made me reconsider the assumption that technological progress automatically leads to a better user experience. Technology alone cannot guarantee inclusion; its value depends on how it is developed, applied and evaluated. In the context of train platforms, this means that digital displays, information systems and potential technological interventions should be assessed according to whether they genuinely support passengers in real situations. Automated tools may be useful, but they cannot replace critical thinking, user research and testing with the people affected by design decisions.

The main impulse I will take into my Master’s thesis is the importance of identifying barriers before developing design solutions. Although I have already spent considerable time researching my topic, the talk encouraged me to look more critically at how accessibility is integrated into my concept. Rather than treating inclusion as an additional feature, I want to consider it from the beginning of the design process. I also want to explore opportunities to discuss and test my ideas with people with disabilities. Their experiences and feedback could reveal challenges I might not identify through research alone and help me develop a concept that responds more closely to the needs of different passengers.

Another aspect that made this talk particularly meaningful was the opportunity to speak with Stefan Barac after the presentation. I asked him questions about my Master’s thesis and explained some of the challenges I am currently considering in my research. He was open to staying in contact and meeting again at a later point to discuss my topic in more detail. This personal exchange was especially valuable because it offered the possibility of receiving further feedback from someone with expertise and first-hand experience in accessibility. It also showed me how attending a conference can contribute to research not only through the talks themselves, but also through conversations and connections that continue afterwards.

Overall, this talk gave me a new perspective on an aspect of my Master’s thesis that I am still working to define. It reinforced my understanding of accessibility as an ongoing responsibility rather than a final checklist and reminded me that inclusive design requires questioning assumptions, recognising different experiences and involving the people affected. Moving forward, I want to apply these insights to my research on German train platforms and investigate how the passenger experience can be improved through more accessible physical environments, clearer information and better-designed interactions. Most importantly, I want to ensure that the concept I develop is informed not only by my own perspective as a designer, but also by the experiences of the people who will use these spaces.

Links:

https://www.nion-digital.com/nion-next-2025/masterclasses/stefan-barac-und-claudio-zeni

https://www.uxtweak.com/podcast/stefan-barac-accessibility

Impulse 1:

Designing Inclusive Public Spaces Through Human-Centred Technology

Attending the World Usability Congress 2026 in Graz gave me the opportunity to explore how usability and human-centred design can be applied beyond digital products. One talk that particularly caught my attention was right away the first one I attended. It focused on the connection between user experience strategies, smart cities and the development of more inclusive communities. I chose this talk because I thought it sounded relevant for the topic I want to explore in my Master’s thesis, as it dealt with how public spaces can be designed and improved through technology while keeping the needs of different people in mind.

The talk discussed how established UX strategies, such as user research, clear roadmaps, iterative development and ethical considerations, can be applied to larger systems like cities. Instead of looking at usability only in the context of websites or applications, the talk encouraged thinking about how people interact with their entire environment. One of the main points was the idea of a human-centred smart city. Technology can help cities become more accessible, efficient and sustainable, for example through accessible traffic lights, smarter energy systems and improved public safety. Artificial intelligence and machine learning were also presented as tools that can improve access to data and support citizen engagement. However, what interested me most was not the technology itself, but the question of how these systems can genuinely improve people’s everyday experiences.

The talk also highlighted the importance of ethical principles such as fairness, transparency, privacy and inclusivity. I found this aspect especially valuable because technological improvements in public spaces can also create new challenges. For example, collecting data may help identify patterns in how a space is used, but it can also raise questions about privacy and who has access to that information. Similarly, a digital solution might make a service easier to use for some people while excluding others who have limited access to technology. These considerations reinforce the need to evaluate innovations not only by their efficiency, but also by their social impact.

The biggest impulse I took from this talk is the importance of starting with people and their needs rather than starting with a technological solution. For my Master’s thesis, I want to investigate how public spaces, especially train platforms, can be improved through thoughtful design and, where appropriate, supportive technology. The talk encouraged me to consider accessibility and inclusion as fundamental design requirements from the beginning, rather than as additional features introduced later. It also made me think more carefully about how the success of an intervention could be evaluated from the perspective of the people using the space. At the same time, I do not want to adopt every aspect of the approach presented in the talk. In particular, I do not intend to use AI to generate or develop the concept for my research. I want the concept to emerge from my own design process, supported by research, observation and an understanding of users’ needs. For me, it is important that the design decisions can be explained and traced back to the research findings. AI and other technologies may be relevant to the broader discussion of smart cities, but they will not be the tool I rely on to create my concept.

Overall, this talk helped me connect UX principles with the physical and social environment of a city. It strengthened my interest in exploring how design can make public spaces more inclusive, usable and responsive to people’s needs. I will use this impulse to guide my further research, especially when defining the problem, identifying the needs of different user groups and deciding which design interventions could create meaningful improvements.

Links:

https://www.academia.edu/73680489/Successful_User_Experience_Strategies_and_Roadmaps

https://www.repsol.com/en/energy-move-forward/innovation/smart-cities/index.cshtml

IMPULSE #2 | 📓 Design Research 3

The second impulse I got was at the World Usability Congress 2026. I listened to the talk: “Addiction vs. controll: How (not) to build habit-forming products” by Sebastian Castaneda.

Why companies build addictive products

According to the speaker the basis for companies designing interactions that are addictive lies in their business model (capitalism). Most companies goal is to create digital products that are as engaging as possible, because that creates value. In other words the more time a user spends in an app, the more ads they see and the more revenue the company generates.

Time management in social media apps

Additionally, the speaker was specifically talking about time-management features inside social media apps. In the past these apps genuinely tried to interrupt the user so they would stop using the app. Over the past few years this changed since most businesses are profit-driven.

Until today I didn’t know that social media apps offered a time-management features. However, as shown in the previous images those features are not very effective. Why are there buttons for postponing the time limit but none for closing the app? At this point I want to mention that I use Android’s Digital Wellbeing feature, which actually works well for me. What helps me a lot through the day is that once I reach my time limit, the app icon gets grayed out. Even when I am searching for it I am having a trouble finding it. Besides that, adding more time is slightly more complicated, since I have to open the settings and click a few times.

Should we build habit-forming products at all?

One crucial question the speaker raised was: “Do we really need to build something that creates habits?”. He suggested that it sometimes makes sense to create habits. The following table shows a matrix for deciding whether it is ethical to build a habit-forming application.

the maker does not use itthe maker uses it
improves the users lifePeddlerFacilitator
doesn’t improve the users lifeDealerEntertainer

In brief, the Facilitator would be the ideal case. The creator (business) builds something that they believe in and would use themselves. The goal is to understand the user and their interests. In contrast, the Dealer (often social media platforms) is where the creator builds something that they do not use themselves and that does not help anyone, yet they still try to get people hooked on it.

What stood out to me

What stood out most to me were facts about the effects of social media. According to the speaker 45% of teen Instagram users find it difficult to manage their time on the platform. Studies show decreased cognitive capacity with the mere presence of a smartphone. Most importantly, people are two times as likely to get depression and anxiety if their social media use is more than five hours a day.

Accompanying links

Hooked: How to build Habit Forming Products – Book

James Clear – The Habbits Guide – Website

James Clear – Atomic Habits – Book

IMPULS 03: a thousand boy kisses – Part 2 

Das Buch ist sehr emotional, sehr herzzerreißend und hat grundsätzlich eine sehr einfache Storyline. Es gibt einen klaren roten Faden und es lässt viele Tränen fließen. Die Charaktere sind sehr klar definiert und ausgearbeitet. Außerdem gibt es noch einen weiteren Punkt, warum sich dieses Buch sehr gut für eine Verfilmung (meiner Meinung nach und ohne bis jetzt viel Recherchiert zu haben) eignet: Es gibt nur zwei Charaktere, was das Casting einfacher machen würde. Außerdem gibt es einige (Schlüssel-) Szenen, die nicht nur wichtig für die Geschichte sind, sondern sich auch potenziell umsetzen lassen. 

  1. Das Wiedersehen bzw. die Nachricht von Poppys Krankheit an Rune: Es sind nur die beiden in der Szene vorhanden und sie spielt in einem Park. Eigentlich gibt es dabei die Kirschbäume, allerdings sind diese noch nicht bzw. schon geblüht, weshalb sie zu diesem Zeitpunkt nicht relevant sind. Die Szene funktioniert allerdings nur, wenn die Schauspieler:innen sehr gut spielen, da sie sehr emotional aufgeladen ist. Es ist aber eine sehr wichtige Szene im Buch. 
  2. Meine Lieblingsszene und das Ende des Buches: Diese Szene ist wahrscheinlich nicht umsetzbar, aber ich wollte sie trotzdem erwähnen, da es meine Lieblingsszene ist. Bevor Poppy stirbt, nimmt sie Rune das Versprechen ab, dass er ihr ihre Küsse „zurückschickt“, was er aber erst ein Jahr später machen darf, „weil Poppy gelesen hat, dass erst ein Jahr später etwas im Himmel ankommt“. Also organisiert Rune, dass die Nachbarschaft zusammenkommt, und sie schicken alle zusammen mit diesen chinesischen Laternen (die leider bei uns verboten sind) alle tausend Herzen in den Himmel zu Poppy. 
  3. Poppys Tod: Poppys Tod ist eine eigene Szene, die sich über mehrere Seiten zieht. Er ist sehr emotional und traurig, aber gleichzeitig passieren viele sehr wichtige Dinge dabei, die die Charaktere prägen und in der Geschichte mehrmals vorkommen. 
  4. Das Erfüllen der letzten Wünsche von Poppy: Das erstreckt sich über mehrere Kapitel und es gibt noch ein paar Dinge, die Poppy und Rune sich gegenseitig erfüllen bzw. zusammen erleben. Das würde das Werkstück allerdings länger machen und es ist die Frage, ob es machbar ist. 

Diese Szenen lassen sich theoretisch auch zusammenführen und vereinen. Ich glaube auch, dass es dabei auch viel auf den Theorie- bzw. Literaturteil der Arbeit rauskommt. Derzeit habe ich ein Kapitel geplant, in dem es um das Schreiben von Drehbüchern geht: Was kann man weglassen, was muss drinnen bleiben, wie verändert man Szenen etc.? 

Weiterführende Links: 

https://www.cinemaexpress.com/english/news/2024/Jun/28/stephen-chbosky-to-direct-adaptation-of-tillie-coles-novel-a-thousand-boy-kisses

https://www.tiktok.com/@thahirah.core/photo/7570450126985022738?q=a%20Thousand%20boy%20kisses&t=1792428778008

https://www.tiktok.com/@etc.bytiffanydawson/video/7622951945250049302?q=a%20Thousand%20boy%20kisses&t=1792428778008

IMPULS 02: a thousand boy kisses (SPOILER)

Mein erster Impuls-Beitrag bringt mich auch fließend zu meinem nächsten. In meinem Gespräch mit Daniel haben wir auch beredet, ob es schon ein konkretes Buch bzw. eine Buchszene gibt, die sich als Werkstück eignen würde. Generell würde ich als Werkstück für meine Masterarbeit eine bestimmte Buchszene umsetzen und verfilmen: Von Drehbuch umschreiben bis hin zu Filmen und die Postproduktion. 

Eines steht auf jeden Fall fest: Buchverfilmungen gibt es schon gefühlt immer und manche sogar mehrfach. Da lässt sich auf jeden Fall untersuchen, was bestimmte Produktionen erfolgreich gemacht hat und andere nicht. Außerdem lässt sich auch der Beliebtheitsgrad bzw. die Kritik dahinter analysieren. 

Der Impuls, um den es in diesem Beitrag geht, ist tatsächlich noch in den Sommerferien „passiert“. Ich liebe es zu lesen, meine Instagram For You Page ist voll von Booktok-Content (worum es in meinem nächsten Impuls-Beitrag gehen wird) und ich bin immer offen für Buch-Recommendations. Also habe ich mit einer Freundin mit ähnlichem Buchgeschmack geredet und sie hat mir ein seit einigen Jahren schon gehyptes Booktok-Buch vorgeschlagen: a thousand boy kisses. Also habe ich meine Sommerferien perfekt genutzt und viele Bücher gelesen – unter anderem auch das oben genannte. 

Grundsätzlich geht es in diesem Buch um Poppy und Rune. Die beiden sind, seit sie Kleinkinder sind, beste Freunde und wohnen nebeneinander, seit Runes Familie von Norwegen nach Amerika gezogen ist. Charakterlich könnten die beiden nicht unterschiedlicher sein, trotzdem sind sie unzertrennlich. Poppy ist lebensfroh, energiegeladen und lebt sehr im Moment. Sie träumt groß, ist ehrlich und ihr ist ziemlich egal, was andere von ihr denken. Rune dagegen ist verschlossen, oft nicht so gut drauf und ein „Miesepeter“. Als die beiden neun sind, stirbt Poppys Großmutter, die bis dahin ihre größte Bezugsperson war. Bevor sie für immer einschläft, schenkt sie Poppy ein großes Einmachglas mit tausend rosa Papierherzen gefüllt. Sie erzählt ihrer Enkelin, dass ihre liebste Erinnerung die Küsse ihres Ehemannes – Poppys Opa – war. Besonders die, die in speziellen Momenten passiert sind oder sich einfach richtig angefühlt haben. Sie will, dass Poppy jeden dieser Küsse in ihrem Leben auf ein Herz schreibt, damit sie später ein Glas voller ihrer liebsten Erinnerungen hat und es auch eines Tages ihren Enkelkindern weiterreichen und erzählen kann. Poppy erzählt Rune davon, was die beiden noch mehr vereint. Auch wenn sie es noch nicht wissen, entsteht zwischen den beiden Neunjährigen schon damals eine innige Liebe. Bis Runes Familie, als er 15 ist, plötzlich auf unbestimmte Zeit wieder zurück nach Norwegen ziehen muss. Die beiden sind untröstlich und Rune verfällt in seiner Persönlichkeit in einen beinahe unausstehlichen Menschen. Nach nur zwei Monaten bricht Poppy plötzlich den Kontakt zu Rune ab, der die Welt nicht mehr versteht. Zwei Jahre später zieht seine Familie wieder zurück nach Amerika – in dasselbe Haus neben Poppy. Das Wiedersehen der beiden ist komisch, emotional aufgeladen und verläuft nicht sonderlich gut. Doch nachdem sie sich endlich versöhnt haben, kommt der nächste Schlag ins Gesicht: Poppy hat nur mehr wenige Monate zum Leben. Zwei Monate nachdem Rune weg war, erkrankte sie an einer unheilbaren Krankheit. Schon damals standen ihre Überlebenschancen sehr schlecht und sie dachte nicht, dass sie Rune jemals wiedersehen würde. Als es doch so weit ist, ist jedoch klar: Außer einigen wenigen Monaten wird es keine Zukunft für die beiden geben. Poppys einzigen Wünsche sind: Noch einmal die Kirschbaumblüte neben ihrem Haus erleben und ihre „thousand boy kisses“ voll zu bekommen. Rune ist wie verwandelt und setzt alles daran seiner Poppy ihre letzten Lebenswünsche zu erfüllen. Der letzte Kuss, den die beiden zusammen verbringen, ist nicht nur der tausendste, sondern auch Poppys allerletzter. Minuten später schließt sie ihre Augen für immer. 

Weiterführende Links: 

https://www.goodreads.com/book/show/25912358-a-thousand-boy-kisses (Funfact: Das Buch hat fast 500.000 Bewertungen)

https://deadline.com/2024/06/a-thousand-boy-kisses-movie-stephen-chbosky-netflix-1235984738

https://netflixlife.com/posts/a-thousand-boy-kisses-movie-adaptation-in-the-works-at-netflix

IMPULS 01: Gespräch mit Daniel Bauer und was es mit „Booktok“ auf sich hat

Ich bin in das Gespräch mit zwei bzw. zweieinhalb potenziellen Themen für eine Masterarbeit hineingegangen, unsicher ob DAS richtige dabei ist. Mein einziges Ziel ist bzw. war es, ein Thema zu finden, dass mir Spaß macht, das ich gerne mache und wo ich viel Liebe (zur zusätzlichen viel Zeit) hineinstecken kann. 

Meine Überlegungen waren die folgenden: Zuerst habe ich darüber nachgedacht und mit Daniel Bauer diskutiert, ob sich meine bisherigen Blogpost-Themen für eine Masterarbeit eignen und ob ich diese in meiner beruflichen Zukunft weiterverfolgen möchte. Da ich mich bereits in meinem Bachelorstudium (und in meiner Freizeit) viel mit dem Thema Sport und Sportdokumentationen beschäftige bzw. beschäftigt habe, war ich mir sehr unsicher, ob ich mich nochmal so intensiv damit befassen will und kann, ohne den Spaß an der Freude zu verlieren. Daniel war zwar der Meinung, dass, wenn ich Sport Videographie oder Content Creation beruflich verfolgen möchte, es sich auf jeden Fall lohnt, eine Masterarbeit zu diesem Thema zu verfassen, aber für mich hat es sich tatsächlich nicht ganz richtig angefühlt und ich wollte mal etwas Neues ausprobieren. Die One-Shot-Filme standen auch noch kurz im Raum, weshalb sie für mich als halbes mitgebrachtes Thema gelten.  

Womit wir auch schon zu meinem zweiten „ganzen“ Thema kommen:  Buchverfilmungen. Nachdem ich Daniel ausführlichst über das bestehende „Booktok-Universum“ aufgeklärt habe, sind wir dazu gekommen, das Themengebiet potenziell einzugrenzen. Während dem Gespräch habe ich auf jeden Fall gemerkt, dass mein Bauchgefühl definitiv auf dieser „Themengebietseite“ ist und es mir auch sehr Spaß macht, darüber nachzudenken, zu reden und zu recherchieren. Daniel hat mich auch gefragt, welcher Aspekt mich an dem Thema „Buchverfilmungen“ am meisten interessiert. Meine Antwort „eigentlich alles“ war ihm nicht eingrenzend genug, weshalb wir ein bisschen weiter darüber diskutiert haben mit dem Versuch, alles etwas konkreter zu gestalten.  Dabei hat sich herauskristallisiert, dass es doch etwas schwieriger ist, das Ganze einzugrenzen, da mich wirklich ALLES daran interessiert: Wie wird ein Buch zu einem Drehbuch, was lässt man weg bzw. tut man dazu? Wie sehr hält man sich an das Geschriebene? Wie sehr sind Autor:innen in dem Prozess involviert, vor allem auch beim Drehbuchschreiben? Wie gestaltet man das Casting und Setdesign, da man die verschiedensten Vorstellungen der Buchwelt für alle „real“ definiert? Wie läuft auch die Postproduktion ab, wie fängt man den „Vibe“ des Buches ein? Vor allem durch Booktok – also TikTok (bzw. alle Social Media Plattformen die Short Form Videos beinhalten) über Bücher – hat eine große Meinung zu Buchverfilmungen. Was wird dann ein Hit und was nicht? Wie groß ist der kommerzielle Vorteil für Produzenten, da man fast sicher ein gewisses Publikum für den Film bekommt und ganz sicher ist, dass sich Menschen den Film (oder die Serie) anschauen werden, wenn das Buch halbwegs erfolgreich und beliebt war? 

Man sieht also, dass sich hierbei viele Fragen aufgeworfen haben, die ich hoffentlich in meiner Masterarbeit beantworten kann – zumindest zum Teil. Ich habe mich jetzt dazu entschieden, mit der (eventuellen) Forschungsfrage „Wie wird ein Buch zu einem Film und wie wird es erfolgreich?“ zu beschäftigen. 

Weiterführende Links: 

https://eu.usatoday.com/story/entertainment/books/2026/08/15/booktok-adaptations-tv-movies/91203901007

https://www.medimops.de/buchverfilmungen

https://www.bbc.co.uk/bitesize/articles/z9cgnk7

IMPULSE #1 | 📓 Design Research 3

Summer-Break Update

Over the past several months I took some time to look into other areas of interaction design. Initially I wanted to research interface design for older adults, but I kept finding existing studies, bachelor’s and master’s theses that already covered the topic. It didn’t feel innovative. Since then I’ve shifted to the topic of deceptive patterns as it is currently in public discourse. (e.g. Engagement-Optimized Algorithms)

Recently, more related topics like solarpunk, capitalism, social media and as already mentioned deceptive patterns came to my attention. Social media platforms monetize on attention, which ties their revenue directly to how long users stay engaged. This incentivises comapnies to create addictive algorithms and to use deceptive patterns.

In this context, I found the book Desing after Capitalsim by Matthew Wizinsky which I am currently reading. The author argues that design needs to be reoriented away from exploitative and growth driven models towards much fairer and more sustainable ones.

For my first blog post I watched a lecture about this topic from the author.

This lecture was focused on Design design after Capitalism. Matthew Wizinsky was talking about difference of Design (with capital d or expert design) and design (lowercase d or diffuse design). He describes Design as the the design being practised by trained designers whereas design is performed by everybody. Most importantly he mentioned that expert design can help facilitate diffuse design.

Facing the Polycrisis

The speaker mentioned that humanity are currently facing a poly-crisis: ecological, economic and social crises. They are not separate problems but overlap and reinforce each another. He asked himself if design can help us imagine a life after capitalism.

How can we begin to think beyond capitalist logics and subjectivities, so that we can start to labor, work, act and live in different ways?

This question resonated with me because I have noticed in my own work that much of what I design is driven by business interests and not the users. Companies decide goals and metrics, so in the end our design decisions end up following their commercial interests.

Who owns attention?

Most interestingly humanity currently lives in a time where information is everywhere and its valuable because attention, data and knowledge are parts that drive economy as well. As Matthew Wizinsky pointed out, property and ownership have shifted. In the past, owning something meant owning a physical product, but today things are digital. This is also where big platforms come in. They are not just passive participants in the market, they are the market itself. They decide what users see, what creators earn and what advertisers pay. And Designers sit at the center of this system: they create the interfaces, brands and experiences of these platforms and are therefore directly responsible for decisions that affect millions of users and huge amounts of revenue.

Why it is related to my topic of deceptive patterns?

Looking back at everything, deceptive patterns are not accidents.They come from companies and their business models, where engagement equals revenue and Designers are the ones who create the tools that make this possible. For this reason and for many others this topic is important to me.

Right now I am trying to gather ideas and impulses from this talk.

Disclaimer: I will use the terms “Designers” and “designers” with their distinct meanings, that were mentioned by Matthew Wizinsky.

Related Links

Design After Capitalism

Eat the rich!

Community Economies – J.K. Gibson Graham